Unterstützung für Selbstständige und Unternehmen

Corona-Hilfen der Bundesregierung

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus stellen Gewerbetreibende, Handwerker, Dienstleister und Freiberufler vor große wirtschaftliche Herausforderungen. In vielen Bereichen gehen die Umsätze zurück, während die Kosten nicht im gleichen Maße sinken.
 
Der Bund stellt unterschiedliche Wirtschaftshilfen für Selbstständige und Unternehmen bereit, die von den aktuell beschlossenen temporären Maßnahmen und Schließungen aufgrund der Pandemie betroffen sind. Alle aktuellen Informationen finden Sie auf der seitens der Bunderegierung eingerichteten Webseite:
 
Wer? Was? Wann?
 

Für wen?
Unternehmen, Organisationen, Soloselbstständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland, die von Januar bis März 2022 in jedem Monat mindestens einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent (im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019) erlitten haben. Die Umsatzhöchstgrenze entfällt für Unternehmen, die unmittelbar von den Schließungsanordnungen betroffen waren sowie den Großhandel, die Reise- und Pyrotechnikbranche.

Update: Die Überbrückungshilfe IV wird unverändert bis Ende Juni 2022 verlängert. Weitere Infomationen

Leistung:

Fixkostenzuschuss von maximal 10 Mio. Euro pro Monat (abhängig vom Umsatzeinbruch). 
90 % Erstattung bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
60 % Erstattung bei ≥ 50 % und ≤ 70 % Umsatzeinbruch
40 % Erstattung ab ≥ 30 % und < 50 % Umsatzeinbruch
Unternehmen und Selbstständige mit einem Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent in den Monaten Dezember 2021 und Januar 2022 erhalten einen Eigenkapitalzuschuss von 30 Prozent (zusätzlich zur Fixkostenerstattung). Darüber hinaus gelten zusätzliche Regelungen für besonders betroffene Branchen.

Antragsfrist:
Erstanträge können bis zum 30. April 2022 über einen prüfenden Dritten (z. B. Steuerberater) gestellt werden.

 

Für wen?
Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufliche aller Branchen (mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland), die in einem Monat zwischen November 2020 und Dezember 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. 

Leistung:
Fixkostenzuschuss von maximal 1,5 Mio. Euro pro Monat (abhängig vom Umsatzeinbruch).
100 % Erstattung bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
60 % Erstattung bei ≥ 50 % und ≤ 70 % Umsatzeinbruch
40 % Erstattung ab ≥ 30 % und < 50 % Umsatzeinbruch
Eigenkapitalzuschuss (zusätzlich zu Fixkostenerstattung) bei einem Umsatzeinbruch von mind. 50 % in drei Monaten oder länger.

Update: Im Rahmen der Überbrückungshilfe Plus erhöht sich die maximale monatliche Förderung für Unternehmen auf 10 Mio. Euro, begrenzt auf 52 Mio. Euro Gesamtförderung. Firmen können zudem bei erhöhtem Personalbedarf Zuschüsse zu den Personalkosten (Restart-Prämie) für die Monate Juli, August und September 2021 beantragen. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit werden Anwalts- und Gerichtskosten für eine insolvenzabwendende Restrukturierung bis zu 20.000 Euro pro Monat ersetzt.

Antragsfrist:
Anträge können für den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 bis zum 31. März 2022 gestellt werden.

Im Falle von Verbundunternehmen in Vorbereitung erhöht sich die Fördersumme auf maximal 3 Millionen Euro pro Monat.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Stand: Juni 2021 

 

Für wen?
Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig  Beschäftigte sowie kurzfristig Beschäftigte in den darstellenden Künsten können für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 einen Vorschuss beantragen. Der Vorschuss darf in voller Höhe behalten werden, wenn die Umsatzeinbußen im Förderzeitraum mindestes 60 Prozent betragen.

Update: Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird als "Neustarthilfe 2022 Zweites Quartal" bis Ende Juni 2022 verlängert. Weitere Informationen

Leistung:
Einmalige Zahlung in Höhe von 50 % des Referenzumsatzes für den Förderzeitraum, insgesamt maximal 4.500 Euro für Selbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften, maximal 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften.

Antragsfrist:
Bis zum 30. April 2022 können Anträge gestellt werden.

Der Referenzumsatz ist das Dreifache des durchschnittlichen Monatsumsatzes im Jahr 2019.

 

Für wen?
Richtet sich grundsätzlich an alle direkt oder indirekt von Schließungen seit dem 2. November 2020 betroffenen Unternehmen aller Größen und Branchen.

Leistung:
Bis zu 75 Prozent Erstattung des Umsatzes aus dem Vergleichsmonat 2019.

Antragsfrist:
Bis zum 30. April 2021.

 

Für wen?
Kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbstständige, Freiberufler und gemeinnützige Organisationen, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Leistung:
Fixkostenerstattung abhängig vom Umsatzeinbruch pro Kalendermonat (max 50.000 Euro / Monat):
90 % Erstattung bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
60 % Erstattung bei ≥ 50 % und ≤ 70 % Umsatzeinbruch 
40 % Erstattung bei ≥ 30 % und < 50 %Umsatzeinbruch

Antragsfrist:
Bis zum 31. März 2021.

  • Soloselbstständige können per Direktantrag oder über einen prüfenden Dritten die Neustarthilfe 2022 beantragen. Zur Identifizierung bei der Antragsstellung wird ein ELSTER-Zertifikat benötigt.

    Eine gleichzeitige Inanspruchnahme von Neustarthilfe 2022 und Überbrückungshilfe IV ist nicht möglich.

  • Unternehmen, gemeinnützige Organisationen oder Nicht-Soloselbstständige müssen für einen Antrag auf Überbrückungshilfe einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt oder vereidigten Buchprüfer beauftragen, der den Antrag stellt.
  • Unser Schaden- und Kundenservice ist wie gewohnt erreichbar - telefonisch und digital.
  • Auch unsere Agenturen sind natürlich weiterhin für Sie da – in jedem Falle telefonisch und digital.
  • Wir informieren regelmäßig über neue wichtige Inhalte.
Update: 15.06.2021