Szene: Axel Robert Müller steht vor einem Sprecherpult in einem Studio. Über die Länge des gesamten Videos gilt: Wenn eine der drei Personen etwas erklärt, wechselt die Aufnahme in eine Nahaufnahme dieser Person, sodass sie klar im Fokus steht. Sobald die Erklärung endet, kehrt die Aufnahme wieder zur Gesamtansicht zurück. Axel Robert Müller: Hallo zusammen, herzlich willkommen, guten Abend live aus München. Schön, dass Sie alle mit dabei sind zum 1. Mal oder auch alle, die heute vielleicht Wiederholungstäter sind. 1, 2, 3. Heute haben wir ein Thema, das Sie alle betrifft, direkt aus Ihrem Leben. 1, 2, 3. Machen Sie sich keine Sorgen, ich bin noch gesund, ganz normal. Bin auch kein Tanzlehrer, der hier irgendwelche Takte einzählt. Nein, in diesen jetzt schätzungsweise 20 Sekunden, in denen ich zu Ihnen gesprochen habe, sind 3 Unfälle passiert. Das ist wirklich eine Zahl, die ist unfassbar. 9 Mio. Unfälle in Deutschland jedes Jahr. Eingeblendeter Text: Ein Textfeld wird über die gesamte Breite des Bildes eingeblendet, mit weißem transparentem Hintergrund: „Axel Robert Müller – Moderator der Allianz Online-Livetalks“. Das Textfeld verschwindet kurz darauf wieder. Axel Robert Müller: Lassen Sie uns das kurz runterbrechen. Das bedeutet 1.000 Unfälle in der Stunde. Das bedeutet 17 in der Minute, hat die Verbraucherzentrale mal statistisch ausgerechnet. Ist also gar nicht so wenig. Darum geht es heute, wie Sie sich absichern können, wenn Sie einen Unfall haben, den wir natürlich keinem wünschen. Wir uns selbst nicht, ich Ihnen sowieso nicht. Aber wenn es passiert, ist es gut, einen Partner an seiner Seite zu haben. Was glauben Sie, wo gibt es die meisten Unfälle? Wahrscheinlich denken Sie auch, na ja, Millionen Autos auf der Straße, im Straßenverkehr. Nee, die sind sogar ganz am Ende die Unfälle auf der Straße. Schlusslicht in der Statistik. Die meisten Unfälle passieren Ihnen in der Freizeit oder wo Sie vermutlich gerade sind, nämlich zu Hause. Wäre ich jetzt so ein windiger Boulevardjournalist, würde ich wahrscheinlich sagen, herzlich willkommen. Sie leben im zweitgefährlichsten Ort, den es gibt, nämlich zu Hause. Ganz so dramatisch machen wir es nicht. Wir wollen aufklären, aber Sie schon auch ein bisschen sensibilisieren, was alles passieren kann. Denn die meisten Unfälle, ob es dann mal beim Staubsaugen ist, oder Sie kennen es, man will nur eine Glühbirne auswechseln, fällt von der Leiter. Das kann ein leichter Unfall sein, kann aber auch ein schwerer sein. Und der kann dann teure Folgen haben. Stellen Sie sich nur vor, Sie brauchen dann irgendwann einen Treppenlift oder müssen eine Wohnung, ein Haus behindertengerecht umbauen. Das ist teuer. Und eine Unfallversicherung bietet Ihnen genau dafür Schutz. Denn Sie alle wissen, man kann fast alles ersetzen in diesem Leben, aber eben nicht die eigene Gesundheit und nicht den eigenen Körper. Die Allianz ist für Sie da. Wenn Sie einen Unfall haben, vom Beginn des Unfalls während Ihrer hoffentlichen Genesung, sollten Sie nicht komplett gesund werden. Auch dann gibt es natürlich die Betreuung durch die Allianz, damit Sie sorgenfrei weiterleben können. Und wir klären heute viele Fragen. Zum Beispiel, falls Sie jetzt sagen, ich bin jetzt kein Draufgänger, ich packe mich ab und zu in Watte. Ich brauche doch keine private Unfallversicherung. Es gibt doch die gesetzliche. Was ist da eigentlich der Unterschied? Wofür braucht man die überhaupt? Und welche Leistungen übernimmt die gesetzliche, die private? Welche übernimmt sie nicht? Das ist ein weites Feld. Sie werden heute nach dieser Stunde viel schlauer aus dem Livestream rausgehen, als Sie reingekommen sind. Und was ich bis heute auch nicht wusste, meine Damen und Herren, man kann sogar die Unfallversicherung nutzen, um Kapital aufzubauen. Diese zwei, drei Minuten waren jetzt mal wichtig, um Ihnen dieses große Feld, unseren Fahrplan vorzustellen. Sie können natürlich auch Fragen stellen, wie das funktioniert, sage ich Ihnen gleich. Aber ich freue mich, dass die Expertinnen und Experten der Allianz bei uns sind. Szene: Die Aufnahme wechselt. Zu sehen sind zwei weitere Personen: rechts steht Axel Robert Müller. Neben ihm in der Mitte steht Frau Antje Boigk, eine Unfallberaterin der Allianz. Neben Frau Antje Boigk steht Herr Dr. Dirk Steingröver, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherungs-AG. Beide stehen ebenfalls an einem Sprecherpult wie Axel Robert Müller. Der Hintergrund ist blau mit einem weißen Allianz-Logo. Axel Robert Müller: Einmal hier zu meiner rechten Hand Antje Boigk, sie ist Unfallberaterin. Hallo, Frau Boigk. Und der Vorstand der Allianz Versicherungs-AG, Dirk Steingröver, auch mit dabei. Hallo, grüße Sie. Herzlichen Glückwunsch und schönen Tag. Die erste Frage mal vorneweg, Frau Boigk. Sie sind ja auch, Herr Steingröver, auch alles Menschen. Sie wohnen auch zu Hause im zweitgefährlichsten Ort. Ist Ihnen schon mal was passiert in der Freizeit? Antje Boigk: Ja, wie vermutlich den meisten unserer Zuhörerinnen und Zuhörer heute schon des Öfteren. Aber tatsächlich, und Gott sei Dank, nur einmal schwerer verletzt, tatsächlich mit einem Knochenbruch aus der Sache rausgegangen. Ich war damals 18 und auf einer Jugendfreizeit. Und der Klassiker, auf die ausgestreckte linke Hand gefallen. Eingeblendeter Text: Ein Text wird eingeblendet, wie zuvor, mit der Aufschrift: „Antje Boigk Leitende Unfallberaterin bei Allianz Partners“. Antje Boigk: Jeder vierte Knochenbruch ist tatsächlich dann die handgelenksnahe Speiche, die durchbricht. Das ist auch mir passiert. Ich komme aus dem ländlichen Raum, hatte gerade meinen Führerschein gemacht, mein erstes eigenes Auto. Und für mich war damals die größte Herausforderung, wie kann ich mobil bleiben? Wie komme ich zum Arzt? Wie komme ich zu den Therapieterminen? Wie kann ich eben auch weiter am sozialen Leben teilnehmen? War eine große Herausforderung, das dann zu organisieren. Und ich hätte mich gefreut, wenn meine Unfallversicherung damals schon Assistenzleistungen beinhaltet hätte, die das dann übernommen hätten. Axel Robert Müller: Da kommen wir gleich dazu, was da alles drinstecken könnte. Herr Steingröver, bei Ihnen? Dr. Dirk Steingröver: Ja, Sport, Fußball. Das waren ja Bänderverletzungen oder Kapselverletzungen. Beim Fahrradfahren, Knochenbruch, Schlüsselbein. Zu Hause noch glimpflich, wenn es auch beim Heimwerken ein paar Mal eher knapp war. Aber insofern ist mir die Relevanz auch zu Hause und ich kann sehr gut nachvollziehen, was Sie gesagt haben, sehr bewusst. Axel Robert Müller: Deswegen mache ich sowas nicht mit dem Heimwerken. Lieber nicht. Sie können teilnehmen heute. Sie können Ihre Fragen stellen. Sie sehen vielleicht auch direkt neben unserem Livestream-Fenster natürlich Slido. Das ist unser Tool, wie das neudeutsch heißt. Einfach Ihre Frage eintippen, die Ihnen jetzt schon quasi in den Sinn kommt. Oder dann auch so nach dieser ersten halben Dreiviertelstunde. Ich werde natürlich viele Fragen, die Sie sich ohnehin stellen, schon mal stellvertretend abarbeiten. Alles anonym übrigens, was von Ihnen zu uns geschickt wird. Also machen Sie Gebrauch davon. Das ist Ihr Allianz Live Talk. Herr Steingröver, es ist ja schon so, als Versicherer und in Deutschland sowieso, wir sind das Land der Definitionen. Sie müssen ja erst mal wissen, Moment mal, wann ist ein Unfall? Wann sind wir zuständig, wann nicht? Deswegen komme ich jetzt mit einem banalen Beispiel. Wenn ich mir beim Grillen, und ich liebe Grillen, dieses Fleisch, wenn es so halb durch ist, so auf dem Weg zu well done. Wenn ich mir da die Hand irgendwie verbrenne, ist das jetzt ein Unfall? Dr. Dirk Steingröver: Das hängt davon ab, ob es zu der Definition, was Sie versichert haben, passt. Und das würde ich ganz gerne vielleicht einfach mal auch für unsere Zuschauer kurz auseinandernehmen, weil die haben vollkommen recht. Eingeblendeter Text: Ein weiteres Textfeld erscheint, identisch zu den vorherigen, mit der Aufschrift: „Dr. Dirk Steingröver Vorstand Privatkunde bei der Allianz Versicherungs-AG“. Dr. Dirk Steingröver: Wir haben natürlich als Versicherung, jetzt bin ich selbst kein Jurist, aber trotzdem vernünftige juristische Definitionen, was das denn ist. Ein Unfall liegt vor, wenn ein Mensch durch ein plötzlich auf seinen Körper von außen einwirkendes Ereignis eine unfreiwillige Gesundheitsschädigung erleidet. Da sind jetzt verschiedene wesentliche Punkte drin. Es muss in irgendeiner Art und Weise plötzlich sein. Das ist dieses ganze Thema Unfall. Also nicht irgendwie etwas Allmähliches, etwas Verschleißendes, etwas, was irgendwie auch durch Dauerbeanspruchungen hervorgerufen wird, sondern tatsächlich plötzlich durch einen Unfall. Von außen aus den Körper heißt, man hat in irgendeiner Art und Weise einen Zusammenstoß, ein Anprall, irgendwas fällt auf einen drauf, da wirkt was Mechanisches und dadurch kommt es dann halt eben zu einer