Musik: Die Musik erscheint und verschwindet wieder, wenn Nina das erste Mal redet Szene: Zwei Personen werden von vorne gefilmt, eine erwachsene Frau und ein kleiner Junge. Die beiden fahren Fahrrad auf einem Fahrradweg in einem Park, beide tragen einen Helm. Eingeblendeter Text: Nina Moghaddam Eingeblendete Grafik: "und die Allianz" mit dem Allianz-Logo. Eingeblendeter Text: Präsentieren Szene: Die beiden fahren nun auf einer Straße. Als sie gerade abbiegen wollen, werden sie von hinten von einem Auto überholt. Das Auto zieht schnell an ihnen vorbei, nur um dann vor den beiden nach rechts abzubiegen. Die Frau und das Kind auf den Fahrrädern werden dazu gezwungen abrupt abzubremsen, da ihnen das Auto den Weg abschneidet. Hätten die beiden nicht gestoppt, wären sie überfahren worden. Nina deutet dem Autofahrer noch hinterher, als er vorbeifährt, dieser reagiert aber nicht. Eingeblendeter Text: Schon gewusst? Der tote Winkel. Mit Lukas und Nina Moghaddam Szene: Die beiden halten vor Schreck an einem Gehsteig an und reden miteinander, als ein Polizist namens Michael Reisch zu ihnen geht und ein Gespräch entsteht. Nina Moghaddam: Boah, das war mega knapp der hat überhaupt nicht geguckt richtig. Der hat uns fast erwischt. Lukas: Puh, da haben wir ganz schön Glück gehabt. Nina Moghaddam: Da haben wir mega Glück gehabt. Michael Reisch: Das war ja jetzt aber ganz schön knapp. Nina Moghaddam: Haben Sie das gerade gesehen? Michael Reisch: Ja, das habe ich gesehen. Unsere Feststellung ist auch, dass sehr viele Unfälle, fast jeder 7. auf so eine Situation zurückzuführen sind. Eingeblendeter Text: Michael Reisch, Polizei München Nina Moghaddam: Dass der Fahrer nicht richtig guckt. Michael Reisch: Genau, was können wir als Radlfahrer da tun? Nina Moghaddam: Was wir jetzt hätten machen können? Da bin ich gespannt. Michael Reisch: Ja, einfach wenn man hier an der Einmündung hinkommt oder an der Einfahrt vorbeifährt, einen Schulterblick nach links gucken, Eingeblendeter Text: Schulterblick! Michael Reisch: ob da von hinten ein Autofahrer kommt. Nina Moghaddam: Okay, das macht Sinn. Aber wie kommt es dass die Fahrer nicht darauf achten und uns nicht sehen? Michael Reisch: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Autofahrer kann einfach durch den Holm einen nicht gesehen haben. Das ist in dem Fall wahrscheinlich nicht so. Wahrscheinlich war er in Gedanken und hat gedacht er schafft es noch schnell, vor euch vorbeizufahren. Eingeblendeter Text: Unfallgefahr Nina Moghaddam: Wie viele Unfälle passieren da im Jahr? Michael Reisch: In Deutschland passieren 400 tödliche Radfahrerunfälle. Nina Moghaddam: Das ist ja ganz schön viel. Spielt da auch der tote Winkel eine Rolle? Michael Reisch: Ja, da ist eine ganz große Anzahl auf tote Winkelunfälle. Die passieren häufig dann, wenn der Radfahrer so eine Lücke die der Lkw-Fahrer lässt, nicht sagt, das ist toll hat er für mich gelassen, die Lücke sondern der Lkw muss ein bisschen Abstand halten damit er ausscheren kann, damit er in die Einfahrt oder in die Einmündung reinkommt. Eingeblendeter Text: Hinter dem LKW bleiben Michael Reisch: Da einfach nicht reinfahren, hinter dem Lkw bleiben. Nina Moghaddam: Weißt du, was ein toter Winkel ist? Lukas: Nein. Nina Moghaddam: Hast du gerade zum 1. Mal gehört? Lukas: Mhm Nina Moghaddam: Ich könnte