Dialogbuch Allianz Podcast Ð ãKannst du Geld?Ò Episode 3 Tobi (00:00): Ihr beiden, wir beginnen heute diese Folge mit einem Experiment. Es geht folgenderma§en, ihr mŸsst mir all euer Geld geben und dann geht ihr nach Hause und ich behalte alles. Lorenz (00:09): Okay, gut. Lara (00:10): Nein, auf gar keinen Fall. Tobi (00:11): Nein, das war natŸrlich nur ein Witz. Es ist genau andersrum. Guckt mal. Jeder von euch kriegt jetzt von mir zehn Euro. Bitte sehr. Lara, du nimmst es aber sehr schnell. Es ist jetzt deins. Ihr kšnnt es beide behalten. Ihr kšnnt damit jetzt losziehen und es fŸr alles ausgeben, worauf ihr Lust habt. Was man halt fŸr zehn Euro so haben kann. Einverstanden? Lorenz (00:28): Wirklich? Tobi (00:29): Ja, wirklich. Ich schenke dir jetzt zehn Euro und dir auch. Lorenz (00:31): Okay. Tobi (00:32): Okay? Findet ihr gut? Lara (00:33): Ja. Tobi (00:33): Du freust dich richtig, Lara, ne? Bevor ihr jetzt gleich losrennt, will ich euch noch kurz sagen, wofŸr wir dieses Experiment machen. Wir wollen heute nŠmlich etwas herausfinden. Woran merke ich eigentlich, ob ich etwas wirklich brauche oder ob es vielleicht nicht ganz so wichtig war und ich wollte es einfach nur gerade haben kurz fŸr den Moment. Und ja, ihr kšnnt jetzt mal losziehen und gucken, wie es euch damit geht. Lara (00:53): Wirklich? Tobi (00:54): Ja wirklich. Also, los geht's. Viel Spa§. In einer halben Stunde mŸsst ihr zurŸck sein. Ihr mŸsst natŸrlich nicht alleine losziehen, ich schicke euch eine Kollegin mit, mit einem Mikrofon, die ist dann dabei. Lara (01:02): Okay. Tobi (01:02): Okay. Dann los und viel Spa§. Zeit lŠuft. Also, du bist schon weg. TschŸss. Ihr hšrt: Kinder (01:12): "Kannst du Geld?" Sprecherin (01:12): Der Kinderfinanzpodcast der Allianz mit Tobi Krell Ÿber eines der grš§ten Themen der Welt. Kinder (01:19): Kohle. Schotter. Zaster. Money. MŠuse. Asche. Moos. Cash. Knete. Scheinchen. Tobi (01:23): Oder einfach gesagt, Geld. Und mit mir heute im Studio sind: Lara (01:27): Lara, neun Jahre alt. Lorenz (01:29): Lorenz, 10 Jahre alt. Tobi (01:35): Hallo, ihr beiden. Lara (01:36): Wir sind wieder da. Tobi (01:37): Ich sehe es. Setzt euch, setzt euch, setzt euch. Ich bin ja ganz gespannt. Also, wir haben hier einen kurzen Zeitsprung gemacht und jetzt sind Lorenz und Lara wieder da und ausgerŸstet mit einer Tasche voll. Ich will noch gar nicht wissen, was ihr gekauft habt. Wir lšsen unser Experiment gleich auf, aber Lara, ich will von dir gerne mal ganz kurz wissen, was hast du dir zuletzt mit deinem eigenen Geld gekauft? Lara (01:56): Lipgloss und ein Kuscheltier. Tobi (01:57): Lipgloss, also so eine Art Lippenstift, ne? Den man auf die Lippen macht? Lara (02:00): Ja. Tobi (02:00): Und was fŸr ein Kuscheltier? Lara (02:02): So ein kleiner, sŸ§er Hund. Tobi (02:04): Ja ist doch schšn. Und Lorenz, wei§t du noch, was du dir von deinem allerersten Geld gekauft hast? Lorenz (02:09): Allererstes? Tobi (02:09): Ja, das allererste eigene Geld, das du vielleicht hattest. Lorenz (02:12): Also glaube, ich habe mir so einen kleinen Roboter gekauft, der nervtštende GerŠusche gemacht hat. Tobi (02:20): So... Lorenz (02:21): Nein, schlimmer. Tobi (02:23): Wirklich? Mach mal die GerŠusche nach. Lorenz (02:25): Oder sowas. Tobi (02:26): Also dauernd so nervige GerŠusche. Lorenz (02:27): Den