Situation, die dann zu einer Gesundheitsschädigung führt. Und die sollte halt eben unfreiwillig und nicht freiwillig herbeigeführt sein. Aber ich glaube, das ist auch jedem nachvollziehbar, dass wenn ich mir jetzt absichtlich einen Schaden zufüge, dass der dann nicht unter den Unfallbegriff fällt. Aber so wird da halt ein Schuh draus. Und dann haben wir eine Definition. Was ist denn ein Unfall? Liegt diese vor, dann ist es versichert und jetzt mal am Grillen vorbeigeführt. Die Sache ist klar und das nicht nur bezogen auf das Grillgut. Es ist ein Unfall. Axel Robert Müller: Okay, da bin ich beruhigt. Und ich bin ja wirklich auch einer von Ihnen zu Hause. Ich habe noch keine private Unfallversicherung, weil ich auch immer im Kopf habe, wieso, ich habe doch eine gesetzliche. Man weiß ja, auf dem Weg zur Arbeit ist man doch irgendwie dann versichert oder über einen Arbeitnehmer. Man kümmert sich ja nicht drum. Deswegen können Sie uns mal so ein bisschen plakativ sagen, was ist der Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung? Dr. Dirk Steingröver: Ja, also bei der gesetzlichen Unfallversicherung ist man bei der Arbeit versichert. Und zwar nur da. Plus, wenn man auf dem Weg dahin oder von der Arbeit ist. Das ist jetzt schon auch durchaus großzügiger ausgelegt. Sprich, wenn man jetzt auf dem Weg zur Arbeit Kinder in die Kita oder in die Schule bringt, dann zählt das auch als sogenannter Wegeunfall. Aber im Kern geht es um die Zeit bei der Arbeit und um die Wege. Und wenn man sich das jetzt vor Augen führt, was da dann alles eben nicht runterfällt, dann komme ich zurück auf das, was Sie eben gesagt haben. Der größte Teil der Unfälle passiert ja nicht bei der Arbeit, sondern der passiert halt, wenn ich woanders bin, wenn ich Sport mache, wenn ich zu Hause bin, wenn ich ansonsten aktiv bin. Und daneben ist es halt auch so, wir haben bei der gesetzlichen Unfallversicherung halt nur den Personenkreis der Versicherten, die halt wirklich als Arbeitnehmer beschäftigt sind. Und da fallen halt viele gar nicht drunter. Hausmänner, Hausfrauen, Rentner, Freiberufler, Unternehmer, die sind nicht automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Und so ist es dann halt auch so in der Familie, wenn der Mann alleine arbeitet oder die Frau alleine arbeitet, ist der jeweilige Partner nicht unfallversichert. Axel Robert Müller: Also ich habe jetzt gerade schon die ersten Aha-Momente. Also ich war ja früher fulltime beim Radio bei Bayern 3, da war ich ja dann offenbar auch in der gesetzlichen Unfallversicherung. Jetzt bin ich Freiberufler, mach Bayern 3 noch zum Spaß. Und Sie haben mich ja heute hier auch als Freiberufler angeschickt. Das heißt, ich war jetzt auf dem Weg hier gar nicht unfallversichert. Dr. Dirk Steingröver: Wenn Sie keine private Unfallversicherung haben, nein. Axel Robert Müller: Okay. Dr. Dirk Steingröver: So durchdenke ich das jetzt gerade mal. Frau Boigk, lassen Sie mal Ihre Arbeit noch kurz anschauen, weil eine Unfallberaterin, ein Unfallberater, also Möbelverkaufsberater, das weiß man, Finanzberater, kennt auch jeder, die kommen ja vor einem Ereignis dazu. Bei Ihnen ist das irgendwie anders, ne? Antje Boigk: Genau. Wir kommen tatsächlich erst dann ins Spiel, wenn es passiert ist. Also wenn ein Unfall stattgefunden hat und jemand unsere Hilfe braucht. Das Unfallberaterteam besteht aus zum einen natürlich den Unfallberatern selbst, die alle ausgebildete medizinische Fachkräfte sind, was auch erforderlich ist, wie wir im Verlauf erfahren werden, weil wir sonst an den entsprechenden Stellen gar nicht qualifiziert und kompetent beraten könnten. Aber es sind auch viele Kolleginnen und Kollegen, die ja quasi hinter den Kulissen helfen, die zum Beispiel nach geeigneten Dienstleistern suchen. Wir leben in einer Zeit, wo man wirklich vom absoluten Pflegenotstand sprechen kann. Es ist also auch für uns absolut nicht mehr leicht, einen geeigneten Pflegedienst zu finden, der überhaupt Kapazitäten hat, noch zusätzliche Patienten aufzunehmen. Das sind manchmal 20, 30 bis zu 40 Kontakte, die wir haben, um dann tatsächlich auch sagen zu können, ja, wir können unseren Versicherten hier adäquat versorgen. Oder andere Kolleginnen und Kollegen, die den Posteingang bearbeiten, die die Briefe unserer Kunden – wir bekommen immer noch Briefe – die Briefe unserer Kunden entgegennehmen und dann entsprechend die Maßnahmen in die Wege leiten. Also es ist ein großes und ein starkes Team, was sich hinter dem Begriff Unfallberater verbirgt. Axel Robert Müller: Sie sehen es ja auch eingeblendet, Sie haben da ja wirklich eine ganze Liste an Dienstleistungen. Szene: Die Grafik nimmt die gesamte Größe der Aufnahme ein; unten rechts wird die normale Aufnahme weiterhin verkleinert angezeigt. Die Grafik verschwindet nach kurzer Zeit wieder. Eingeblendete Grafik: Die Grafik zeigt eine Informationsdarstellung der Allianz über den „persönlichen Unfallberater“. Links stehen Listen mit Leistungen, auf dunkelblauem Hintergrund, jeweils mit Häkchen markiert. Rechts befindet sich ein kreisförmiges Diagramm mit dem Foto eines Unfallberaters in der Mitte sowie mehreren beschrifteten Segmenten. Unten rechts steht ein Hinweis zur weltweiten Unterstützung. Eingeblendeter Text: "Ihr persönlicher Unfallberater Leistungen, die in allen Tarifen enthalten sind: Organisiert Notfallhilfe (z. B. Rücktransport aus dem Ausland), Hilft bei Schadenmeldung und –abwicklung, Unterstützt bei Fragen rund um Umbau, Umschulung u. Ä., Berät bei Auswahl von Hilfsmitteln (bis 10.000 EUR), Leistungen, die innerhalb der Tarife angepasst werden können: Organisiert Termine beim Spezialisten und ärztliche Zweitmeinungen, Erstellt individuellen Behandlungs- und Therapieplan, zieht medizinische Experten hinzu, erklärt Diagnosen und Therapien, Organisiert zusätzliche Behandlungen/Therapien (z. B. Osteopathie, Physiotherapie) und klärt die Kostenübernahme, Organisiert persönliche Unterstützung (z. B. Grundpflege, Fahrten zur Behandlung), Organisiert haushaltsbezogene Unterstützung (z. B. Menüsservice, Haushaltsreinigung), Direkt nach dem Unfall, Falls doch etwas bleibt, Genesung, Ihr persönlicher Unfallberater Der persönliche Unfallberater unterstützt weltweit, rund um die Uhr. Allianz" Axel Robert Müller: Sie sind im Prinzip Dienstleister für Menschen, die einen Unfall hatten. Das kann man, glaube ich, so ganz gut zusammenfassen. Mit welchen Unfällen werden Sie denn konfrontiert? Antje Boigk: Das sind unterschiedliche Unfälle, die wir zum Teil jetzt hier auch schon angesprochen haben. Tatsächlich, die meisten Unfälle, wie Sie es schon gesagt haben, passieren im Haushalt beziehungsweise in der Freizeit. Das kann eben derjenige sein, der die Gardinen abnehmen und waschen möchte und dabei von der Leiter abrutscht und stürzt oder beim Glühbirne reindrehen. Das Bad ist nass nach dem Duschen, man rutscht aus. Es passieren etwa 250.000 Dusch- beziehungsweise Badeunfälle im Jahr und die sind nicht ohne. Oftmals kommt es hier zu sehr, sehr schweren Verletzungen, insbesondere Kopfverletzungen, Beckenverletzungen oder eben auch Wirbelsäulenverletzungen durch den Aufprall, den derjenige dann erleidet. Aber auch Sportunfälle, also Fußball, ich kann nur warnen, ist ein sehr, sehr gefährlicher Sport. Aber auch beim Handball oder Volleyball oder nur beim Radfahren in der Freizeit. Also auch da oder beim Joggen ist schnell ein Unfall passiert. Axel Robert Müller: Gibt es dieses berühmte Ausrutschen auf der Bananenschale eigentlich als konkreten Unfall noch? Antje Boigk: Tatsächlich in den 15 Jahren, die ich dabei bin, habe ich den Klassiker nicht erleben dürfen. Axel Robert Müller: Aber dafür viele Duschunfälle, das kann ich mir vorstellen. Da ist es einfach glitschig, Herr Steingröver, bevor wir uns mal auch wirklich ein ganz konkretes Beispiel rausnehmen, anhand dessen Sie auch erklären können, Frau Boigk, was Sie da als Unfallberaterin genau machen. Können wir nochmal kurz allgemeiner besprechen, Herr Steingröver, was deckt denn die private Unfallversicherung an Leistungen überhaupt ab? Dr. Dirk Steingröver: Das Ziel der privaten Unfallversicherung ist es zu ermöglichen, dass man mit den finanziellen Folgen eines Unfalls klarkommt und da entsprechend Lösungsoptionen anbietet. Das hängt jetzt davon ab, was man vereinbart hat. Im Kern der Unfallversicherung steht die Invaliditätsleistung. Die Invaliditätsleistung ist eine Geldentschädigung, die Sie dafür bekommen, wenn Sie nach einem Unfall Beeinträchtigung zurückbehalten, dass Sie dann in der Lage sind, mit diesem Geld, über das Sie frei verfügen können, auch die finanziellen Folgen der Unfallbeeinträchtigung in Ihrem Umfeld, in Ihrem privaten Leben auffangen zu können. Häufig ist es ja so, gerade bei schweren Verletzungen muss man Wohnungen umbauen, im Gebäude verschiedene Veränderungen vornehmen. Das ist dann etwas, wo die Versicherung als Invaliditätsleistung eintreten