es dir jetzt erklären aber ich kenne da einen super Fachmann und zwar im Allianz Zentrum für Technik. Der kann uns das ganz toll erklären. Da fahren wir zusammen hin. Lukas: Ja Nina Moghaddam: Dankeschön. Musik: Die Musik erscheint bis sie bei dem Allianz-Zentrum sind Szene: Die beiden verabschieden sich vom Polizisten und machen sich mit ihren Fahrrädern auf den Weg zum Allianz-Zentrum für Technik. Dieses betreten sie schließlich und Carsten stellt sich vor und es kommt zu einem Gespräch. Nina Moghaddam: Hi Carsten. Carsten Reinkemeyer: Hallo. Lukas: Hallo. Nina Moghaddam: Ich habe den Lukas mitgebracht. Carsten Reinkemeyer: Hallo Lukas. Lukas: Hallo. Nina Moghaddam: Hi, grüß dich. Wir haben uns gerade über das ganz spannende Thema unterhalten, toter Winkel. Nina Moghaddam: Ich habe Lukas gesagt, es gibt niemanden der das besser erklären kann als du. Eingeblendeter Text: Carsten Reinkemeyer, Allianz Zentrum für Technik Carsten Reinkemeyer: Danke, dann versuchen wir das mal. Carsten Reinkemeyer: Du bist hier im Allianz Zentrum für Technik. Herzlich willkommen. Wir beschäftigen uns hier mit Unfallforschung. Szene: Nina und Lukas betreten das Allianz Zentrum für Technik. Im Hintergrund steht ein kaputtes Auto. Die Motorhaube ist zerrissen und die Frontscheibe eingeschlagen. Carsten zeigt das kaputte Auto. Der Unfall wurde für die Unfallforschung absichtlich verursacht. Carsten Reinkemeyer: Du siehst, wir machen sowas hier, also dann auch auf der Crashbahn mal selber so einen Unfall. Wir schauen aber auch in die Statistiken was auf der richtigen Straße passiert was im echten Leben passiert. Da haben wir gesehen dass wenn Lkws und Fahrradfahrer verunfallen dass das die ganz schlimmen Unfälle sind. Die passieren aufgrund der Größe des Lkws eigentlich immer beim Abbiegen. Das ist der tote Winkel, der das verursacht. Über den wollen wir heute sprechen. Jetzt haben wir für euch, für dich, einen Lkw vorbereitet. Einen schönen großen Lkw, so richtig eins zum Anschauen. Lukas: Boah! Carsten Reinkemeyer: Ja? Lukas: Ja, den können wir uns gerne anschauen. Nina Moghaddam: Würde ich auch mal sagen wenn wir schon mal hier sind. Carsten Reinkemeyer: Komm, wir gehen mal. Musik: Die Musik erscheint bis sie zum Lkw gelangen Szene: Die drei gehen aus dem Forschungszentrum, raus auf einen Parkplatz. Dort steht schon ein Lkw auf einem Parkplatz geparkt. Alle schauen sich den Lkw aus nächster Nähe an und reden über diesen. Lukas: Boah, der ist aber riesig. Nina Moghaddam: Da komme ich mir mega klein vor. Carsten Reinkemeyer: Beeindruckt mich auch jedes Mal. Du siehst, der ist total groß. Der ist viel größer als ein Pkw. Lukas: Ja Carsten Reinkemeyer: Der ist 25-mal so schwer wie ein Pkw. Und der Fahrer kann hinten raus nichts sehen. Weil da hinten ist die Ladung. Willst du das mal anschauen? Lukas: Ja, kann ich machen. Szene: Lukas klettert in den Lkw und nimmt auf dem Fahrersitz Platz. Lukas: Ich glaube, ich habe... Nina Moghaddam: Kommst du da hoch? Schaffst du das? Lukas: Ja, ich glaube schon. Nina Moghaddam: Ja, super. Carsten Reinkemeyer: Kommt hin, passt. Nina Moghaddam: Okay, wir machen die Tür zu. Bitte nicht losfahren. Lukas: Ja Carsten Reinkemeyer: So, siehst du, jetzt kannst du uns sehen. Lukas: Ja Carsten Reinkemeyer: Jetzt gehen wir mal da rüber. Dann schauen wir mal wie du