Wohnmobil fährt auf schneebedeckter Landstraße
Gerüstet für Eis und Schnee

So machen Sie Ihr Wohnmobil winterfest

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Viele Wohnmobilbesitzer über­wintern ihr rollendes Zuhause in einer Garage oder auf einem geschützten Stellplatz. Alternativ nutzen sie das Reisegefährt für Wintercamping.
  • Wer seinen Camper im Winter einlagert, unterzieht ihn vorab einer gründlichen Innen- und Außenreinigung und entleert alle Wassertanks sowie -leitungen. Regelmäßiges Lüften während der Standzeit sorgt dafür, dass sich im Inneren kein Schimmel bildet.
  • Fahren Sie mit dem Reisemobil in den Winterurlaub, sind Heizsystem und gute Isolierung unverzichtbar. Ist das Fahrzeug serienmäßig oder durch Hinzubuchen eines Winter­pakets winterfest, trotzt es Minus­graden problemlos.
  • Melden Sie Ihr Reisemobil während der Wintersaison ab, greift die beitragsfreie Ruheversicherung. Die bestehende Kfz-Haftpflicht- bzw. Kaskoversicherung schützt den Camper im Winterquartier nur, wenn Sie ihn nicht bewegen und auf einem umfriedeten Grundstück abstellen.
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Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Differenzierung
Illustration Info: Gut zu wissen

Winterfeste Reisemobile haben einen strengeren Kältetest zu bestehen als wintertaugliche Modelle. Hierfür durch­laufen die Fahrzeuge ein mehr­stufiges Prüfverfahren:

Winterfest nach EU-Norm EN 1646-1 ist ein Wohnmobil, wenn die serien­mäßig eingebaute Heizung das Fahrzeuginnere bei einer Außen­temperatur von minus 15 Grad innerhalb von vier Stunden auf mindestens 20 Grad aufheizt. Vorab werden alle Fenster und Türen des Reisegefährts für zehn Stunden geöffnet, sodass es bis in den letzten Winkel auskühlt.

Die Messung der Luft­temperatur erfolgt in der Mitte des Kfz einen Meter über dem Boden. Eine Stunde nach Erreichen der Innen­temperatur von 20 Grad wird die Wasser­anlage gefüllt. Bleiben Wasser­leitungen und Wassertank frostfrei, ist das Wohnmobil winterfest.

Die Bedingungen für einen Test auf Winter­tauglichkeit sind weniger streng: Das Reisemobil kühlt bei null Grad Außen­temperatur aus. Anschließend hat die serienmäßige Heizung zwei Stunden Zeit, um den Innenraum auf 20 Grad aufzuheizen. Die Wasseranlage steht nicht auf dem Prüfstand.

Wichtig: Für Wintercamping sollte Ihr Mobilheim winterfest sein. So gehen Sie sicher, dass Wasserleitungen und Wassertanks nicht einfrieren, während Sie tagsüber beim Skifahren oder Winterwandern sind. Gefriert die Wasseranlage, kann der Frost bleibende Schäden anrichten.

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Winterquartier
Möchten Sie Ihr Reisegefährt bis zur nächsten Campingsaison winterfest einlagern, stellen Sie es an einem über­dachtentrockenen Ort ab. Vor dem "Winterschlaf" reinigen Sie das Fahrzeug außen und innen, betanken es mit Winter­diesel und laden die Bord­batterie auf. Entleeren Sie alle (Ab-)Wasser­tanks und versorgen Sie Motor und Scheiben­waschanlage mit Kälte­schutz­mittel – ansonsten besteht Frostgefahr.
Wohnwagen mit Plane abgedeckt im Winter

Garagen und überdachte Carports sind sichere Winterlager für Wohn­mobile

Um Ihr Wohnmobil im Winter einzu­lagern, benötigen Sie einen überdachten, sicheren und trockenen Stellplatz. Wer keine eigene Garage für das Reisegefährt hat, durchforstet die Kleinanzeigen des örtlichen Anzeigen­blatts oder Online-Portale nach Winterstellplätzen. Oft lohnt es sich, im Freundes- oder Bekann­ten­kreis nach einer Unter­bringungs­möglichkeit für den Camper zu fragen.