kann. Diese Invaliditätsleistung richtet sich nach dem Grad der Verletzung. Da gibt es vereinbarte Staffeln und je nachdem, wie schwer die Verletzung ist, bekommt man dann entsprechend einen größeren Anteil der Versicherungssumme. Um das mal ein bisschen plastischer zu machen, das fängt so an bei 10% der Versicherungssumme, wenn wir über einen normalen Finger reden. Der Daumen haben wir dann schon 20%. Verliert man das Gehör an einem Ohr, hätte man eine 30-prozentige Schädigung und wenn man jetzt beispielsweise auf einem Auge blind wird, dann ist schon ein Invaliditätsgrad von 50% gegeben. Und bei 50%, das ist dann schon eine sehr weitreichende Beeinträchtigung, da bieten wir mit dem Unfall-TopSchutz auch die Möglichkeit, dass dann die Invaliditätsleistung ab diesen 50% voll ausgezahlt wird. Und man dementsprechend auch in der Lage ist, gut mit den Resultaten umzugehen. Die Invaliditätsleistung kann man einerseits als Kapitalleistung ausbezahlen, andererseits als Rente. Je nachdem, wie die vertragliche Gestaltung da ist. Daneben bieten wir auch viele Serviceleistungen an. Der wichtigste, das haben wir gerade schon gesehen, das ist die Unfallberatung. Da geht es darum, dass wir als Allianz an der Seite unserer Kunden stehen, um sicherzustellen, dass die Wiederherstellung wirklich optimal funktioniert und man bestmöglich aus dem Unfallgeschehen wieder herauskommt. Aber es gibt viele andere Serviceleistungen, wo wir sicherlich im Rahmen des Gesprächs noch darauf eingehen. Axel Robert Müller: Aber dann nehmen wir doch genau mal jetzt einfach so ein Beispiel. Viele lieben Österreich, ich auch. Man kann schön biken. Dank diesen E-Motoren ist ja auch toll. Man muss ja nicht mehr unbedingt sich abstrampeln, um irgendwie den Berg raufzukommen. Aber hier sehen wir das Beispiel, ich stürze, schlag mir nicht nur den Zahn aus, sondern kugel mir die Schulter aus, brech mir im Zweifel noch die Hüfte. Also es passiert irgendwie alles, was nicht schön ist. Ich komme ins Krankenhaus. Dann kann ich ja im Zweifel gar nicht bei der Allianz anrufen und bei Ihnen. Also wie geht das denn dann konkret? Antje Boigk: Gut wäre, wenn Sie jemanden erreichen können. Wir können natürlich, oder wir müssen nicht vom Versicherten selbst informiert werden über den Unfall. Das kann natürlich auch ein Angehöriger übernehmen. Und es kommt gar nicht so selten vor, dass uns auch das Krankenhaus selbst verständigt. Dass also eine Schwester oder ein Pfleger oder jemand aus der Administration uns anruft, weil sie erfahren, da hat jemand eine Versicherung bei der Allianz. Wir sind rund um die Uhr erreichbar. Das heißt, es ist auch kein Problem, Kontakt zu uns aufzunehmen. Das Erste, was wir in so einem Schadenfall machen, ist zu schauen, sind Sie denn dort tatsächlich bei dem Richtigen in Behandlung? Kann das Krankenhaus diese schwerwiegenden Unfallverletzungen jetzt betreuen und behandeln? In Österreich ist es relativ unwahrscheinlich, dass Sie in einem Krankenhaus sind, was eine solche Fraktur an der Hüfte oder in der Schulter dann nicht versorgen kann. Aber es gibt andere Länder, wo die medizinische Versorgung nicht so gut ist. Dann ist unsere erste Aufgabe, Sie nach Möglichkeit nach Deutschland zurückzubringen, um Sie dort operativ oder konservativ auf jeden Fall medizinisch versorgen zu lassen. Wir sind mit Ihnen in Kontakt. Wir sind aber auch mit den Angehörigen in Kontakt, um zu gewährleisten, dass das dann alles auch problemlos vonstatten geht. Und wir bleiben auch in Kontakt über diesen Krankenhausaufenthalt hinaus, denn wir schauen dann genau, und jetzt sind wir bei den einzelnen Assistenzleistungen, die jetzt schon des Öfteren angesprochen wurden, was genau braucht denn der Kunde und wo genau können wir helfen? Sind es medizinische Aspekte? Also braucht er Beratung zu unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten? Muss er im Verlauf vielleicht mal an einen Spezialisten überwiesen werden? Viele wissen zum Beispiel gar nicht, dass es unterschiedliche Spezialisierungen im Chirurgiebereich gibt, dass es Fußchirurgen gibt oder Handchirurgen. Dadurch, dass wir so engmaschig mit den Kunden in Kontakt sind, können wir das aber sehr, sehr gut steuern und sehen auch, wenn ein Verlauf jetzt wirklich sehr verzögert ist, hier sollten wir eingreifen und hier sollten wir den Kunden dann mal an eine andere Adresse oder an eine zusätzliche Adresse schicken. Zusätzliche Therapiemaßnahmen. Es gibt eine Vielzahl von Therapiemaßnahmen, die regulär von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Stoßwelle ist so ein Beispiel oder Krankengymnastik am Gerät. Oftmals aber erforderlich und der Heilung dienlich. Denn das ist, so wie der Name des Bausteines schon sagt, wieder fit. Das ist ja unser oberstes Ziel. Wir möchten, dass der Versicherte ohne einen bleibenden Schaden aus dieser ganzen Geschichte rausgeht oder wir wollen zumindest dafür sorgen, dass der Schaden nur minimal ist. Unterstützung zu Hause kann erforderlich werden. Es kann sein, dass es eine Haushaltshilfe bedarf, die sich um die Wäsche kümmert, um die Wohnung, die die Einkäufe erledigt. Es kann sein, dass ein warmes Mittagessen für die Familie gebraucht wird. Mittagessen bekommt natürlich nicht nur der Versicherte selbst, sondern alle, die im Haushalt leben. Wir hatten letztens einen Schadenfall mit einem Sieben-Personen-Haushalt, wo unsere Versicherte sich auch um ihre Großeltern gekümmert hat, die da mit im Haushalt mitgelebt haben. Also so eine Art Mehrgenerationenhaus. Das heißt, wir kümmern uns nicht nur um den Versicherten selber, sondern auch um die Angehörigen. Insbesondere dann, wenn es sich um pflegebedürftige Angehörige handelt. Axel Robert Müller: Also das habe ich tatsächlich so noch nicht gehört. Das heißt, nur um es zu kapieren, weil man unterstellt ja Versicherern, und ich bin da jetzt eher, sind Sie mir nicht böse, Anwalt unseres Zuschauers, als hier Teil des Vorstands. Man unterstellt ja, ihr wollt ja nur das leisten, was da irgendwie über den Beitrag abgedeckt ist. Aber so banal beim Mittagessen. Also wenn ich jetzt versichert bin, ich habe den Unfall und bin in einem Sieben-, Acht-Personen-Haushalt, dann ist das in meinem Beitrag mit drin, dass die anderen aber auch was zu essen kriegen. Antje Boigk: Richtig. Es muss niemand hungern in der Zeit. Axel Robert Müller: Das finde ich ja echt anständig. Antje Boigk: Und wir gehen noch einen Schritt weiter. Wir kümmern uns nicht nur um das Mittagessen, wir kümmern uns auch um ihre beiden Kinder. Sollte eine Kinderbetreuung erforderlich sein, wird die von uns organisiert. Ich habe vorhin den Pflegenotstand angesprochen. Ähnlich schwierig ist es, tatsächlich auch eine Kinderbetreuung zu finden. Wir haben eine Kundin in der Pandemiefase begleitet, die sehr schwer verunfallt ist, über Monate im Krankenhaus nach einem Verkehrsunfall lag und sind in Schleswig-Holstein nicht fündig geworden. Wir sind dabei sogar so weit gegangen und haben zum Schluss Kontakt mit dem Familienministerium von Schleswig-Holstein aufgenommen, nur um eine Betreuung für die zwei Kinder, oder drei Kinder waren es glaube ich sogar, der Versicherten zu finden und haben es auch geschafft. Axel Robert Müller: Also, Herr Steingröver, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, diese Leidenschaft, die bei der Frau Boigk darüber kommt, ist doch Wahnsinn, oder? Dr. Dirk Steingröver: Das wissen wir auch zu schätzen und am Ende ist es ja so, wir als Allianz sind jetzt nicht so unterwegs, dass wir nach dem Kleingedruckten regulieren, sondern wir wollen allein schon unsere Produkte so aufstellen, dass sie überraschungsfrei sind, dass der Kunde sicher sein kann, wenn er bei uns ein Produkt abschließt, dass die Sachen, wo er mit gesundem Menschenverstand davon ausgehen kann, dass die versichert sind, dass er die auch erstattet bekommt. Axel Robert Müller: Ich will ja in diesem Fall, dass ich betroffen bin, will ich ja nicht rumstreiten müssen, das ist ja genau der Punkt. So nach dem Motto, du bekommst was zu essen, aber die anderen sechs haben keinen Beitrag bezahlt, das wäre ja hochgradig anstrengend in so einem Fall. Bleiben wir gleich bei Ihnen, Herr Steingröver, Sie haben es vorhin schon gesagt, dieses Wort Invalidität, da würde ich gerne noch mal nachbohren, weil ein Klischee, mit dem auch ich aufgewachsen bin, ist, Unfallversicherung ist gleich, da muss es mir aber richtig dreckig gehen, dass die überhaupt leisten. Also dieses Vorurteil Invalidität ist Bedingung, ist ja offenbar Quatsch. Dr. Dirk Steingröver: Nee, also genau, Sie haben ja gerade gehört, was die Frau Boigk gesagt hat, viele der Dienstleistungen, die wir anbieten, die haben nicht direkten Bezug zur Invalidität, sondern wollen idealerweise dazu beitragen, dass halt diese Invaliditätserscheinung gar nicht erst auftritt, sondern die Heilung optimal dann abläuft. Und da gibt es auch ganz konkret Leistungselemente. Wir