Szene: Eine Drohnenaufnahme zeigt die Kleinstadt Kronach mit ihrer Festung auf einem grünen Hügel. Ein kleiner, weißer Shuttlebus fährt eine Straße zwischen Hecken und Bäumen entlang. Die Sprechertexte werden während des gesamten Videos als deutsche Untertitel eingeblendet. Ein Mann mit Bart, Brille und weißem Hemd steht in einer Halle vor einem weiß-gelbgrünen, selbstfahrenden Shuttlebus. Eingeblendet wird sein Name: „Jörg Schrepfer, Leiter Fahrassistenzforschung Deutschland, Valeo“. Zwischendurch ist er in Schwarz-Weiß in Nahaufnahme zu sehen. Jörg Schrepfer: Wir haben unseren Forschungsstandort zum automatisierten Fahren 2016 hier in Kronach gegründet und seitdem immer versucht, die besten Arbeitsbedingungen um uns herum zu haben. Und wir machen viele Dinge – zum Beispiel konnten wir auch eine Förderung für ein 5G-Campus-Testnetzwerk bekommen, um hier in Kronach V2X-Technologien zu testen. Und zuletzt haben wir hier die Shuttle-Region, die wir auch hier in der Region etablieren konnten. Szene: Ein weiß-roter Shuttlebus fährt durch die Altstadt von Kronach. Eine Drohnenaufnahme zeigt ihn von oben auf einer Straße zwischen Häusern. Der Shuttle fährt eine Landstraße entlang. Jörg Schrepfer: Also hier in Kronach gibt es Shuttles, die im öffentlichen Verkehr fahren, aber es gibt sie auch in anderen Städten wie in Rehau und in Hof. Szene: Der weiß-gelbgrüne Shuttle steht mit geöffneten Türen in der Halle. Nahaufnahme von vielen bunten Kabeln und Computertechnik im Inneren des Fahrzeugs. Jörg Schrepfer: Wir sind hier in unserem Entwicklungsshuttle, und Sie können sehen, da ist viel mehr Infrastruktur drin, so wie viele Computer und Aufzeichnungssysteme. Szene: Jörg Schrepfer steht im Shuttle vor einem Bildschirm, im Hintergrund das Valeo-Logo. Auf dem Bildschirm ist eine farbige Punktwolke zu sehen, die die Umgebung als dreidimensionales Bild in Grün, Gelb und Rot zeigt. Er zeigt mit der Hand auf einzelne Punkte. Jörg Schrepfer: Was wir hier auf diesem Bildschirm sehen, sind zum Beispiel die Ergebnisse eines unserer neuesten und sehr innovativen Sensoren – den Nahfeld-Lidar. Wie Sie sehen, erhalten Sie eine Punktwolke mit einer sehr hohen Auflösung von allem, was hinter uns passiert. Sie können folgende Szene sehen: Fußgänger gehen in der Szene herum. Man sieht alle 3D-Strukturen wie einen Tisch und so weiter sehr genau. Zusätzlich erhält man die exakten Entfernungsangaben und sehr genaue Positionsangaben aller Objekte, ohne zu wissen, was es ist. Ist es ein Fußgänger, ist es eine Tasche, ist es ein Kind, ist es ein Fahrrad zum Beispiel. Szene: Ein Mann geht über einen Zebrastreifen. Eine animierte Grafik aus der Vogelperspektive zeigt ein Fahrzeug, um das herum Linien und Messfelder die erkannten Objekte markieren. Jörg Schrepfer steht vor der Front des weiß-gelbgrünen Shuttles mit der Aufschrift „Navya“ und zeigt nacheinander auf verschiedene Sensoren. Nahaufnahmen zeigen eine kleine Kamera, einen schwarzen Laserscanner an der Front und mehrere kleine runde Ultraschallsensoren in der Karosserie. Jörg Schrepfer: Was wir hier zum Beispiel sehen – sehr klein – ist eine sogenannte Surround-View-Kamera. Eine Kamera mit einem extrem hohen Öffnungswinkel und einem Fischaugen-Objektiv, das über 190 Grad in jede Richtung um das Fahrzeug herum sehen kann. Das ist eine Standard-Kameratechnologie, wie Sie sie zum Beispiel in Ihrem Mobiltelefon haben. Auf der anderen Seite sehen wir hier