uns dann noch sehen kannst. Nina Moghaddam: Bis gleich. Lukas: Ja. Szene: Lukas sitzt im Lkw, anschließend gehen Carsten und Nina auf die Beifahrertüre des Lkws sie nehmen dennoch ein paar Meter Abstand. Nina Moghaddam: Kuckuck, hier sind wir. Szene: Die Kamera zeigt die Sicht von Lukas aus dem Fenster und in die Seitenspiegel. Er schaut Nina und Carsten an und winkt ihnen zu. Carsten Reinkemeyer: Jetzt siehst du uns. Jetzt sind wir auf der Seite. Jetzt siehst du uns noch. Szene: Nina geht ein Stück in Richtung Heck, sie steht jetzt direkt neben dem Lkw und Lukas sieht Nina nur noch im Seitenspiegel. Carsten Reinkemeyer: Wenn Nina da rüber geht dann kannst du sie nicht mehr sehen. Jetzt siehst du sie im Spiegel. Lukas: Ja Carsten Reinkemeyer: Nina geht jetzt noch ein bisschen zur Seite. Szene: Nina geht jetzt noch etwas zur Seite und aus Lukas Perspektive ist Nina nur noch in dem kleinen unteren Spiegel des Seitenspiegels erkennbar, der die Bereiche abdecken soll, die man nicht sehen kann. Carsten Reinkemeyer: Jetzt siehst du sie nicht mehr im Spiegel. Lukas: Also nicht mehr in dem Spiegel, sondern in dem unteren kleinen. Szene: Wir sehen Carsten von Lukas Perspektive aus und er erklärt uns, wofür der kleine untere Spiegel da ist. Carsten Reinkemeyer: In dem unteren kleinen, genau. Das ist der Spiegel der die Bereiche abdecken soll die du sonst nicht direkt sehen kannst. Lukas: Ja. Carsten Reinkemeyer: Dieser Spiegel zeigt dir das was da an der Seite ist. Aber jetzt zeige ich dir noch mal wo du mich nicht sehen kannst. Carsten Reinkemeyer: Schau her. Lukas: Ja. Szene: Carsten stellt sich direkt neben den Lkw. Er steht rechts am vorderen Ende. Aus Lukas Perspektive wird der von der Säule der Fahrerkabine verdeckt. Neben dem Seitenspiegel hat der Lkw einen weiteren kleinen Spiegel an der Front. Nur in diesem Spiegel ist Carsten noch ganz klein erkennbar. Carsten Reinkemeyer: Siehst du mich noch? Eingeblendeter Text: Könnt ihr Carsten sehen? Szene: Die Kamera zeigt wie Lukas in dem Spiegel nach Carsten sucht, er findet ihn auch, aber Carsten ist nur sehr schwer erkennbar. Carsten zeigt, dass es Bereiche gibt, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Lukas: Ja, in dem ganz oben. Aber da musst du jetzt schon ein bisschen suchen. Szene: Carsten geht wieder in den Sichtbereich des Seitenfensters. Carsten Reinkemeyer: Da musst du jetzt schon suchen, genau. Eigentlich solltest du mich in allen Spiegeln sehen können, aber du merkst das ist nicht so einfach. Der Fahrer hat es schon sehr schwer das alles zu sehen. Man muss also sehr aufpassen. Lukas: Ja Carsten Reinkemeyer: Das heißt, es gibt um diesen Lkw herum gefährliche Bereiche wo der Fahrer vielleicht auch dich nicht sehen kann. Die wollen wir gerne mal ausmessen. Dafür fahren wir rüber an den Flugplatz wo wir viel Platz haben. Dann können wir das ausmessen, okay? Lukas: Ja, klingt super. Nina Moghaddam: Ich fahre mit dem Lkw mit. Carsten Reinkemeyer: Du fährst mit dem Lkw mit? Nina Moghaddam: Ja. Carsten Reinkemeyer: Du, dich nehme ich mit dem Fahrrad, okay? Lukas: Ja, alles klar. Carsten Reinkemeyer: Gut, fahren wir los. Lukas: Schade, war so cool da drin. Szene: Lukas steigt aus und eine neue Person "Hans Luft" setzt sich auf den Fahrersitz des Lkws. Nina steigt auf dem Beifahrersitz ein. Eingeblendeter Text: Hans Luft, Mercedes LKW Sicherheitsfahrer Nina Moghaddam: Hallo Hans. Hans Luft: Hallo Nina. Nina Moghaddam: Wir zwei machen jetzt eine kleine Spritztour. Einmal zum Flugplatz bitte. Hans Luft: Okay. Nina Moghaddam: Anschnallen natürlich nicht vergessen. Szene: Nina spricht direkt zur Kamera, um mit den Zuschauern zu reden. Nina Moghaddam: Und euch nehme ich jetzt mal mit. Dann könnt ihr mal ganz nah miterleben, wie unübersichtlich es eigentlich in so einem Lkw ist. Ihr kennt das ja aus dem Auto eurer Eltern. Da kann man einfach mal hinten rausgucken. Wenn ich hier nach hinten gucke sehe ich hier nur dein Bett. Es ist wirklich sehr unübersichtlich, oder? Hans Luft: Ja. Nina Moghaddam: Gab es schon mal eine brenzlige Situation die dir widerfahren ist? Hans Luft: Ja, auch schon. Gerade an der Werkseinfahrt habe ich gehalten in einer Schranke. Ich habe noch mit einem Pförtner geredet. Da ging ein Arbeiter zum Werk heraus, direkt vor das Auto. Ich wollte gerade vorfahren. Ich habe dann diese Person nicht erkannt, nicht gesehen weil sie im toten Bereich war. Szene: Nina schaut sich den toten Bereich im Spiegel an, um die Aussage von Hans zu unterstreichen. Nina Moghaddam: Man sieht auch nicht, ja Hans Luft: Da war es ziemlich knapp vor einem Unfall. Aber es passierte nichts, Gott sei Dank. Nina Moghaddam: Ein Glück. Nina Moghaddam: Dann fahre mich doch mal bitte ganz sicher zum Flugplatz. Hans Luft: Okay. Musik: Begleitmusik erscheint bis sie beim Flugplatz sind Szene: Die beiden fahren vom Parkplatz weg und fahren über eine Bundesstraße zum Flugplatz. Nina Moghaddam: Danke, Hans. Szene: Die beiden parken auf dem Flugplatz und steigen aus. Lukas und Carsten kommen gerade mit den Fahrrädern am Parkplatz an. Hans Luft: Bitte. Nina Moghaddam: Was? Ihr seid schon da? Carsten Reinkemeyer: Hallo, Nina. Carsten Reinkemeyer: Durch den Wald geht auch schnell. Nina Moghaddam: Ihr wart ja mega schnell. Nicht schlecht. Carsten Reinkemeyer: Super Nina Moghaddam: Du hast darum gebeten dass wir ein paar Sachen mitbringen. Szene: Nina öffnet eine Seitentür vom Lkw und nimmt ein paar Gegenstände heraus, darunter eine Schnur und eine Pylone Carsten Reinkemeyer: Richtig. Nina Moghaddam: Darf ich dir das geben? Lukas: Ja, kannst du machen Carsten Reinkemeyer: Die Schnüre und die Pylone. Szene: Die Gruppe geht ein paar Meter weg und stellt die Pylone und die Schnüre auf den Boden ab. Nina Moghaddam: Wofür brauchen wir das alles? Carsten Reinkemeyer: Wir wollten zeigen, wo die Bereiche sind die der Fahrer nicht direkt einsehen kann. Und die gefährlich sind wenn man sich mit dem Fahrrad da drin befindet. Diese Bänder brauchen wir damit wir das abspannen können. Der Lukas und der Hans, die schauen mal wo man noch was sehen kann und wo nicht. Wo man nichts mehr sehen kann da spannen wir das Band hin. Von der Scheibe, wo der Fahrer was sehen kann, bis auf den Boden. Nina Moghaddam: Okay Carsten Reinkemeyer: Das machen wir rundherum. Und dann wissen wir wo man einen Fahrradfahrer nicht mehr sehen kann vom Lkw aus. Carsten Reinkemeyer: Okay? Lukas: Okay Nina Moghaddam: wir helfen dir. Musik: Die Musik erscheint bis sie fertig mit dem Aufbauen sind Szene: Alle packen gemeinsam an, um die Schnüre am LKW zu befestigen. Die Verkehrspylonen dienen dabei als Startpunkte, um die Schnüre zu spannen und sie