haben beispielsweise mit der Akutleistung eine Geldleistung, die man auch bekommt, wenn man einfache Kapselsehnen und sonst was Verletzungen hat, die gar nicht zu einer dauerhaften Invaliditätsleistung führen. Und man kann natürlich insgesamt das Produkt auch so auf die eigenen Bedürfnisse abstellen, dass jetzt nicht unbedingt die Invaliditätsleistung das Einzige ist, was es gibt. Hervorzuheben, und das ist auch meiner Ansicht nach unser wichtigster Punkt, ist der Unfallberater in der Tat, weil, Sie haben ja gesehen, wie die Frau Boigk es geschildert hat, sie dient dann als Lotse durch unsere Serviceleistungen und steht dem Kunden zur Seite, der sich in einer Notsituation befindet. Und das ist halt das, worum es uns geht, dass wir dann eben da sind. Axel Robert Müller: Und die Zeit hätte ich ja gar nicht, bis zum Familienministerium, mich durchzutelefonieren. Also das ist gut, dass Sie einem das abnehmen. Wir haben jetzt schon größere, extremere Beispiele besprochen, aber empfehlen Sie eine Unfall Absicherung, sage ich mal, auch bei leichteren Sportverletzungen? Weil da habe ich ja auch im Kopf, naja, das wird doch dann irgendwie mit der Krankenkasse schon reichen. Dr. Dirk Steingröver: Also erstens ist es ja sehr schwer, sicherzustellen, dass der Unfall wirklich leicht bleibt. Also nehmen wir das Beispiel, ich falle in der Dusche um oder wenn ich jetzt mit dem Fahrrad stürze oder beim Sport irgendwas habe, dann kann ich ja nicht sicherstellen, dass ich nur eine leichte Verletzung habe, die nur vorübergehender Natur ist. Deshalb rate ich grundsätzlich jedem, der, also eigentlich Zielgruppe ist sehr breit, jedem zu einer Unfallversicherung. Und auch wenn man tatsächlich von der Verletzung her nicht so ausgeprägt, glücklicherweise dann glimpflich davongekommen ist, dann stehen wir durch den Unfallberater zur Seite, aber eben auch durch so etwas wie die Akutleistung. Man kann daneben, aber auch in dem Produkt viele zusätzliche Services einschließen, die dann sinnvoll sein können im Schadenfall, so wie zum Beispiel ein Unfallkrankenhaus-Tagegeld, sodass man dann auch tatsächlich sich selbst und seine Präferenzen, das, was man braucht, in dem Produkt verwirklichen kann. Axel Robert Müller: Wobei da klingelt es bei mir jetzt auch schon wieder, würde ich auch wieder denken, naja, ich habe doch durch meine Krankenversicherung, wenn es eine private Karte ist oder auch eine Unfall-Tagegeld- Versicherung vielleicht abgeschlossen, beißt sich das dann? Also sagt dann die Unfallversicherung, du kriegst ja schon was von der Krankenversicherung, nee, da reicht ja einmal. Dr. Dirk Steingröver: Das eben nicht. Also wir zahlen immer, wenn sozusagen der Schadenfall ausgelöst ist. Und wenn man beides hat, bekommt man auch beides, sowohl von der Krankenversicherung als auch von der Unfallversicherung. Ich würde allerdings ehrlicherweise den Kunden dann raten, in der Tat zu überprüfen, ob sie beides brauchen. Weil wenn ich jetzt in der Krankenversicherung schon Krankenhaus-Tagegeld habe, ob ich dann nochmal doppelt ein Unfall-Tagegeld abschließen soll, ist eine Frage, die ich nicht unbedingt immer mit Ja beantworten würde. Von daher ist das was, sollte man sich angucken, auch beraten lassen am Ende. Axel Robert Müller: Das finde ich aber auch gut, dass Sie auch sagen, nee, das wollen wir gar nicht den Kunden reinquatschen, wenn er es da ja schon hat. Also nur das versichern, was sinnvoll ist. Schön, das von Versicherer-Seite auch so zu hören. Jetzt würde ich gerne, nachdem wir jetzt die Krankenversicherung angesprochen haben, die Unfallversicherung auch nochmal aufdröseln. Wie grenzt man das denn ab zur Berufsunfähigkeitsversicherung? Sie haben da schon ein paar Sachen gesagt, wo ich denke, ja, aber das ist doch in meiner BU drin. Also kann ich mir dann die Berufsunfähigkeitsversicherung sparen, wenn ich die private Unfallversicherung nach dem heutigen Live-Talk vielleicht in Betracht ziehe? Dr. Dirk Steingröver: Könnte man meinen. Allerdings ist das, was diese Versicherungen leisten, sehr unterschiedlich, auch von dem, was sie leisten wollen und sollen. Wenn ich jetzt eine private Unfallversicherung abschließe, dann ist die dazu da, die Folgen eines Unfalls abzumildern und mir dann einen Geldbetrag, eine Invaliditätsleistung oder weitere Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, über die ich frei verfügen kann. Völlig unabhängig, was über den Unfall selber hinaus der Auslöser ist und was die Umstände sind. Das ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung völlig anders. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es darum, dass mein Arbeitseinkommen gesichert ist. Ist das nicht mehr der Fall, weil ich beispielsweise längere Zeit nicht arbeiten kann, beispielsweise ein halbes Jahr, dann bin ich in der Lage, wenn alle Voraussetzungen vorhanden sind, eine Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten, die dann auch gar nicht unbedingt ein Unfall, kann auch eine Krankheit sein, als Grundlage hat. Insofern ist der Wesen der beiden Themen unterschiedlich und die ergänzen sich eher. Da ist spezifisch der Bedarf zu hinterfragen. Beide Versicherungen sind wichtig. Ob man sie, wie man sie braucht, da kann ich jedem nur raten, lasst es sich durch Experten beraten. Die konfliktieren nicht miteinander, die ergänzen sich. Axel Robert Müller: Okay. Also eine Ergänzung, kein Konflikt. Frau Boigk, da brauche ich Sie als, ich sage mal, Weltmeisterin der plakativen Beispiele. Können Sie uns diese Abgrenzung vielleicht auch nochmal deutlich machen? Antje Boigk: Ja, natürlich. Bleiben wir vielleicht bei dem Beispiel, was Sie vorhin gebracht haben. Ich bin in Österreich bei Mountainbiken unterwegs. Es passiert, es kommt zu einem Sturz. Ich muss mich in stationäre Behandlung begeben, habe auch einen längeren Heilungsverlauf. Ihnen als Freiberufler würde das Einkommen fehlen. Wir als Unfallversicherungen könnten Sie unterstützen aus dem Rundum-Service mit diesen Leistungen, die wir vorhin angesprochen haben, aus dem Wieder-Fit-Baustein. Sie würden von uns aber keinen Verdienstausfall erstattet bekommen. Das heißt, hier würde tatsächlich nur die Berufsunfähigkeit unterstützen und diesen finanziellen Verlust vollständig ausgleichen. Axel Robert Müller: Okay. Ich glaube, jetzt ist der Groschen gefallen. Bei jedem, der ja erstmal nichts damit zu tun hat, sich vielleicht vor dem heutigen Tag auch gar nicht die Gedanken gemacht hat. Also das eine leistet beim anderen eben nicht. Also da einfach mal genau gucken, wie man im Leben aufgestellt ist. Ist es denn, Herr Steingröver, so, von der Versicherung her, ich zahle meinen Beitrag, Unfallversicherung ist ja jetzt keine Rentenpolizei, da weiß ich, da gibt es vielleicht irgendwann was zurück. Ist die Kohle weg bei der privaten Unfallversicherung? Dr. Dirk Steingröver: Grundsätzlich, je nachdem wie man es macht, erstmal ja. Wir haben aber auch die Unfallversicherung mit der Sparoption. Und die hieß früher etwas sperrig, Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Und da kommt auch der Charakter her. Man kann mit der Unfallversicherung sparen. Und da haben wir ein neues Produkt designt, das nennt sich Kapitalunfallschutz. Da mache ich eine Einzahlung und das kann ich auch machen für Kinder, aber auch für Erwachsene und auch im Rentenalter noch, weil ja auch Unfälle da sehr relevant sein können. Bei den Kindern ist es vielleicht auch so, wenn ich was für die Ausbildung von denen zurücklegen will, dann kombiniere ich den Schutz gegen die Unfallversicherung, den ich ganz individuell konfigurieren kann, halt eben mit dem Sparen, der dann nach Ablauf der Versicherung als Kapital zurückgezahlt wird. Und da gibt es sowohl attraktive Renditen als auch Garantien auf den Kapitalanteil, sodass man da in aller Regel halt eben den großen Teil, teilweise sogar deutlich mehr, als man eingezahlt hat, zurückbekommen kann. Axel Robert Müller: Also das ist ganz interessant, wer in meiner Situation ist mit Teenie-Kindern, wenn die Ausbildung dann nach der Schule vonstatten geht, das gibt einem ja schon ein gutes Gefühl. Ich bin abgesichert, die Kinder dann auch, und so habe ich dann auch gleich schon eine gewisse Summe für die Kids in der Ausbildung. Heißt das, Frau Boigk, dass generell die Kinder dann auch gegen Unfälle versichert sind? Mit dem Kapitalunfallschutz, das finde ich ja schön, die Abkürzung KUS, K-U-S, KUS, endlich mal eine schöne Abkürzung im Versicherungsdeutsch. Antje Boigk: Ja, eine schöne Abkürzung und ja, die Kinder sind abgesichert im Falle eines Unfalles. Auch hier muss man ganz klar sagen, bietet kein anderer Sozialversicherungsträger Versicherungsschutz. Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Kindern nur dann, wenn der Unfall in der Schule, im Kindergarten oder auf dem Weg dahin passiert. Aber die Klassiker passieren eben in der Freizeit, beim Spielen auf dem Spielplatz oder beim Herumturnen im Kinderzimmer. Und dann besteht Versicherungsschutz für diese Unfälle eben auch für die Kinder. Und auch hier können wir aus den Assistenzbausteinen dann unterstützen. Wir können auch unterstützen, wenn es bedauerlicherweise zu einem bleibenden Schaden kommt. Um das Thema Hilfsmittel hier nochmal anzusprechen. Sollte es zu einem dauerhaften Schaden kommen, unterstützen wir aus der Tätigkeit der Unfallberater mit adäquaten Hilfsmitteln. Treppenlift zum Beispiel, was wir vorhin schon kurz genannt hatten. Hier gibt es zwar einen Zuschuss, eventuell, zum Beispiel von der Pflegekasse, aber der ist begrenzt. Und so ein Treppenlift kostet nicht selten 11.000, 12.000, 13.000 Euro. Und dann können wir im Rahmen dieses Budgets, was wir für die Hilfsmittel zur Verfügung haben, diesen Restbetrag übernehmen, sodass der Kunde auch in dem Moment nicht in die eigene Tasche greifen muss. Und wenn man sagt, ja, jetzt ist es Gott sei Dank kein so schwerwiegender Schaden, dann hat man eben ein Kapital, um dem Kind einen guten Start ins Erwachsenenleben zu Axel Robert Müller: ermöglichen. Auch schön. Also man merkt schon, es macht Sinn, dass Sie sich zu Hause einfach mal informieren. Und das machen wir Ihnen auch relativ leicht, wenn Sie mal auch anschauen. Wir haben hier unten vorbereitet einen Button. Szene: Die Grafik nimmt die gesamte Größe der Aufnahme ein; unten rechts wird die normale Aufnahme weiterhin verkleinert angezeigt. Die Grafik verschwindet nach kurzer Zeit wieder. Eingeblendete Grafik: Die Grafik zeigt eine Webseite der Allianz, offenbar eine Livetalk- oder Webinar-Seite. Links befindet sich ein Video- oder Livestream-Vorschaubild mit einer Person im Rollstuhl und einer begleitenden Person. Daneben steht ein blaues Textfeld mit Willkommensbotschaft und Hinweisen zum Livestream. Rechts sieht man den Bereich “Livetalk” für Fragen (aktuell leer). Am unteren Rand stehen drei Symbole mit Texten, darunter Feedback, Informationshinweise sowie ein rot hervorgehobener Button zur persönlichen Beratung. Rechts daneben befindet sich ein Symbol, das angibt, wann der Livetalk aufgezeichnet wurde. Eingeblendeter Text: "Herzlich Willkommen! Schön, dass Sie da sind. Wir freuen uns, dass Sie sich für unseren Online-Livetalk zum Thema Unfallversicherung interessieren. Hier sind Sie genau richtig, um an unserer Veranstaltung teilzunehmen. Der Livestream startet am 22.11.2023 um 17:30 Uhr automatisch auf dieser Seite. Falls Sie keinen Ton hören, aktivieren Sie den Ton über das Lautsprecherangebot unten links im Videoplayer. Allianz Livetalk Frage eingeben Es wurden noch keine Fragen gestellt. Stellen Sie die erste! Wir freuen uns über Ihr Feedback zu unserem Livetalk! Informationen über 'Allianz private Unfallversicherung' Zur persönlichen Beratung. Aufzeichnung des Livetalks ab 04.12.2023 hier verfügbar." Axel Robert Müller: Der ist jetzt hier schön eingekringelt zur persönlichen Beratung. Es gibt ja so viel zu besprechen. Herr Steingröver hat es auch gesagt. Habe ich ein Krankenhaustagegeld? Dann brauche ich das nicht zwingend in der privaten Unfallversicherung. Also sprechen Sie da einfach mit Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin. Wenn Sie nach dem Livetalk diesen Button drücken, dann wirklich ganz unverbindlich und unaufgeregt wird sich eine Mitarbeiterin oder ein Ansprechpartner der Allianz mit Ihnen in Verbindung setzen. Dieser Button ist dann auch scharf geschalten. Herr Steingröver, wie ist es eigentlich mit der Steuer? Auch das müssen wir in Deutschland immer besprechen. Wenn ich Geld rausbekomme, eine Leistung bekomme aus der privaten Unfallversicherung, muss ich die versteuern? Dr. Dirk Steingröver: Generell ist es so, wenn ich Invaliditätsleistungen oder Todesfallleistungen ausbezahlt bekomme, sind die steuerfrei. Axel Robert Müller: Okay. Dr. Dirk Steingröver: Wenn Sie allerdings einen Kapitalunfallschutz, also den Sparanteil haben, dann gelten auch die deutschen Steuergesetze, das heißt der Kapitalertrag, der angespart wird, der ist entsprechend zu versteuern. Da ist es nur so, wenn wir den Vertrag, das ist der Regelfall, über eine Vertragslaufzeit von zwölf Jahren abschließen und die Kapitalauszahlung in einem Alter von 62 oder älter erfolgt, dann ist der nur zur Hälfte und auch nur mit dem dann entsprechend relevanten Steuerersatz zu versteuern. Insofern da auch attraktiv. Aber die Ertragssituation ist zu versteuern. Axel Robert Müller: Okay. Dann nochmal Richtung Freiberufler. Da haben wir schon geklärt, da greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Wenn ich jetzt mal sage, okay, ich habe vielleicht zwei, drei Angestellte, eine kleine Firma, wie ist es dann mit der Unfallversicherung? Dr. Dirk Steingröver: Die Unfallversicherung gibt es auch als betriebliche Unfallversicherung, gerade für derartige Situationen. Als kleiner Unternehmer oder auch größere Betriebe ist es ja häufig auch ein wichtiges Thema, mit dem Fachkräftemangel umzugehen und auch attraktiv zu sein für Mitarbeiter, die für einen arbeiten. Da kann eine Unfallversicherung extrem attraktiv wirken, weil die die Situation einer privaten Unfallversicherung komplett, wie wir sie eben besprochen haben, also sprich Schutz 24 Stunden weltweit im Privaten, im Beruflichen, überall für den Unternehmer selber, aber auch für die Mitarbeiter sicherstellen kann und das ist natürlich dann schon ein gutes Argument. Axel Robert Müller: Frau Boigk, wenn ein Unfall passiert, was ist denn nach Ihrer Alltagserfahrung im Job den Betroffenen am wichtigsten? Außer, dass sie natürlich schnell gesund werden. Worauf legen da die meisten Menschen Wert? Antje Boigk: Das ist tatsächlich der allerwichtigste Punkt, nach Möglichkeit schnell wieder ins normale Leben zurückkehren zu können und nach Möglichkeit auch ohne einen dauerhaften Schaden. Es ist ganz individuell, aber viele Ängste und Sorgen beobachten wir eigentlich bei der überwiegenden Zahl der Versicherten. Was passiert, wenn ich mich nicht um meine Familie mehr kümmern kann? Was zurückbleibt und ich kann nicht für meine Kinder sorgen oder wie wir es vorhin angesprochen haben, für den pflegebedürftigen Vater oder die pflegebedürftige Schwiegermutter? Was, wenn ich nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen kann, wie ich es gewohnt bin? Menschen können durch einen Unfall sehr, sehr schnell isoliert werden und dadurch eben auch regelrecht vereinsamen, gerade wenn es eine Unfallverletzung ist, die dann eben dauerhaft anhält und es zu einem dauerhaften Schaden kommt. Finanzielle Engpässe sind eine große Sorge, egal ob man jetzt festangestellt ist, Freiberufler ist oder selbstständig. Aber auch da ist wieder ein Punkt, wo wir weiterhelfen können, indem wir beraten können, welche Leistungen über andere Sozialversicherungsträger möglich sind. Also wir lassen den Kunden mit diesen Ängsten und Sorgen nicht alleine stehen, sondern versuchen immer Wege aufzuzeigen, wie auch außerhalb der Unfallversicherung an Hilfe gelangt werden kann. Axel Robert Müller: Gibt es eigentlich generell eine Art Laufzeit oder Begrenzung für eine private Unfallversicherung? Dr. Dirk Steingröver: Es kommt darauf an, wie sozusagen der Bedarf des Kunden ist. Generell sollte man eine Unfallversicherung sein ganzes Leben lang haben und es gibt auch überhaupt keinen von uns jetzt initiierten Grund, dass diese irgendwann mal zu Ende ist. Das hängt eigentlich davon ab, ob der Kunde meint, er hat diesen Bedarf nach wie vor. Und da ist es ja gerade an den Enden quasi als Kind oder auch als ältere Person umso wahrscheinlicher, dass man mal einen Unfall hat. Insofern ist es gerade da aus unserer Sicht besonders relevant. Zwar mit unterschiedlichen Charakteristika, aber die Unfallversicherung gilt ganz generell fürs gesamte Leben, abhängig von dem, was der Kunde möchte. Generell wird ein Vertrag wie eine Unfallversicherung bei uns in aller Regel für drei Jahre abgeschlossen. Danach ist man komplett flexibel. Axel Robert Müller: Ah, okay. Aber es ist dann eben nicht so, dass ich irgendwie vielleicht gar nicht im Kopf habe, okay, fünf Jahre Laufzeit sind rum und dann passiert was und ich habe gar nicht daran gedacht. Also das läuft dann durch. Dr. Dirk Steingröver: Es läuft durch, außer man kündigt explizit. Genau. Axel Robert Müller: Gibt es irgendein Alter, wo Sie sagen, aus Ihrer Erfahrung, Sie haben ja die ganzen Zahlen und Statistiken, wann passiert was, was ideal ist, um eine private Unfallversicherung abzuschließen? Dr. Dirk Steingröver: Das würde ich jetzt gar nicht sagen, weil ich finde, dass eine Kinderunfallversicherung sehr, sehr wichtig ist. Wenn man die erst einmal hat, da geht es dann natürlich wahrscheinlich eher darum, dass man gewappnet ist dafür, wenn etwas ganz Schlimmes passiert. Dann ist das ein Schutz, der einen schon gut durch das gesamte Leben auch als Erwachsener begleiten kann. Und gerade als älterer Mensch, da passieren Unfälle