oben einen Laserscanner – den Scala von Valeo –, einer der ersten Lidar-Sensoren in der automobilen Serienproduktion der Welt. Es ist ein weitreichender Lidar, der über 200 Meter weit auch auf schwach reflektierte Ziele schauen kann. Auf der anderen Seite sind die Sensortypen: diese kleinen Punkte, die Sie hier sehen. Das sind die Ultraschallsensoren, wie Sie sie vom Einparksystem Ihres Autos kennen. Sie basieren auf Ultraschall, also gerade oberhalb des Frequenzspektrums, das Sie hören können. Und hier wird in der gleichen Weise wie bei einem Lidar die Laufzeit des Schalls gemessen, wie das Lidar letztlich die Laufzeit des Lichts misst. Durch die Berechnung dieser Laufzeit kann man also genau bestimmen, wie weit Objekte entfernt sind. Sie sehen hier ein ganzes Bündel von Ultraschallsensoren, die auch übereinander montiert sind. Das gibt uns in der Forschung die Möglichkeit, auch 3D-Informationen aus dem Ultraschall zu gewinnen, die heute in seriösen Anwendungen meist nicht genutzt werden. Szene: Eine Drohnenaufnahme zeigt die Festung Kronach und einen Shuttlebus, der eine Serpentinenstraße zwischen grünen Wiesen hinauffährt. Danach steht ein grauhaariger Mann in dunkler Jacke vor dem weiß-roten Shuttle mit der Nummer 18. Eingeblendet wird sein Name: „Hendrik Montag-Schwappacher, Leiter Innovations-Zentrum Region Kronach e.V.“ Hendrik Montag-Schwappacher: Der Landkreis Kronach und die angrenzenden Landkreise sind ein innovativer Raum, in dem Technologie angewendet wird, die von den Unternehmen und den benachbarten Universitäten entwickelt wurde. So ist dieses Projekt ein Beispiel dafür, wie es funktioniert: die enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaft. Genau das geschieht genau hier. Szene: Der weiß-rote Shuttle fährt über eine Pflasterstraße in der Altstadt. Ein Stadtplan an einer Wand zeigt die Route des Shuttles. Danach wieder Jörg Schrepfer vor dem Shuttle in der Halle. Jörg Schrepfer: Und wir haben auch andere Dinge getan, wie zum Beispiel die ersten AD-Studiengänge hier auf unserem neuen Universitätscampus „Lucas-Cranach“ in Kronach, der gerade im März gestartet ist. Szene: Ein Testgelände in einer hellen Halle mit Modellautos, kleinen Ampeln, Straßenmarkierungen und Topfpflanzen. Ein Mann mit Glatze und schwarzem Poloshirt sitzt davor und spricht in die Kamera. Eingeblendet wird sein Name: „Alexander Müller, Laboringenieur im Studiengang Autonomes Fahren, Hochschule Coburg“. Alexander Müller: Also wir haben eine riesengroße Chance durch unseren Masterstudiengang Autonomes Fahren. Die Möglichkeiten stellen sich so dar, dass die Studierenden zum einen natürlich ein riesengroßes Themenfeld der Zukunft kennenlernen können. Also autonome Systeme wird ein zukunftsfähiges Themenfeld für uns sein, nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Und zum zweiten haben wir einen projektzentrierten und praxisnahen Master, der natürlich dafür sorgt, dass wir ähnlich wie in einem Unternehmen unsere Studierenden ausbilden möchten und wir im besten Falle schon dafür sorgen, dass die Studierenden sofort ins Unternehmen einfinden. Szene: Ein kleines Modellauto fährt über das Testgelände. Ein junger Mann mit kurzen dunklen Haaren und dunkelblauem Pullover sitzt vor dem Testgelände. Eingeblendet wird sein Name: „Johannes Ament, Student, Studiengang Autonomes Fahren, Hochschule Coburg“. Johannes Ament: Also die Vorteile sind vor allem, dass wir hier – weil das Fahrzeug