sicher am Boden zu befestigen. Während sie die Pylonen aufstellen kommunizieren sie mit Hans auf dem Fahrersitz. Er sagt ihnen, ab wann er sie nicht mehr sehen kann. Daraufhin wird die Pylone abgestellt, um den Bereich zu markieren. Nina Moghaddam: Ihr seht, wir waren ganz fleißig. bzw. vielmehr, ihr wart fleißig. Wir haben alles abgespannt mit unseren bunten Bändchen. Was machen wir jetzt? Szene: Die drei stehen vor dem LKW, während die Schnüre sichtbar straff gespannt sind. Diese wurden außen, auf Höhe des Fahrers, am Fahrzeug befestigt. Carsten Reinkemeyer: Jetzt haben wir alles aufgezeigt, wo der Fahrer nicht direkt hinschauen kann. Jetzt schauen wir mal, ob der Lukas mit seinem Fahrrad reinpasst. Ob er da drin verschwindet. Nina Moghaddam: Hol mal, dein Fahrrad das steht doch noch hier vorne. Das müsste doch gehen, oder nicht? Szene: Lukas holt sein Fahrrad. Lukas und Nina stellen sich beide unter die Schnüre, also in die gefährlichen Bereiche. Lukas: Glaub schon Carsten Reinkemeyer: Schieb es einfach mal hier rein. Ich wette, er passt rein. Ihr passt sogar beide rein. Ihr seid beide unter dem Faden, unter dem Band. Eingeblendeter Text: Unter den Bändern ist man für den Fahrer unsichtbar Carsten Reinkemeyer: Ihr seid beide für den Fahrer nicht mehr sichtbar. Nina Moghaddam: Oh oh, nicht gut. Carsten Reinkemeyer: Was machen wir jetzt? Nina Moghaddam: Was machen wir jetzt? Carsten Reinkemeyer: Jetzt schauen wir in den Spiegel. Szene: Carsten zeigt auf einen kleinen Spiegel, dieser ist direkt oberhalb der Windschutzscheibe. Nina Moghaddam: Wo denn? Carsten Reinkemeyer: Da oben ist der Rampenspiegel. Dieser kleine Spiegel muss euch jetzt dem Fahrer zeigen. Szene: Nina schaut in den Spiegel und fragt Hans, ob er sie auch sehen kann. Nina Moghaddam: Hans, ich sehe dich. Siehst du mich auch? Hans Luft: Hallo. Nina Moghaddam: Ja, er sieht durch. Carsten Reinkemeyer: Das ist der Bereich den der Fahrer nur mithilfe seiner Spiegel sehen kann, wenn ihr nicht zu klein da drin seid. Also der gefährliche Bereich. Animierte Grafik: Nun wird ein animiertes Video eingeblendet. Es zeigt den LKW von oben. Zu sehen sind, welche Bereiche der Lkw-Fahrer nur mithilfe seiner Spiegel einsehen kann. Sie werden als farbige Flächen eingezeichnet. Off-Sprecher: Mit der fliegenden Kamera sehen wir nun die Bereiche die der Lkw-Fahrer nur mithilfe seiner Spiegel einsehen kann. Eingeblendeter Text: Nicht direkt einsehbare Bereiche Animierte Grafik: Ein Kreis formt sich unter der Zugmaschine, dieser kennzeichnet den Bereich, der unterhalb der Zugmaschine nicht direkt einsehbar ist. Eingeblendeter Text: Unten Off-Sprecher: Das ist einmal unten rund um die Zugmaschine Eingeblendeter Text: Vorne Off-Sprecher: und nach vorn hinter den Ecken des Führerhauses. Animierte Grafik: Zwei spitze dreieckige Flächen formen sich, sie zeigen den vorderen nicht direkt einsehbaren Bereich links und rechts von der Zugmaschine Off-Sprecher: Ganz besonders gefährlich sind die Bereiche hinten neben dem Auflieger. Deshalb markieren wir sie rot. Animierte Grafik: Zwei weitere Flächen hinter dem Auflieger erscheinen, diese sind rot markiert. Sie sind besonders gefährlich, da sie noch uneinsehbarer als die anderen Flächen sind. Eingeblendeter Text: Hinten Animierte Grafik: Die Grafik zeigt eine Situation, in der ein Fahrradfahrer