teilweise einfach leichter. Und da hat man dann auch natürlich was davon, wenn man eine Individualitätsleistung hat. Da steht wahrscheinlich die ganz fundamentale Verletzung nicht mehr so stark im Vordergrund wie bei Kindern. Axel Robert Müller: Also auch da wieder abwägen und sich genau überlegen, brauche ich es, brauche ich es nicht? Auch hier nochmal die Einladung, drücken Sie dann einfach nachher den Button, machen Sie es sich einfach bequem zur gewünschten Beratung und eine Kollegin, ein Kollege der Allianz wird Sie dann ganz sanft kontaktieren. Ja, das war jetzt schon mal eine Menge Stoff bisher. Jetzt muss ich mich mal kurz räuspern. Sie alle können auch mal, das ist so im Szene: Alle drei Personen trinken kurz einen Schluck und führen den Livestream anschließend fort. Axel Robert Müller: Herbst, lassen Sie uns gemeinsam kurz trinken. So wie wir hier ja auch viel uns unterhalten. Bevor Ihre Fragen dran sind, nutzen Sie die Chance, tippen Sie sich schon mal ein bitte über unser Tool. Frau Boigk noch, wenn doch mal was passiert, was ist denn eigentlich der erste Schritt? Antje Boigk: Das Allerwichtigste ist, uns wirklich zeitnah nach dem Unfall zu kontaktieren. Im Optimalfall telefonisch. Ich kann im ersten Kontakt mit dem Kunden schon die meisten Dinge abklären. Ich kann schauen, wo ist denn jetzt aktuell Bedarf an Hilfe? Wo können wir Services oder Leistungen zur Verfügung stellen, die weiterhelfen? Ich kann den Kunden aufklären über alle versicherten Leistungsbausteine und Ansprüche. Sei es die Akutleistung, sei es das Krankenhaustagegeld oder ihm aber auch schon mal auf den Weg geben, wie dann der Prozess ist im weiteren Schadenverlauf in der Schadenabwicklung. Also kontaktieren Sie uns so schnell wie möglich, im Optimalfall telefonisch. Sie können das Ganze aber auch über meineallianz.de als OnlineSchadenmeldung vornehmen oder über die Meine Allianz App. Axel Robert Müller: Wunderbar. Das sind die nächsten Schritte. Bevor wir jetzt zu den Fragen kommen und die nächsten 20, 25 Minuten gehören ganz Ihnen und Ihren Fragen. Herr Steingröver, noch mal zum Abschluss. Wenn Sie jetzt einem Außerirdischen, der gerade hier auf diesem Planet landet, erklären müssten, in 30 bis 60 Sekunden, warum ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll, eine private Unfallversicherung abzuschließen? Dr. Dirk Steingröver: Unfälle passieren jedem, können jedem passieren Szene: Die Grafik nimmt die gesamte Größe der Aufnahme ein; unten rechts wird die normale Aufnahme weiterhin verkleinert angezeigt. Die Grafik verschwindet nach kurzer Zeit wieder. Eingeblendete Grafik: Die Grafik ist zweigeteilt: Links befindet sich ein dunkelblaues Textfeld mit einer Überschrift und zwei Leistungslisten, jeweils mit Häkchen davor. Rechts davon ist ein Foto, auf dem eine Person im Rollstuhl von hinten zu sehen ist. Neben dem Rollstuhlfahrer joggt eine Frau, die ihn seitlich anlächelt. Oben rechts befindet sich das Allianz-Logo. Eingeblendeter Text: (Folgender Text steht in der dunkelblauen Kachel): "Unsere Leistungen Leistungen, die in allen Tarifen enthalten sind: Unfallberater, Weltweit rund um die Uhr, Wieder-Fit Baustein, Invaliditätssumme (max. Invaliditätsleistung mit Progression), Kosmetische Operationen & Bergungskosten bis 100.000€, Leistungen, die in einzelnen Tarifen dazu gewählt werden können: Topschutz, Unfallhilfe Family (Unfallberater und Wieder-Fit Leistungen auch für Partner und Familie), Rundum-Service, Akutleistung, monatliche Unfallrente, Krankenhaustagegeld, Todesfallsumme" Dr. Dirk Steingröver: und können immer und überall passieren. Deshalb ist es wichtig, dass man als Privatperson oder aber auch als Unternehmer, als Selbstständiger, je nachdem wie die Situation ist, gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls geschützt ist, finanziell geschützt ist und da ist natürlich der Auslöser, alles im Leben ist ersetzbar, die eigene Gesundheit nicht. Das ist unser Motto bei unserer Unfallversicherung und deswegen legen wir auch so großen Wert auf Dienstleistungen wie den Unfallberater, der an der Seite unserer Kunden steht, um sicherzustellen, dass die Wiederherstellung optimal passiert und man geringstmögliche Folgeschäden aus einer Unfallverletzung hat. Für alles andere ist die Unfallversicherung da und kann Ihnen dann entsprechend mit Invaliditätsleistungen, aber auch mit den anderen Elementen, die wir im Vertrag versichert haben, Invaliditätsrente, Todesfallleistung zur Seite stehen, um dementsprechend auch einen guten Schutz zu bieten, aber im Zentrum unserer Lösung steht halt eben der Mensch und seine Gesundheit. Axel Robert Müller: Und das ist ja jetzt in dieser ersten Runde schon klar geworden. Frau Beug, Sie verkörpern hier stellvertretend den Mensch und die Menschen, die hinter diesem Gebilde Versicherung stecken. Oft ist das ja für uns Kundinnen und Kunden so ein anonymes Gefühl, aber es sind Menschen da, die sich um Menschen kümmern. So, dann kommen wir jetzt zu Ihren Fragen. Es sind schon einige eingetrudelt. Wie funktioniert's? Die landen hier bei uns auf einem Monitor. Wie versprochen, alles anonym. Sie können da wirklich frei von der Leber weg Ihre Fragen stellen. Tippen Sie auch jetzt in den nächsten Minuten gerne noch, wenn Ihnen was unter auf und neben den Nägeln brennt. Alles rein neben diesem Fernseh-Live-Bild haben Sie die Maske und dann landet die Frage bei uns, wie die hier. Lohnt sich eine Unfallversicherung noch im Rentenalter? So mit einem Halbsatz haben Sie es schon drauf angesprochen. Gerne nochmal ausführlich. Dr. Dirk Steingröver: Ich hätte gesagt, gerade dann, weil da ist die Unfallwahrscheinlichkeit schon recht hoch. Und häufig ist es ja auch da dann so, dass man finanzielle Mittel braucht, um sich halt entsprechend Hilfe zu organisieren. Und deswegen bin ich der Meinung, gerade im Rentenalter und gerade mit dem Kapitalunfallschutz was bieten wir da für eine attraktive Lösung? Ist das ein wichtiges Element. Axel Robert Müller: Was ist eine Akutleistung? Bitte um genaue Definition fragt unsere Zuschauerinnen oder Zuschauer. Wer bekommt was? Weiß nicht, wer das am besten beantworten kann. Antje Boigk: Kann ich gerne übernehmen. Die Akutleistung ist eine einmalige Geldleistung nach einem Schadenfall und definiert sich an der Definition. Kommt es an der Diagnose. Entschuldigung. Definiert sich an der Diagnose. Ist also ganz eindeutig festgehalten, für welche Diagnose gibt es die Akutleistung. Grundsätzlich kann man sagen, bei jeder Art von Fraktur oder Ruptur, also Fraktur von Knochen oder Rupturen, Zerreißungen auf Deutsch gesagt, von Muskeln, Kapseln, Sehnen, Bändern, da gibt es die Akutleistungen. Also für meine gebrochene Speiche am Handgelenk hätte es 1500 Euro gegeben, wenn es die Akutleistung damals schon gegeben hätte und sie mit versichert gewesen wäre. Bei ihrem Bruch im Schulterbereich hätte es 3000 Euro gegeben. 3000 Euro ist die Maximalsumme und die wird einmalig nach dem Unfall relativ zeitnah und schnell ausgezahlt. Axel Robert Müller: Und da auch ich wieder als Anwalt des Zuschauers, da wird auch nicht gezickt, das ist ein Katalog, da wird null diskutiert. Also auch das macht es ja echt einfach. Antje Boigk: Genau. Axel Robert Müller: Dann gehen wir auf die nächste Frage, wie genau definiert sich ein versicherter Unfall? Ja, die Frage haben wir im Prinzip am Anfang des Livetalks schon beantwortet, dann sind Sie wahrscheinlich später dazugekommen. Wir laden Sie ein, die Aufzeichnung dann in Kürze auch nochmal anzuschauen, aber vielleicht nochmal in zwei, drei Sätzen. Dr. Dirk Steingröver: Ja, drei Elemente. Es muss ein plötzliches Ereignis sein, das ist der Wesen eines Unfalls, eine Situation, die von außen auf den Körper wirkt und nicht in irgendeiner Art und Weise von innen kommt und halt eben unfreiwillige Gesundheitsschädigung dann, die ausgelöst wird. Das heißt, in dem Augenblick, wo ich tatsächlich mit einem Auto, mit einem Gegenstand zusammenstoße, was auf mich drauf fällt, hinfalle, das sind klassische Unfälle, weil halt eben der Charakteristik plötzlich von außen Auswirkungen und dann halt eben unfreiwillig auf den Körper dann alles zusammen zutrifft. Das Beispiel, was wir hier diskutiert hatten, war der Grillunfall. Ja. Auch der ist so ein Fall. Axel Robert Müller: Genau, weil das ja dann irgendwie die Haut verbrannt und so, das ist ja dann nichts, was sich länger zieht, beziehungsweise hoffentlich nicht, aber von innen heraus irgendwie passiert ist. Dr. Dirk Steingröver: Andersrum formuliert kann man sagen, eigentlich ist fast alles versichert, außer Sachen, die ich mir selber zufüge am Ende oder halt eben Sachen, die einen Verschleiß oder Charakter haben in der Gesundheit. Axel Robert Müller: Okay. Dann gehen wir weiter mit Ihren Fragen, die hier im Monitor angezeigt werden. Meine Mutter hat eine Unfallversicherung. Was passiert, wenn sie durch einen Unfall stirbt? Antje Boigk: Wenn sie