kann man fernsteuern. Tobi (02:29): Okay. Lorenz (02:29): Und der hat damals, glaube ich, zehn Euro gekostet. Tobi (02:34): DafŸr muss man ja auch eine Weile sparen. Zehn Euro kriegt man ja nicht einfach so. Lorenz (02:37): Ja, und ich habe das mir mal gekauft, weil ich es einfach lustig fand. Es ist irgendwie das Erlebnis zu haben, sich was selber zu holen. Tobi (02:45): Ja, und wŸrdest du sagen, es hat sich gelohnt der Kauf? Lorenz (02:48): Ich wei§ nicht, weil jetzt flackt es in irgendeiner Ecke rum. Tobi (02:51): Achso, das hei§t er verstaubt gerade eher, als dass du noch mit ihm spielst? Lorenz (02:55): Ich wei§ nicht, wo er ist. Tobi (02:55): Du wei§t nicht mal, wo er ist? Lorenz (02:57): Ja. Tobi (02:58): Oh, Lorenz. In den letzten beiden Folgen haben wir alle schon gelernt, dass das Wertvollste, was man besitzt, nicht immer das Geld ist. Dass es manchmal Sachen gibt, die einen anderen Wert haben. Lara (03:07): Liebe. Tobi (03:07): Die wertvoller sein kšnnen. Lara (03:08): Freundschaft. Tobi (03:08): Solche Sachen zum Beispiel, genau. Und in dieser Folge jetzt aber soll es um die Frage gehen, wofŸr will ich mein Geld eigentlich ausgeben? Und als allererstes zeige ich euch mal was. Guckt mal. Was denkt ihr, wer ist das? Lara (03:22): Du. Tobi (03:24): Beschreib mal, wie alt ich da bin und so. Lara (03:25): Ich denke, da bist du fŸnf. Tobi (03:28): Da bin ich zehn. Lara (03:30): Nein. Tobi (03:30): Das ist in der vierten Klasse. Das war kurz bevor ich in die fŸnfte kam. Lorenz (03:34): Was? Tobi (03:34): Ja, wirklich. Ich sah halt immer schon ein bisschen jŸnger aus, als ich bin. Ich will euch aber dazu noch was anderes zeigen. Und zwar das hier. Das war mein grš§ter Wunsch, als ich so alt war und so aussah. Lara (03:45): Was ist das? Lorenz (03:45): Ah, eine Spielekonsole. Tobi (03:47): Es ist eine uralte Spielekonsole. Gibt es heute Ÿberhaupt nicht mehr. Aber das war damals ein richtiger Herzenswunsch von mir. Ich wollte unbedingt diese Konsole haben. Und meine Eltern wollten mir das nicht kaufen, weil es halt einfach so teuer ist. Und was habe ich gemacht? Lara (03:58): Darauf gespart. Tobi (04:00): Ja, das ist eine Mšglichkeit. Ich habe einfach meine Eltern so lange genervt. Lara (04:04): Oh ja. Tobi (04:05): Und rumgenšrgelt. Lara (04:06): Bis sie es dir gekauft haben. Tobi (04:07): Und bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte gesagt. Lara (04:09): Bis sie es dir gekauft haben. Tobi (04:10): Exakt. Was hast denn du fŸr Taktiken Lorenz, wenn du jemanden davon Ÿberzeugen willst? Du brauchst etwas unbedingt. Du willst es unbedingt haben. Lorenz (04:16): Bei mir ist es eher Ÿblich, wenn ich zu Weihnachten mir was wŸnsche. Weil zu Weihnachten wŸnsche ich mir eher grš§ere Sachen wie zum Geburtstag. Weil selber kaufe ich mir dann eher so Kleinigkeiten. Tobi (04:26): Deine Taktik ist wŸnschen und warten auf was Gro§es wie Weihnachten oder Geburtstag oder sowas. Und deine Taktik ist schon auch Eltern nerven? Lara (04:33): Ja. Und neulich, da war ich halt in so einem Freizeitpark. Und da gab es so eine riesige Hummel als Kuscheltier. Ich wollte die unbedingt haben. Meine Mama hat gedacht, die kostet so 40, 30 Euro. Tobi (04:45): Ja. Lara (04:45): Das dachten wir auch. Bis wir auf das Preisschild drauf geguckt haben. Tobi (04:48): Und? Lara (04:48): 15 Euro. Tobi (04:49): Okay. Plštzlich viel gŸnstiger. Und dann? Lara (04:51): Dann hat mir meine Mama gesagt, komm, nimm es mit. Tobi (04:54): Okay. Hast du sie auf die Art und Weise Ÿberzeugt, dass es gar nicht so teuer war, wie sie dachte. Jetzt ist aber ja die Frage, wie kommt es, dass man denkt, oh, das brauche ich, das will ich jetzt haben. Was denkt ihr? Lara (05:05): Entweder ich brauche es, weil ich es ohne das nicht so gut klarkomme oder weil es mich an etwas erinnert oder weil ich es einfach cool finde. Tobi (05:13): Okay. Das ist bei Kuscheltieren. Aber Lipgloss, warum hast du das GefŸhl, du brauchst unbedingt Lipgloss? Lara (05:17): Weil manchmal, da sehe ich auf YouTube so Sachen und dann denke ich mir, das brauche ich, weil dann bin ich berŸhmt. Tobi (05:25): Verstehe. Lorenz (05:26): Man kann es irgendwie nicht so gut beschreiben, weil man es unbedingt haben mšchte. Tobi (05:31): Genau. Und es ist, wie du gerade sagst. Man will es irgendwie haben, aber man kann es nicht so gut beschreiben. Und es ist ja auch gar keine leichte Frage, warum will man etwas. Aber dank unseres kleinen Experiments, das ihr gerade gemacht habt, kriegen wir so ein bisschen zumindest einen Einblick, was in euch vorgegangen ist, als ihr losgelaufen seid. Und das hšren wir uns mal ganz kurz an. Lorenz (05:51): Okay. Also wir mŸssen jetzt losziehen, um uns irgendwas mit zehn Euro zu kaufen. Ich sehe da so einen kleinen Kuschelladen. Okay, jetzt schauen wir hier mal jetzt rein. Kollegin (06:04): Hast du was gefunden? Lorenz (06:05): Ich glaube, ich finde hier nichts. Lara (06:08): Da sind Steine. Die sehen voll schšn aus. VerkŠufer (06:13): 3,95Û. Danke dir. Lara (06:15): Danke, tschŸss. VerkŠufer (06:17): Bitte. Ciao. Kollegin (06:19): FŸr was wŸrdest du jetzt am liebsten, wenn du dich frei entscheiden kšnntest, das Geld ausgeben, die 10 Euro? Lorenz (06:23): Irgendwie, weil ich gerne Party mache. Eine Nebelmaschine. Kollegin (06:27): FŸr 10 Euro? Lara (06:29): Ich glaube, das wird schon. Ich finde noch. Ich gucke immer erst zuerst nach, ob irgendeine Marke eine Limited Edition hat, weil ich will immer alles von Limited Edition haben. Ich kann mich da einfach nicht zurŸckhalten. Lorenz (06:41): Ich brauche das alles hier nicht. Lara (06:41): Das ist eine schšne Kerze. 4,25Û ist ganz schšn teuer. Kollegin (06:47): Was guckst du dir gerade an und wieso? Lorenz (06:49): Eine KŸhltasche, weil ich irgendwie kein, ich wei§ nicht, aber irgendwann wird man ja eine Spezi transportieren. Lara (06:55): Ich denke, wir sollten jetzt zur Kasse langsam gehen und wenn ich auf dem Weg noch was entdecke, dann nehme ich das. VerkŠuferin (07:04): 5,05Û bitte. Danke. Lara (07:07): Wir gehen jetzt zurŸck ins Studio zum Tobi. Tobi (07:12): So ihr beiden, ohne dass ihr jetzt schon verratet, fŸr was ihr euch am Ende entschieden habt. War es schwer, gerade fŸr euch bei unserem Experiment, euch Ÿberhaupt zu entscheiden? Lara (07:21): Ja, das war sehr, sehr schwer, weil... Tobi (07:23): FŸr beide, ja? Offensichtlich. Lara (07:24): Wir waren in so ein paar LŠden und ich finde in den zwei LŠden, wo wir waren, da gab es halt so viele Sachen und manchmal ist es sich so schwer zu entscheiden, nimmt man etwas, was man cool findet oder etwas, was einen an etwas erinnert oder was man einfach mal