direkt neben einem Lkw fährt. Beide fahren auf eine Kreuzung zu. Das Fahrrad fährt rechts vom Lkw und möchte die Kreuzung geradeaus passieren. Der Lkw möchte nach rechts abbiegen. Der Fahrradfahrer erkennt nicht, dass der Lkw abbiegen möchte, da dieser für den Abbiegevorgang so weit ausholen muss und fährt weiter geradeaus. Off-Sprecher: Denn weil der Lastwagen so lang ist muss er bei Kurven sehr weit ausholen und lenkt erst sehr spät. Ein Fahrradfahrer erkennt deshalb vielleicht nicht, dass der Brummi abbiegen will und fährt einfach weiter. Ups, gerade noch mal gut gegangen. Animierte Grafik: Die Grafik zeigt nun, was passieren würde, wenn der Lkw den Fahrradfahrer in der Kreuzung nicht sieht und weiterfahren würde. Das Fahrrad steht zu nah am Lkw und gerät in den Fahrweg des Aufliegers. Der Fahrradfahrer wird vom Lkw überrollt. Dies passiert, da die Hinterräder eine andere Spur fahren als die Zugmaschine. Off-Sprecher: Wenn der Lastwagen jetzt nicht stoppt und einfach weiterfährt, ist das Fahrrad im Fahrweg des Aufliegers und wird von diesem erfasst. Denn die Hinterräder fahren eine andere Kurve als die Zugmaschine. Also auch bei grün lieber mal vor der Kreuzung warten. Szene: Die Grafik ist zu Ende und die drei stehen wieder vor dem realen Lkw. Sie erläutern, was Ihnen an dem heutigen Tag gefallen hat und was sie gelernt haben. Nina Moghaddam: Carsten, das war echt eine super Idee, hier auf diesen Flugplatz zu kommen. Denn ich glaube, dadurch haben wir alle einen super Eindruck gewonnen, wo denn eigentlich all die ganzen Gefahrenzonen beim Lkw sind. Lukas: Ja, und ich fand es interessant, wie weit der Lkw ausholen muss, um eine Kurve zu fahren. Nina Moghaddam: Oder abzubiegen, stimmt, das fand ich auch ganz spannend. Aber trotz all der Gefahren muss man ja sagen es gibt zum Glück technische Unterstützung. Und wie die genau aussieht das schauen wir uns jetzt an. Und dafür beam ich uns mal zurück in das Allianz Zentrum für Technik. Achtung, seid ihr bereit? Lukas: Ja. Szene: Nina schnipst mit dem Finger und sie sind wieder im Allianz Zentrum für Technik. Nun stehen sie zu viert inklusive einer neuen Person, Herr Barth, vor dem Lkw. Auf der Lkw-Plane ist der Aufdruck “Abbiege-Assistent” und ein Bild von einem Fahrradfahrer. Nina Moghaddam: Hey, das hat doch super geklappt mit dem Beamen. Und wir sind sogar jetzt nicht nur zu dritt, sondern gleich zu viert. Schön, dass Sie mit dabei sind, Herr Barth. Carsten Barth: Hallo, herzlich willkommen am Lkw. Eingeblendeter Text: Carsten Barth, Entwickler Mercedes Assistenzsysteme Nina Moghaddam: Danke. Carsten Reinkemeyer: Ja, hallo Herr Barth. Sie sind als Entwickler bei Mercedes-Benz in der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen tätig. Und wir haben ja Fahrerassistenzsysteme im Pkw, wo mit Radar, Ultraschall Kameras auch schon geguckt wird was das Auto sieht und im Notfall bremst das Auto eben auch. Solch ein System, gerade für die Seitenüberwachung gibt es in diesem Lkw jetzt auch. Sie haben das mitentwickelt. Können Sie es uns erklären? Carsten Barth: Ja, hier ist der neueste Mercedes-Benz Abbiegeassistent verbaut. Und der funktioniert auch mit einer Radarsensorik. Wir sehen sie hier unten. Szene: Carsten zeigt auf den hinteren Teil von der Zugmaschine am hinteren Reifen. Die Radarsensorik ist in einem