Eingeblendete Grafik: Auf schwarzem Hintergrund erscheint in großen weißen Buchstaben das Logo „FuckUp Nights“. Während des gesamten Videos steht das Logo klein in der oberen linken Ecke. Die gesprochenen Aussagen werden mit englischen Untertiteln eingeblendet. Szene: Eine junge Frau schreibt mit einem schwarzen Stift in großen Buchstaben den Hashtag „#fuckupffm“ mehrmals an eine weiße Tafel. Ein großer, noch leerer Hörsaal mit hellen Holzbänken, vorne bereiten einige Personen die Bühne vor. Eine Frau tippt auf einem Laptop, auf dem die Webseite der FuckUp Nights geöffnet ist. Auf einem weiteren Laptop steht „FuckUp Nights Frankfurt, Vol. 4“. Szene: Im Foyer steht eine Frau mit dunklen, zurückgebundenen Haaren vor vielen Besucherinnen und Besuchern. Eingeblendet wird ihr Name: „Jelena Klingenberg, Veranstalterin FuckUp Nights Frankfurt“. Dazwischen ist der Hörsaal zu sehen, der sich langsam füllt. Auf den Leinwänden läuft ein Countdown bis zum Beginn der Veranstaltung. Besucherinnen tauschen im Foyer Flyer aus. Jelena Klingenberg: Die Präsentationen sind ja so aufgebaut, dass es immer ein bis drei Learnings wenigstens sein sollten pro Scheiterstory. Und diese Learnings, das ist eigentlich das, was die gescheiterten Gründer mitgeben für mögliche Neugründer. Szene: Zwei junge Frauen stehen am Eingang des Hörsaals und warten. Viele Menschen strömen durch eine Tür in den Saal. Ein Mann mit Brille und dunklem Mantel lächelt in die Kamera. Besucher: Genial. Mit einem Wort: genial. Szene: Der Hörsaal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Besucherinnen und Besucher suchen sich ihre Plätze, unterhalten sich und lachen. Auf der Leinwand zählt der Countdown weiter herunter, zwei Männer gehen die Treppe zur Bühne hinunter. Ein Mann in dunklem Anzug steht vor dem vollen Saal am Rednerpult. Szene: Der Mann im dunklen Anzug steht vor den vollen Sitzreihen. Eingeblendet wird sein Name: „Christian Lindner, Bundesvorsitzender FDP und früherer Unternehmer“. Er spricht in die Kamera, zwischendurch sieht man ihn mit Mikrofon vor dem Publikum sprechen. Christian Lindner: In Deutschland ist man stigmatisiert, wenn man einmal ein Projekt in den Sand gesetzt hat. Dann ist man schnell der Versager oder vielleicht sogar der Kriminelle, einer, der etwas versucht hat, wovon doch alle wussten, dass es nicht funktionieren kann. Hätte man doch sehen müssen – wie leichtfertig, wie fahrlässig. Szene: Ein Mann mit Brille und Knopf im Ohr hört aufmerksam zu. Eine blonde Frau mit Brille blickt lächelnd zur Bühne. Ein Mann filmt die Bühne mit seinem Smartphone. Danach wieder Christian Lindner vor den vollen Sitzreihen. Christian Lindner: Und da muss sich etwas verändern, gerade bei hochinnovativen Unternehmensgründungen, also bei wirtschaftlichen Experimenten. Weil Technologien noch nicht eingeführt sind, weil Märkte noch nicht entwickelt sind, da gehört das Risiko des Scheiterns mit zum Spiel. Szene: Christian Lindner spricht mit Mikrofon zum Publikum. Eine Nahaufnahme zeigt Hände, die auf einem Smartphone eine Nachricht tippen. Danach wieder Christian Lindner im Interview. Christian Lindner: Weil nur das sichere Geschäft, das wird keine Innovation bringen. Wir brauchen Wagnis also. Und die Voraussetzung dafür, dass Menschen bereit sind, ins Wagnis zu gehen, ist, dass sie auch eine zweite Chance im Falle eines Falles erhalten. Szene: Das Publikum lacht und applaudiert begeistert. Ein Mann mit kariertem Hemd hält auf der Bühne ein Mikrofon in der Hand. Ein Fotograf mit großem Teleobjektiv fotografiert das Geschehen. Die Reihen im Hörsaal klatschen. Szene: Ein Mann mit kurzen Haaren, Bart und rot-blau kariertem Hemd steht im Foyer vor farbig beleuchteten Wänden. Eingeblendet wird sein Name: „Daniel Putsche, Veranstalter FuckUp Nights Frankfurt“. Daniel Putsche: Es hat zumindest den Versuch, die Tonalität zu ändern, eine Kultur zu etablieren. Aber eher die Frage: Mit welchem Hintergrund geht man auf eine solche Veranstaltung, mit welchem Bestreben geht man das Thema Scheitern heran? Szene: Ein junger Mann filmt mit dem Smartphone. Daniel Putsche spricht mit Mikrofon zwischen den Sitzreihen, ein Zuhörer stützt nachdenklich das Kinn auf die Hand. Danach wieder Daniel Putsche im Interview. Daniel Putsche: Und wenn ich zum Beispiel über die Firma, die ich mitgegründet habe, spreche, dann ist Scheitern ein wichtiger Bestandteil, wie wir am Ende Erfolg generieren können, weil Scheitern ein Bestandteil des Innovationsprozesses ist. Szene: Eine blonde Frau im Publikum applaudiert. Der Blick geht über die vollen, ansteigenden Sitzreihen, auf den Tischen stehen Getränkeflaschen. Danach wieder Daniel Putsche im Interview. Daniel Putsche: Das ist am Ende die Strategie der kleinen Fehler, und das ist für uns entscheidend. Deswegen sind wir Mitveranstalter, Mitorganisator der FuckUp Nights, weil wir diesen Bezug zur Fehlerkultur und zum Thema Scheitern haben. Szene: Eine junge Frau moderiert mit Mikrofon, neben ihr steht Daniel Putsche lächelnd auf der Bühne. Danach wieder Daniel Putsche im Interview. Daniel Putsche: Andere Leute haben wahrscheinlich andere Bezüge, aber uns alle vereint, dass Scheitern nicht etwas Schlechtes ist. Szene: Ein Kameramann filmt, auf seinem Monitor ist die Bühne zu sehen. Ein Zuhörer lächelt, eine Hand macht sich Notizen in einem Spiralblock. Zwei Männer stellen mit Mikrofon Fragen aus dem Publikum. Eine junge Frau mit Brille lacht. Der ganze Saal lacht und applaudiert. Szene: Im Foyer lachen und unterhalten sich die Besucher nach der Veranstaltung. Ein Mann mit Brille und dunklem Sakko steht vor der Treppe des Hörsaals. Eingeblendet wird sein Name: „Prof. Dr. Dennis Lotter, Studiendekan HS Fresenius Idstein“. Prof. Dr. Dennis Lotter: Also, die Leute waren total lässig drauf, es war irrsinnig witzig, mit viel Esprit, und ich glaube, die Leute nehmen sich selbst unglaublich viel mit beim Scheitern. Und insofern kann ich ja nur empfehlen, mal vorbeizuschauen. Szene: Besucherinnen und Besucher unterhalten sich im Foyer und verlassen gut gelaunt die Veranstaltung. Eingeblendete Grafik: Auf schwarzem Hintergrund das Logo „FuckUp Nights“ in großen weißen Buchstaben.