vernetzt ist mit der Infrastruktur, mit den Ampeln, mit den Fahrzeugen, die vorausfahren – sieht das Fahrzeug eher jetzt schon voraus, was eher um die Kurve passiert, und kann entsprechend bremsen oder beschleunigen, wodurch wir dann auch nochmal vor allem Sprit einsparen und den Emissionsausstoß senken können. Szene: Eine Drohnenaufnahme zeigt die Festungsmauern von Kronach, an denen ein Shuttle vorbeifährt. Danach wieder Hendrik Montag-Schwappacher vor dem weiß-roten Shuttle. Hendrik Montag-Schwappacher: In einem ländlichen Gebiet hat man die Möglichkeit, Technologie wie diese zu testen, und zwar in einer Weise, die wahrscheinlich schwieriger ist als anderswo. Außerdem haben wir hier sehr unterschiedliche Straßensituationen wie historische Straßen, die für ein Fahrzeug wie dieses wahrscheinlich schwieriger zu meistern sind. Und wir haben eine große Vielfalt an schmalen und breiten Straßen, also ideale Bedingungen, um eine neue Technologie zu testen. Szene: Nahaufnahmen der Front des weiß-gelbgrünen Shuttles mit dem Schriftzug „Navya“ und eines Sensors am Dach. Danach wieder Jörg Schrepfer vor dem Shuttle. Jörg Schrepfer: Und wir können dies nutzen, um unsere Sensoren in diesen Shuttles zu testen. Wir können sie nutzen, um Algorithmen zu entwickeln und vor allem um Daten zu sammeln, zum Beispiel für Deep-Learning-Ansätze, die wir verwenden. Und natürlich bedeutet der öffentliche Einsatz dieser Shuttles auch, dass wir von den Endnutzern ein Feedback bekommen, was sie von dieser Art von Technologie halten. Szene: Eine Frau steigt an einer Haltestelle in der Altstadt in den Shuttle. Danach steht eine junge Frau mit langen dunklen Haaren, Brille und Lederjacke an der geöffneten Tür des Shuttles. Eingeblendet wird ihr Name: „Anna Kempf, Passagierin eines selbstfahrenden Busses“. Anna Kempf: Meine erste Fahrt mit dem Shuttle heute war erstaunlich. Wir sind durch die Stadt gefahren und hatten so viele neue Perspektiven, es war fantastisch. Szene: Ein Mann mit Brille und Bart lächelt an der Tür des Shuttles. Eingeblendet wird sein Name: „Georg Pelzer, Passagier eines selbstfahrenden Busses“. Georg Pelzer: Meine erste Fahrt war wirklich fantastisch. Es ist wirklich interessant, ein völlig neues Gefühl der Fortbewegung. Ganz anders als ein normales Auto. Es fühlt sich eher an wie ein Roboter, der fährt, und nicht wie ein Mensch. Szene: Eine Frau mit langen, rotblonden Haaren und dunklem Pullover steht in der Tür des Shuttles. Eingeblendet wird ihr Name: „Jaqueline Köchel, Operatorin eines selbstfahrenden Busses, DB Regio, Kronach“. Jaqueline Köchel: Also viele ältere Menschen sind schon mitgefahren. Der Älteste war glaube ich 97, und er war beeindruckt davon und hat gesagt, das wollte er auf jeden Fall nochmal mitmachen und sehen, was die Zukunft so bringt. Szene: Eine Drohnenaufnahme zeigt den Shuttle auf einem Weg an der Festungsmauer. Danach wieder Jörg Schrepfer vor dem Shuttle in der Halle. Jörg Schrepfer: Das autonome Fahren ist schon da. Vielleicht sind L4- und L5-Modelle noch nicht in Serie verfügbar, aber es kommt, und es kommt Schritt für Schritt. Szene: Eine Drohnenaufnahme über Kronach mit der Festung auf dem Hügel. Eingeblendete Grafik: Auf weißem Hintergrund der Text: „Wir bedanken uns für die großartige Unterstützung bei Innovations-Zentrum Region Kronach e.V., Hochschule Coburg Studiengang Autonomes Fahren, DB Regio Bayern, Valeo“. Danach erscheint das Allianz-Logo.