haben mšchte, weil es ein Trend ist. Und das ist halt schwierig. Tobi (07:42): Jetzt hast du schon ein paar Sachen angesprochen. Lorenz was sind denn dir jetzt gerade fŸr Gedanken durch den Kopf gegangen, als du versucht hast eine Entscheidung zu treffen? Lorenz (07:49): Ich kaufe jetzt zum Beispiel keine Fu§ballsticker, weil ich das eigentlich zu teuer finde. Aber wenn ich dann Geld bekomme, vielleicht finde ich ja welche. Tobi (08:00): Verstehe. Aber da gibt es ja verschiedene Sachen. Du sagst so zum Beispiel, du sammelst Sachen, also will man, wenn man etwas sieht, was in die Sammlung passt, will man das da haben. Und deswegen ist es ja interessant, es macht ja vielleicht Sinn, sich einfach nochmal zu Ÿberlegen, ob man etwas wirklich, wirklich will. Also, was wei§ ich, die Sammelkarten oder... Lara (08:20): Comics. Tobi (08:20): Comics, Glitzerstifte, Monster Truck, ferngesteuerte Roboter, was auch immer. Lara (08:25): Barbie Puppen. Tobi (08:25): Was auch immer. Ob man das wirklich will oder ob man vielleicht gerade so ein bisschen davon manipuliert wird, dass es ganz viel in der Werbung zu sehen ist, dass alle anderen um einen rum es auch haben. Lara (08:34): Ja, das kenne ich sehr, sehr gut. Tobi (08:35): Genau. Und vor allem man muss sich seine WŸnsche ja manchmal so ein bisschen einteilen. Normalerweise geht es ja nicht, dass man einfach alles kriegt. Nicht, weil die Eltern besonders fies sind, sondern, also niemand hat unendlich viel Geld. Selbst wenn man richtig, richtig viel Geld hat, muss man sich das ein bisschen aufteilen. Es gibt einen Typen und von dem ist diese Geschichte, ja. Stellt euch vor, ihr spielt Lotto. Kennt ihr, ne? Wo man diese Zahlen einkreuzt und wenn man GlŸck hat, gewinnt man Geld. Und ihr gewinnt nicht nur eine Million Euro, auch nicht zwei Millionen Euro, ihr gewinnt 15 Millionen Euro. Lara (09:11): Oh mein Gott. Tobi (09:11): Das ist richtig, richtig viel. Das ist einem jungen Lottogewinner aus Gro§britannien passiert, der war erst 19 Jahre alt, als er als MŸllmann gearbeitet hat und dann einfach so aus Spa§ eines Tages einen Lottoschein ausgefŸllt hat. Und dann hat er mit seinem allerersten Lottoschein ever 15 Millionen Euro gewonnen. Lara (09:27): Das ist krass. Das ist crazy. Tobi (09:29): Das finde ich auch. Das ist das krasseste GlŸck, das man Ÿberhaupt haben kann. Und dann wŸrde man doch denken, von 15 Millionen Euro, was wŸrdet ihr sagen? Da kann man doch ewig leben und sich alles kaufen, oder? Lara (09:39): Nein. Tobi (09:40): Meinst du nicht, dass das fŸr den Rest des Lebens hŠlt, 15 Millionen? Lorenz (09:42): Ja, aber wenn man sich dann so viel kauft, teure Autos teure Villen und so, dann hat man gar nicht so viel Geld fŸr Medizin oder so Ÿbrig. Und dann muss man wieder arbeiten gehen, weil man das meiste Geld schon verschwendet hat. Tobi (09:54): Und jetzt kommt's. Dieser junge Brite war erstmal mega nett, hat seiner Mama und seiner Tante und seiner Schwester jeweils eine Million geschenkt. Lara (10:01): Oh mein Gott. Tobi (10:01): Schonmal finde ich sehr gro§zŸgig. Lara (10:02): Ja. Lorenz (10:02): Ja. Tobi (10:04): Dann hat er aber auch eine ganze Menge Geld einfach so ausgegeben. Also hat sich HŠuser und teure Autos gekauft, hat riesige Partys gefeiert und nach ein paar Jahren ist was passiert? Lorenz (10:14): Er