die Todesfallleistung, die Todesfallsumme mit versichert hat, wird die in dem Fall an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Das heißt, ich überlege mir beim Abschluss einer Unfallversicherung, auf wen das Bezugsrecht geht. Das können die Kinder sein, das können die Eltern sein, das können Geschwister sein, Eingeblendeter Text: Ein Text wird eingeblendet, wie zuvor, mit der Aufschrift: „Antje Boigk Leitende Unfallberaterin bei Allianz Partners“. Antje Boigk: das kann der Lebensgefährte sein. Kommt es jetzt zu einem unfallbedingten Tod innerhalb eines Jahres nach dem Unfall, wird diese Todesfallleistung an den bezugsberechtigten ausgezahlt. Axel Robert Müller: Rückwirkend, zwölf Monate. Unterstützt auch die private Unfallversicherung zusätzlich mit ihren Leistungen, also wie Betreuung etc., wenn die gesetzliche Unfallversicherung zuständig ist? Dr. Dirk Steingröver: Ja, weil beides ist ja daran gebunden, dass ein Unfall vorliegt. Und in dem Augenblick, wo ich als Unfallversicherung im privaten Bereich in Anspruch nehme, dass wir 24 Stunden überall auf der Welt Unfälle versichern, unserer versicherten Personen, dann steht der Unfallberater auch dann zur Verfügung, wenn auch eben die gesetzliche Unfallversicherung eintritt. Axel Robert Müller: Okay. Das Leben ist bei Ihnen zu Hause nicht nur Fußball, was wir besprochen haben. Das spiegelt die nächste Frage wieder. Auch eine schöne praktische Frage. Sind Motorsportveranstaltungen auf Rennstrecken auch inbegriffen oder eben klassik Demoläufe, Gleichmäßigkeitsläufe ohne Zeitwertung? Also da hat eine ganze Palette rausgeholt. Antje Boigk: Da gibt es eine ganz klare Definition, auch wenn ich persönlich jetzt nicht weiß, was Klassik Demoläufe sind. Motorsport Unfälle sind dann mitversichert, wenn es sich um lizenzfreie Rennen handelt. Ich erinnere mich schon wieder an einen Schadenfall. Ein Traktorenclub, wo sich Traktorenbesitzer zusammengetan haben in einem Club und regelmäßig auch Rennen veranstaltet haben auf einem Feld. Die haben sich dann entsprechend Hindernisse aufgebaut und geschaut, wer am schnellsten mit seinem Traktor da durchkommt. Das ist kein Lizenzrennen. Ich brauche keine Lizenz, um daran teilzunehmen. Und wenn es dabei dann zu einem Schadenfall kommt, so wie wir es erlebt haben, dann fällt das in den versicherten Bereich. Dr. Dirk Steingröver: Das ist spannend. Was Sie alles machen zu Hause an Freizeitbeschäftigung. Wieder viel dazugelernt. Sichert die private Unfallversicherung auch berufliche Risiken, also mögliche Unfälle ab? Ja, das bezieht sich auf die Situation, dass Sie als private Person die Versicherung abschließen. Wenn Sie dann einen Unfall erleiden bei der Arbeit, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport, zu Hause. Eingeblendeter Text: Ein weiteres Textfeld erscheint, identisch zu den vorherigen, mit der Aufschrift: „Dr. Dirk Steingröver Vorstand Privatkunde bei der Allianz Versicherungs-AG“. Dr. Dirk Steingröver: Das ist unerheblich. Das ist dann versichert. Axel Robert Müller: Dann wird es noch mal ganz praktisch. Gilt meine Unfallversicherung auch bei einem Auto oder Fahrradunfall? Wahrscheinlich klares ja, oder? Antje Boigk: Ja, mit einer kleinen Einschränkung. Dr. Dirk Steingröver: Aha, Alkohol. Antje Boigk: Ganz genau. Sollte mir als Autofahrer ein Unfall passieren, also ich selber habe den Wagen gefahren und mehr als 1,4 Promille da tatsächlich das Auto geführt haben, dann besteht kein Versicherungsschutz ansonsten als Fahrrad. Dr. Dirk Steingröver: Wenn ich als Beifahrer hinten sitze und mehr als 1,4 Promille habe, dann ist das versichert. Antje Boigk: Dann spielt es keine Rolle und auch auf dem Fahrrad nicht. Axel Robert Müller: Auch auf dem Fahrrad nicht. Spannendes Detail. Was genau ist eine Invalidität? Das, Herr Steingröver, wenn wir das noch mal definieren. Dr. Dirk Steingröver: Die Invalidität ist eine dauerhafte Gesundheitsschädigung, die halt bleibt. Die wird auch dann vom Arzt diagnostiziert. Und dann in Abhängigkeit von der Erkrankung der Dauerhaften, die bleibt, also der Invalidität, greift dann die Unfallversicherung ein und steht mit der Invaliditätsleistung, die dann tatsächlich konkret mit der Diagnose zusammenhängt. Ich hatte es eben schon gesagt, Finger wären 10% der Versicherungssumme, Daumen 20 und so geht das dann hoch. Bei schweren Verletzungen ist man dann schnell eben bei 100% der Versicherungssumme, weil wir das Produkt ja so abgestimmt haben, dass der hohe Geldbetrag auf den hohen Bedarf trifft. Axel Robert Müller: Okay, verstanden. Und auch spannend, wenn es darum geht, dass jemand die Entscheidung trifft. Okay, hat mich alles überzeugt heute Abend. Eine private Unfallversicherung ist für mich sinnvoll. Nehmen Sie jeden oder jede? Werden da auch diese berühmten Gesundheitsfragen gestellt, die ja auch die private Krankenversicherung immer stellt? Dr. Dirk Steingröver: Also in der ganz klassischen Unfallversicherung muss man jetzt unterscheiden. Im Unfallschutz ohne Kapital fragen wir eigentlich nur eine einzige Frage. Und das ist, sind Sie schon ein Pflegefall? Das heißt, das ist sehr unbürokratisch, da versichern wir sehr, sehr pragmatisch. Beim Kapitalunfallschutz ist da die Ausgangssituation noch ein bisschen unterschiedlich. Da sind ja auch sozusagen die Anlageaspekte zu berücksichtigen. Aber ganz generell, ich meine, die eine Frage ist doch eigentlich schon kundenorientiert, oder? Axel Robert Müller: Ja, genau. Ich hasse das, sich durch Kataloge durchwühlen zu müssen oder keine Ahnung, hatte mal eine Depression, die ist schon acht Jahre her. Bin ich als ehemaliger Depressionspatient? Falle ich schneller die Treppe runter? Oder weil ich außer Kontrolle bin? Also das will ich als Kunde ja alles gar nicht haben. Also deswegen ist das ganz spannend. Wir kommen nochmal zur Akutleistung. Dieses Versicherungswort, Sie haben gesagt, das ist eben zum Beispiel die 1.500 Euro, die es pauschal gibt für ein Körperteil aus dem Katalog, wenn das geschädigt ist. Wird die Akutleistung an die spätere Leistungssumme angerechnet? Wie lange hat man Zeit, nach einem Unfall die Akutleistung zu beantragen? Antje Boigk: Zur ersten Frage, nein. Die wird nicht auf die spätere Leistungssumme angerechnet. Die wird auch nicht zurückgefordert, wenn es nicht zu einem Dauerschaden kommt. Also sobald diese Fraktur oder Ruptur vorliegt, bekommt man die Akutleistung ausgezahlt und es hat keine Auswirkungen auf eine eventuelle Invaliditätsleistung. Wie lange hat man Zeit? Eigentlich unbegrenzt. Es gibt nur eine einzige Begrenzung bei der Beantragung, beziehungsweise geltend machen von Leistungen. Das ist die Invalidität. Ich kann die Invalidität also nicht etwa 10 Jahre nach dem Unfall geltend machen, sondern hierfür, und das ist aber auch eine entsprechend gute Zeitspanne, habe ich 24 Monate Zeit. Axel Robert Müller: Wir haben uns schon über das Wichtigste von uns allen gekümmert, um die Kinder, inwieweit die versichert sind. Jetzt kümmern wir uns mindestens mal um das Zweitwichtigste, wobei wer keine Kinder hat, für den sind Haustiere das Wichtigste. Und das ist ja total nachvollziehbar. Auch eine schöne Frage, die gerade von Ihnen angekommen ist. Wenn ich nach einem Unfall meinen Hund nicht mehr versorgen kann, gibt es für ihn dann auch Ersatz für die Unterbringung und Versorgung? Antje Boigk: Hier können wir unterstützen im Rahmen des Rundum-Services. Wir können für den Hund eine Unterbringungsmöglichkeit oder eine Versorgung organisieren. Die Kosten dafür trägt allerdings der Versicherte selber. Jetzt wird sich der ein oder andere fragen, warum ist das so? Das ist ja unfair. Für die Kinderversorgung wird aufgekommen. Axel Robert Müller: Sogar die Schwiegermutter kriegt das Essen. Antje Boigk: Wer mich kennt, weiß, wie wichtig für mich Haustiere sind. Das hat einen ganz einfachen Grund. Es wäre unfair allen anderen Versicherten gegenüber, wenn ich hier für die Erstattung aufkomme. Ähnlich verhält sich es zum Beispiel bei der Gartenpflege. Wir können auch behilflich sein und jemanden organisieren, der sich um den Garten kümmert. Also der das Laub jetzt weghakt oder der den Rasen mäht im Sommer. Aber die Kosten dafür muss der Versicherte selbst tragen. Axel Robert Müller: Aber es ist ja schon geholfen, dass Sie sich kümmern. Antje Boigk: Es sind eben auch die einzigen Leistungen. Schneeräumen gehört der Korrektheit halber noch mit dazu. Es sind wirklich die einzigen Leistungen, wo wir die Kosten nicht übernehmen. Für alle anderen Leistungen, die bis jetzt angesprochen wurden, organisieren wir nicht nur, sondern übernehmen auch vollständig alle anfallenden Kosten. Axel Robert Müller: Gut. Dann wird gefragt, der Unterschied zwischen privater Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch hier lade ich Sie ein, die ausführliche Antwort nochmal aus unserem ersten Teil zurück zu spulen. Vielleicht nochmal kurz zusammengefasst. Dr. Dirk