schwarzen Kasten verbaut. Carsten Barth: Lukas, weißt du denn eigentlich was ein Radar ist? Lukas: Nein, das weiß ich nicht. Carsten Barth: Aber ein Echo im Gebirge kennst du. Lukas: Ja, das kenne ich. Carsten Barth: Genau so funktioniert der Radar, nur eben mit Funkwellen. Lukas: Also, wenn ich jetzt hier stehe, und dann sendet der Sensor einen Strahl aus der prallt an mir ab und geht zurück in den Sensor. Szene: Zeigt Lukas und den Sensor und veranschaulicht wie der Sensor Funkwellen sendet und wieder empfängt. Am Sensor werden rote Welle grafisch eingeblendet, die vom Sensor weg führen. Sie prallen an Lukas ab und bewegen sich wieder auf den Sensor zu. Lukas: Und durch die Zeit die dieser Strahl zu mir braucht, werden auch die Meter abgemessen. Carsten Barth: Ganz genau so, richtig. Lukas: Funktioniert das auch im Dunkeln? Carsten Barth: Das ist eine sehr gute Frage. Das war auch der Grund warum wir uns für den Radar entschieden haben. Weil es bei Dunkelheit, bei Nacht, bei Regen funktioniert. Carsten Reinkemeyer: Gut. Carsten Reinkemeyer: Welche Reichweite hat das? Carsten Barth: Die Reichweite ist eingeschränkt, einmal auf die komplette Länge des Lkws die wir natürlich überwachen wollen, und die Breite einer Fahrspur. Nina Moghaddam: Und wie wird der Fahrer dann genau gewarnt? Carsten Barth: Das ist natürlich das Wichtigste an der ganzen Sache das möglichst einfach zu gestalten. Und wir haben ein 2-stufiges Warnkonzept. Szene: Es wird ein Video vom Innenraum eingeblendet. An der Säule der Kabine, neben dem Seitenspiegel, befindet sich eine gelbe dreieckige Warnlampe. Dieses wechselt in dem Video auch zu einer roten Lampe, um auf eine kritische Situation, die eine Notbremsung bedarf, hinzuweisen. Nina Moghaddam: Gelbe Lampe heißt Information, bewegt das Objekt seitlich, reicht in den meisten Fällen, damit der Fahrer vorgewarnt ist. Rote Lampe heißt kritische Situation, sofort bremsen. Szene: Das Video ist vorbei, und wir sehen wieder alle vier vor dem Lkw Nina Moghaddam: Also ein super System. Danke schön, Herr Barth, dass Sie uns das so toll erklärt haben. Danke dir, Lukas, mit dir hatte ich richtig viel Spaß heute. Und natürlich danke auch dir, Carsten. Carsten Barth: Sehr gerne Carsten Reinkemeyer: Gerne Nina Moghaddam: Für euch gilt es natürlich, immer achtsam zu sein im Straßenverkehr. Eingeblendeter Text: Niemals einen Lkw rechts überholen Nina Moghaddam: Auch wenn es dieses tolle System gibt, natürlich nicht nur für Lkws, sondern auch für Busse. Versucht bitte, ja, nicht mit dem Fahrrad rechts zu überholen. Also lieber immer achtsam sein und den Bus oder den Lkw an euch vorbeifahren lassen. Musik: Outro Musik erscheint Nina Moghaddam: Also seid vorsichtig im Straßenverkehr und hoffentlich seid ihr beim nächsten Mal wieder mit dabei. Eingeblendeter Text: Wir danken allen Mitwirkenden: Moderatorin: Nina Moghaddam Kinderdarsteller: Lukas Krautloher Sicherheitsforscher AZT: Carsten Reinkemeyer Polizist Michael Reisch LKW-Fahrer: Hans Luft Entwickler Mercedes: Carsten Barth. Schon gewusst? Der tote Winkel. Eine Produktion von: Allianz Mhoch4, die Bewegtbildagentur, Polizei München, DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat Copyright Allianz Deutschland AG 2018, das Kopieren und Weitergeben für nicht kommerzielle Zwecke ist ausdrücklich erlaubt!