war arm. Lara (10:15): Er hatte kein Geld mehr. Tobi (10:16): Er war so gut wie pleite. Er hat nach acht Jahren, also Mitte, Ende 20, wieder angefangen als MŸllmann zu arbeiten. Und in acht Jahren hat der 15 Millionen Euro ausgegeben. Lara (10:27): Das kann man nicht machen. Tobi (10:28): Doch, er hat's gemacht. Aber wir kšnnen festhalten aus dieser Geschichte, auch wenn man denkt, man hat richtig viel Geld, wenn man mit dem Ausgeben nicht gut aufpasst, dann kann es ganz schnell auch einfach wieder weg sein. Und warum passiert das? Manchmal sieht man was und hat das GefŸhl, man muss es unbedingt haben. Man braucht es einfach. Man hat das GefŸhl, das muss jetzt meins sein. Es gibt einen ganz gro§en Unterschied zwischen brauchen und wollen. Lara (10:50): Und wollen. Tobi (10:50): So ist es. Es gibt ein super Spiel, mit dem probiere ich immer rauszufinden, ob ich etwas brauche oder will. Soll ich euch von dem Spiel erzŠhlen? Lara (10:57): Ja. Lorenz (10:57): Ja. Tobi (10:57): Okay. Ich stell mir einfach vor, dass ich auf einer einsamen Insel gestrandet bin. Lara (11:03): Oh nein. Tobi (11:04): Oh doch. Und wenn ich dann ohne diesen Gegenstand nicht Ÿberleben kann, wenn ich einfach draufgehen wŸrde, dann brauche ich diesen Gegenstand. Dann brauche ich ihn auf jeden Fall. Wir kšnnen ja ein Spiel draus machen. Ich sage euch die Sachen und ihr sagt brauchen oder wollen. Lara (11:15): Ja. Lorenz (11:15): Okay. Tobi (11:16): Auf einer einsamen Insel brauche ich eine Taschenlampe? Lorenz (11:20): Wenn es dunkel ist, brauchen. Tobi (11:22): Brauche ich, hier. Lara (11:24): Ist nŸtzlich. Tobi (11:25): Hier drin nicht. Hier kann ich euch damit zwar sehr gut blenden, aber auf der einsamen Insel brauche ich sie eher. Was ist mit so einem Cappi hier? Lara (11:34): Brauchen, weil damit sind deine Augen, dein Kopf und so von der Sonne geschŸtzt, weil die Sonne ist auch ganz schšn gefŠhrlich fŸr die Augen. Tobi (11:41): Absolut. Wie wŠre es mit Klopapier? Lorenz (11:44): Nein. Man kann nicht mit BlŠttern den Po abputzen. Tobi (11:47): Aber es gibt so BlŠtter, die brennen ganz schrecklich am Po. Aber gut. Ansonsten habt ihr natŸrlich recht. Klopapier braucht man schon auch, weil man muss ja irgendwie, wenn man da eine Weile ist, auch sein gro§es GeschŠft machen. Was ist mit so einem schšnen StŸck Sahnetorte auf einer einsamen Insel? Lara (12:01): Brauchst du nicht. Willst du nur. Tobi (12:02): Brauchst du nicht, willst du nur? Lara (12:03): Weil eigentlich ist es ja nur SŸ§igkeiten. Wenn dann, dann nimmst du eine Mšhre oder... Tobi (12:08): Oder einen Apfel. Lara (12:08): Dosen-Ravioli mit. Lorenz (12:09): Ich brauche das richtig dringend. Tobi (12:11): Du brauchst das richtig dringend? Lorenz (12:12): Ja. Tobi (12:13): Na dann, hau rein. Lara (12:16): DŸrfen wir? Tobi (12:17): Ja klar. Sehr gut. Lorenz (12:19): Was ist das fŸr ein Kuchen? Tobi (12:20): Keine Ahnung, irgendwas mit viel Schokolade und Sahne. Also so wie die schmeckt, wŸrde ich sagen, die brauche ich auf der einsamen Insel vielleicht doch. Sehr gut. Es gibt noch einen ganz einfachen Trick, um rauszufinden, ob man was wirklich braucht oder will. Lorenz (12:34): Wie? Tobi (12:35): DrŸber schlafen. Warten. Einfach abwarten. Manchmal hat man doch das GefŸhl, wie zum Beispiel ihr habt es gerade erzŠhlt von ihr