Steingröver: Sehr gerne. Also es sind Versicherungen, die vom Wesen her unterschiedlich sind. Unsere private Unfallversicherung ist dazu da, in dem Augenblick, wo Sie durch einen Unfall eine dauerhafte Gesundheitsbeeinträchtigung haben, Ihnen finanzielle Mittel, über die Sie frei verfügen können, an die Seite zu stellen, um halt eben mit dem Unfall besser umzugehen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist dazu da, Ihr Einkommen zu sichern für den Fall, dass Sie Ihrem Beruf nicht mehr adäquat nachgehen können. Völlig unabhängig, ob das durch einen Unfall, durch eine Krankheit oder was auch immer verursacht ist. In dem Augenblick, wo Sie dann berufsunfähig werden, bekommen Sie nach einem bestimmten Zeitablauf da eine Rentenzahlung und insofern einen Ersatz für das Einkommen. Axel Robert Müller: Welche Produkte, so die nächste Frage, außer der Kapitalunfallversicherung gibt es, zum Beispiel für Rentner im fortgeschrittenen Alter? Antje Boigk: Ja, neben der Kapitalunfallversicherung gibt es die Unfallrisikoversicherung. Und um nochmal klarzumachen, warum das eben auch gerade für Rentner oder für Menschen im fortgeschrittenen Alter wichtig ist. Die häufigsten Unfälle passieren im höheren Alter. Und man darf jetzt nicht vergessen, dass ich eben dann auch eine wesentlich längere Heilungsphase habe. Es wesentlich mehr Komplikationen im Heilungsprozess gibt. Einfach auch, weil natürlich gewisse Prozesse im Körper altersbedingt schon stattgefunden haben. Die Knochen natürlich nicht mehr ganz so intakt sind wie beim jungen Menschen. Das heißt, wir haben hier oft sehr langwierige Heilungsprozesse und können dann eben mit einer Unfallversicherung optimal unter die Arme greifen. Und eben auch, wenn es zu einem dauerhaften Schaden kommt, wenn Bedarf an Hilfsmitteln ist oder aber auch, wenn, ich denke zum Beispiel an Leute im Eigenheim, wenn das Haus umgebaut werden muss aufgrund eines Unfalls. Wie schnell ist das angesparte Kapital dann nicht mehr da, was man sich für den Notfall zur Seite gelegt hat und zusammengespart hat. Und dann ist es doch gut, wenn man sich darauf verlassen kann, diese Kapitalleistung ausgezahlt zu bekommen und davon eben zum Beispiel das Haus barrierefrei zu gestalten. Axel Robert Müller: Haben Sie recht. Habe ich da gar nicht drüber nachgedacht. Die Heilungszeiten verlängern sich ja in der Tat. Man weiß es ja. Früher Knie mal verdreht, nach drei Tagen hüpfst du wieder rum. Jetzt dauert es irgendwie mindestens drei Wochen. So, dann schauen wir uns doch noch mal die nächste Frage an. Was genau bietet Ihre Unfallversicherung über die Deckung der privaten Krankenversicherung hinaus, Herr Steingröver? Dr. Dirk Steingröver: Die private Krankenversicherung ist ja ähnlich wie die gesetzliche Krankenversicherung. Eine Versicherung, die dafür da ist, dass die Kosten, die durch die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens, Krankenhaus, ärztliche Dienstleistungen, Arzneimittel, entstehen, dass die erstattet werden. Daneben hat eine private Krankenversicherung schon auch so etwas wie Krankenhaus-Tagegeld, aber in der Regel steht da ganz konkret auch eine Ausgabe, die man vorher macht und man bekommt die Leistung hinterher wieder erstattet. Das ist bei der Unfallversicherung anders. Die Unfallversicherung, da geht es ja darum, dass eine Invaliditätsleistung Ihnen als Geldbetrag, über den Sie frei verfügen können, zur Verfügung gestellt wird, in dem Augenblick, wo Sie es brauchen, weil Sie aufgrund eines Unfalls beeinträchtigt sind. Axel Robert Müller: Okay. Dann noch eine Frage mit einer Abkürzung. Wie ist es mit einem Unfall auf Arbeit, BG-Fall? Antje Boigk: Berufsgenossenschaft. Axel Robert Müller: Die Berufsgenossenschaft, schauen Sie mal, das ist bei mir schon länger her, dass ich da mal einen Antrag gestellt habe, als Festangestellter, greift die private Unfallversicherung zusätzlich, wenn ich also einen Berufsgenossenschafts-Arbeitsunfall habe? Antje Boigk: Ja, tut sie. Axel Robert Müller: Weil es wieder ein extra Vertrag ist, oder? Antje Boigk: Ganz genau. Und selbst wenn ich, warum auch immer, ich zu der Entscheidung gekommen bin, es so zu gestalten, bei mehreren Versicherern eine Unfallversicherung abgeschlossen habe, die Leistungen, die fällig werden aus der Unfallversicherung bei der Allianz, erhält der Kunde immer und in jedem Fall. Axel Robert Müller: Jetzt habe ich noch eine Frage, wenn ich als Single durch die Gegend laufe, habe eine private Unfallversicherung, dann meine Partnerin hat auch eine und wir heiraten, man entschlackt ja das Ganze, ist ja bei der Haftpflicht auch so, man hat dann parallel erst mal zwei Haftpflicht, weiterlaufen, also kann man die auch bei mehreren abschließen? Also neben dem Fall, dann habe ich zwei, also pro Kopf eine, aber kann ich sagen, ich will im Unfall einfach noch mal das Gefühl haben, dass ein anderer Versicherer auch noch was bezahlt? Dr. Dirk Steingröver: Man kann solche Versicherungen frei kombinieren, das ist nicht das Problem. Allerdings ist es so, dass das schon dann Bestandteil des Antragsprozesses ist, nach sowas fragen wir dann, weil es ja auch häufig dann, es kann missbraucht werden, wenn ich jetzt ganz viele Versicherungen abschließe. Deshalb ist es wichtig, dass man das angibt im Antragsverfahren, dass es halt andere Versicherungen gibt, sodass die Versicherungen da untereinander voneinander wissen. Grundsätzlich im normalen Regelfall überhaupt gar kein Problem. Axel Robert Müller: So, es ist kurz vor halb sieben. Sie haben noch die Chance, schnell noch eintippen, wenn noch eine Frage da ist. Hier ist noch eine. Nach einem Unfall, in welchem Zeitrahmen muss ich diesen eigentlich melden? Das ist vorhin schon angeklungen. Antje Boigk: Sofort am besten. Sofort am besten, weil wir nur dann natürlich adäquat auch helfen können. Um es mal an einem kleinen Beispiel noch mal festzumachen. Wir bekommen einen Unfallschaden gemeldet, der bereits ein Jahr zurückliegt. Der Kunde meldet sich bei uns und sagt, ich habe immer noch große Schmerzen, ich habe immer noch starke Bewegungseinschränkungen. Dann fehlt uns im Prinzip schon ein Jahr Zeit, in dem wir hätten helfen können. Auch der Leistungsanspruch aus dem Rundum-Service ist begrenzt. Den gibt es nicht dauerhaft oder bis zum Lebensende. Der ist begrenzt temporär für sechs Monate nach dem Unfall. Das heißt, wenn der Unfall ein Jahr nach Geschehen ist, gemeldet wird, habe ich keine Chance mehr, aus diesem Baustein noch Unterstützung anzubieten. Das Krankenhaustagegeld oder aber die Akutleistung, die können auch später noch geltend gemacht werden. Aber am besten so früh wie möglich, jetzt hätte ich fast gesagt, erst die Allianz anrufen, dann den Notarzt. Nein, andersrum ist richtig. Aber nach dem Notarzt so schnell wie möglich uns. Dr. Dirk Steingröver: Wenn die Frage aber so gemeint ist, ob es sich lohnt, auch später noch einen Unfall seiner Versicherung zu melden, wenn man eine Unfallversicherung hat, weil man vielleicht im ersten Augenblick nicht daran gedacht hat, dann ist die Antwort, das sollte man tun. Axel Robert Müller: Ja, weil es gibt ja auch, gerade bei den leichteren Unfällen, ich habe vielleicht gar nicht im Kopf, dass die Eltern das für mich damals schon abgeschlossen haben und ich habe es dann irgendwie übernommen, habe das in irgendeinem Ordner, knall da mit dem Knie gegen die Heizung und dann hat mir ein Freund mal erzählt, nach Jahren kommt, du, da kannst du im Katalog nachgucken, wenn da was ist, irgendeine Fraktur, da kriegst du noch Geld. Also das verfällt nicht, ist glaube ich der Grund der Frage. Okay. Dann bin ich sehr begeistert, also ich habe selber viel gelernt, auch Nuancen, die man ja erstmal als gesunder Mensch und ich hoffe, sie alle bleiben auch gesund und haben keinen Unfall, Fragen, die man sich gar nicht erst stellt. Wir sind gut durchgekommen. Ich denke, die wichtigsten Fragen sind beantwortet worden. Ich lade Sie gerne nochmal ein, jetzt nach dem Livestream auch den Button zu drücken, wenn Sie weitere Infos haben wollen, ganz bequem, Sie brauchen nicht nach einer Telefonnummer googeln oder nach irgendeiner Agentur, etc. Es wird sich dann ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin der Allianz an Sie wenden, wenn Sie das wünschen. Ansonsten haben wir Sie einfach gut informiert. Sie haben jetzt mehr Durchblick als vorher. Gucken Sie gerne auch auf die Seite nochmal auf allianz.de unter dem Livestream heute. Es wird das Video natürlich auch nochmal geben, die Aufzeichnung. Alle Infos dazu demnächst. Ich danke Ihnen, Frau Boigk, dass Sie so leidenschaftlich erzählt haben. Danke Ihnen, Herr Steingröver, dass Sie sich als Vorstand auch die Zeit genommen haben. Ich bin begeistert, wie tief Sie in den Themen drinstecken. Also auch das ist eine Wertschätzung den Kundinnen und Kunden gegenüber. Vielen Dank, bleiben Sie gesund und Ihnen alles Gute. Danke fürs Zuschauen. Vielen Dank.