seid im Spielzeugladen und ihr Ÿberzeugt eure Eltern davon, ich brauche unbedingt dieses Kuscheltier oder sowas. Wenn ihr zwei Tage spŠter immer noch an das Kuscheltier denkt, nachdem ihr es nicht bekommen habt, ist das vielleicht ein Zeichen dafŸr, dass ihr es wirklich haben wollt. Aber... Lara (12:55): Wenn ihr nicht mehr daran denkt, dann ist es nur... Tobi (12:57): Dann war es nur in dem Moment ein kurzes GefŸhl von oh, ich will unbedingt. Also dann war es vielleicht nicht der allergrš§te und wichtigste Traum, im Leben. Und manchmal reicht aber das auch noch nicht. Also dieses einfach ein bisschen abwarten. Und deswegen habe ich noch so einen letzten Trick. Das ist die sogenannte Ampel. Also, wenn ich was will, dann denke ich darŸber nach, in welche Kategorie das bei mir fŠllt. Und deshalb habe ich das sogenannte Ampelsystem entwickelt. Ich habe hier drei Karten. Die sind... Welche Farben? Lara (13:23): GrŸn, Gelb und Rot. Tobi (13:24): Wie die Ampelfarben. Also Rot steht fŸr "Ohne das geht es mir richtig schlecht". Also das ist so Kategorie Insel. Wenn man diese Sachen nicht hat, dann kann man nicht gut leben. Das sind die wirklich wichtigsten Sachen. Gelb steht fŸr "WŠre schon irgendwie cool und schšn". Ich hŠtte das auch gern. Aber ich wŸrde auch irgendwie... Lara (13:44): Ohne das Ÿberleben. Tobi (13:45): Ohne das Ÿberleben. Ganz genau. Lorenz (13:46): Und grŸn ist es "Ich will einfach nur". Tobi (13:48): Ganz genau. Eigentlich brauche ich es nicht. Ich will es nur gerade haben. Also ich wŸrde sagen so, das sechste Paar Schuhe fŠllt in Gelb und vielleicht auch der Lipgloss. Wei§ ich nicht. Lara (13:57): Der fŠllt in GrŸn. Tobi (13:59): Oder das Kuscheltier fŠllt in GrŸn. Lara (14:00): Ja. Tobi (14:00): Das Ding, was man im Laden gesehen hat und dann unbedingt will. Aber wenn man nach Hause fŠhrt, hat man es vielleicht schon wieder vergessen. Lara (14:05): Ja. Tobi (14:05): Und das machen wir jetzt einmal, das Ampelsystem, mit den Sachen, die ihr euch heute fŸr die zehn Euro gekauft habt. Jetzt machen wir gro§e GeheimnislŸftung. Packt es aus. Alles auf den Tisch damit. Okay, einfach mal raus. Okay. Oh, wow, ihr habt ja richtig geshoppt fŸr das ganze Geld. Also ich kann ja schon mal sagen, ich sehe da HaarbŠnder, SchlŸsselanhŠnger, Traubenzucker, GummibŠrchen, Aufkleber. Oder das sind so Aufkleber? Ne was ist denn das da? Lara (14:31): Nein. Lorenz (14:31): So ein Stein. Lara (14:31): Das ist so ein Stein. Tobi (14:33): Ah, so ein Stein sehe ich auch noch. Was ist das, Kaugummis oder so? Lorenz (14:36): Ja. Lara (14:36): Ja. Tobi (14:37): Okay. Also, hier sind die Ampelkarten und wir gehen jetzt der Reihe nach die Sachen durch und gucken mal, was ihr in welche Kategorie einteilen wŸrdet. Fangen wir an mit den Kaugummis. Lara (14:51): Ich denke eher gelb, weil Kaugummi ist zwar Essen, Essen braucht man, aber es ist was SŸ§es, also man braucht es nicht unbedingt. Tobi (14:59): Also ich wŸrde sagen, es ist irgendwo zwischen Gelb und GrŸn, oder? Lara (15:01): Ja. Lorenz (15:01): Ja. Tobi (15:02): Die Haargummis. Lorenz hat die Haargummis gekauft. Wo wŸrdest du die einordnen? Lorenz (15:07): Also, ich wŸrde sie schon in dem Bereich hier in der Mitte einordnen. Tobi (15:11): Zwischen Gelb und Rot. Lorenz (15:11): Weil man zum Beispiel zum Sportunterricht, dass die Haare sich nicht verfangen oder so. Tobi (15:17): Mhm. Lorenz (15:17): Dass man die schon brauchen kann. Tobi (15:19): Genau, man muss ja einmal dazu sagen, du hast lange Haare, die gehen dir bis Ÿber die Schulter und wenn du jetzt wirklich im Sportunterricht irgendwas machst, dann brauchst du tatsŠchlich ein Haargummi, ne? Lorenz (15:26): Ja. Tobi (15:26): Wir machen weiter mit dem Traubenzucker. Da steht drauf... Lara (15:32): Schulstoff. Tobi (15:33): Schulstoff, im Sinne von macht das Hirn fit und man kann sich gut konzentrieren, so ist glaube ich gemeint. Wo wŸrdest du einordnen, Lorenz? Lorenz (15:39): Ich glaube Gelb, oder? Tobi (15:41): Okay, machen wir Gelb. Hier sind SchlŸsselanhŠnger und die sind sŸ§. Das ist einmal eine Blume und einmal so ein kleiner Dackel aus Leder. Lara (15:47): Also ich habe mir das genommen und das erinnert mich einfach so an meinen Hund, der drau§en auf einer Blumenwiese spielt. Tobi (15:53): Also wŸrdest du sagen, es hat eine emotionale, es hat eine GefŸhlsbedeutung fŸr dich und es ist ja auch praktisch, weil man kann halt SchlŸssel dran machen. Lara (16:00): Ja, deswegen wŸrde ich so zwischen, ja, Gelb. Tobi (16:04): Gelb, okay. Und all das habt ihr fŸr zweimal zehn Euro gekriegt, oder ist was Ÿbrig geblieben? Lara (16:09): 20 Euro. Ja es ist was Ÿbrig geblieben. Lorenz (16:10): Ja, okay, aber ich habe noch fŸnf Euro Ÿbrig. Tobi (16:12): Du hast noch fŸnf Euro Ÿbrig? Lara (16:13): Ich habe 85 Cent Ÿbrig. Tobi (16:15): Oh, what? Ich mšchte nochmal zusammenfassen, neue Sachen zu bekommen, kann sich fantastisch anfŸhlen, es kann Spa§ machen, aber manchmal wollen wir Zeug unbedingt ganz dringend haben und merken dann hinterher, so dringend war es vielleicht nicht. Wir haben, glaube ich, alle drei heute ganz gut rausgefunden, wann man etwas wirklich braucht und wann man es einfach nur haben will und auch ein paar Tricks verraten, wie man den Unterschied ganz gut rausfinden kann. Entweder mit dem Inselspiel oder mit dem Ampelsystem. Und wenn es mal wirklich ganz dringend ist, dann wissen wir jetzt auch, wie wir unsere Eltern einfach so lange nerven, bis sie es uns kaufen. Lara (16:46): Ja. Tobi (16:47): Das war jetzt aber kein offizieller Rat von mir, das habe ich nie gesagt. So. Lara (16:51): Mhm. Das glaubt dir jeder. Tobi (16:54): So, und damit sind wir am Ende unseres Podcasts. Hat mir gro§en Spa§ gemacht mit euch. Lorenz (16:57): Ja. Lara (16:57): Ja, mir auch. Tobi (16:58): Danke euch sehr. Macht's gut. TschŸss Lorenz (17:00): Ja, ciao. Lara (17:00): TschŸss. Sprecherin (17:07): Das war's mit: Kinder (17:09): "Kannst du Geld?" Sprecherin (17:10): Dem Kinderfinanzpodcast der Allianz mit Tobi Krell und vor allem mit Lara und Lorenz. Tobi (17:19): Ich mšchte euch zum Schluss noch eine Frage stellen. Was war denn das Unnštigste, was sich eure Eltern mal gekauft haben? Lara (17:25): Ein pinkes Hemd hat sich mein Papa gekauft. Das hat er nie angehabt. Das war so eng. Und irgendwann ist er auch rausgewachsen, weil frŸher war er richtig dŸnn und dann hat er wieder ein bisschen zugenommen. Tobi (17:36): Ah. Lara (17:36): Und deswegen hat er nicht mehr reingepasst. Tobi (17:38): In sein pinkes Hemd? Lara (17:39): Ja. Und davon hat er auch noch ein lilanes, ein grŸnes und ein blaues. Die musste er dann alle wegschmei§en.