Insbesondere in ländlichen Gegenden bieten Privatpersonen häufig geschützte Stellplätze für Reisemobile oder Wohn­wagen auf ihren Grundstücken an. Daneben vermieten kommerzielle Anbieter Winterquartiere für Camping­fahrzeuge. Ein Abstellplatz in einer Halle kostet beispielsweise rund 50 bis 100 Euro pro Monat.

Schutzhülle ist sinnvoll für Wohnmobile und Wohn­wagen, die im Freien überwintern

Eine Abdeckplane für Ihr mobiles Zuhause empfiehlt sich, wenn Sie es in der kalten Jahreszeit unter freiem Himmel abstellen. Im Fachhandel sind robuste Spezialhüllen erhältlich, die zuverlässig vor Schnee und Eis schützen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Schutzhülle luftdurchlässig ist.

Denn: Decken Sie Ihr Mobilheim mit einer günstigen Plastik-Allzweckplane aus dem Baumarkt ab, sammelt sich darunter Feuchtigkeit. Die Folge: Stauwasser, verstärkte Rostbildung und Schimmel an der Innenseite der Hülle. Im schlimmsten Fall kann er sich bis ins Innere des Mobilheims ausbreiten.

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Checkliste

Folgende Tipps sorgen dafür, dass Ihr Camper lange Standzeiten bei eisigen Temperaturen wohlbehalten übersteht und im nächsten Jahr sofort einsatzbereit ist:

Batterie und Tank

  • Bauen Sie die vollgeladene Versorgungsbatterie aus und bewahren Sie sie außerhalb des Campers auf. Alternativ laden Sie den Akku an Bord des Fahrzeugs von Zeit zu Zeit vollständig auf, damit er die Minusgrade unbeschadet übersteht.
  • Füllen Sie den Kraftstofftank vor dem Überwintern einmal komplett auf, idealerweise mit winterfestem Diesel. Denn: Ein leerer Tank setzt schnell Rost an.

Gas, Wasser und Flüssigkeiten

  • Drehen Sie die Ventile aller Gasflaschen an Bord des Reisemobils zu und lassen Sie Gasreste aus den Leitungen entweichen. Gasbehälter bauen Sie, falls möglich, aus und lagern sie außerhalb des Camping­fahr­zeugs. Schließen Sie sämtliche Gas-Absperrhähne im Innenraum des Mobilheims.
  • Leeren Sie alle Abwasser- und Wassertanks des Wohnmobils. Denken Sie daran, Restwasser in Warmwasserboiler, Duschkopf, Wasserleitungen und Pumpen ebenfalls zu entleeren, um Frostschäden zu verhindern.
  • Füllen Sie die Behälter von Kühlwasser und Scheiben­wasch­wasser mit Frostschutzmittel auf. Klappen Sie die Scheiben­wischer nach vorne, damit die Gummilippen nicht an der Scheibe festfrieren.

Reinigung und Pflege

  • Waschen Sie Außenwände, Unterboden und Radkästen des Campers sorgfältig ab. Je nach Fahrzeuggröße zum Beispiel an der Lkw-Waschanlage einer Tankstelle.
  • Fenster und Dachhauben säubern Sie mithilfe eines speziellen Reinigungsmittels, etwa für Acrylglas.
  • Behandeln Sie die Lackierung des Wohnmobils mit Wachs oder Politur. Versiegeln Sie kleinere Lackschäden besonders gründlich damit, um Rostbildung vorzubeugen.
  • Reinigen Sie den Innenraum des Wohnmobils gewissenhaft: Befreien Sie Markise und Vorzelt von Schmutz und bewahren Sie beides trocken auf. Leeren Sie den Kühlschrank und putzen Sie die Innenfächer. Das Gefrierfach tauen Sie ab. Kochnische, Herd und Backofen säubern Sie ebenso wie Bad, Toilette und Nasszelle. Ess­tisch und andere Möbel wischen Sie mit Seifenlauge ab. Teppiche, Matratzen, Polster sowie Heizungs­kästen lassen sich mit einem Staubsauger von Schmutz befreien.
  • Fetten Sie Handbremse, Scharniere, Schlösser und bewegliche Einzelteile am Reisemobil gründlich ein.
  • Behandeln Sie Gummidichtungen an Fenstern, Türen und Dachluken mit Pflegemittel, damit sie geschmeidig bleiben.

Inneneinrichtung und Vorräte

  • Räumen Sie Schränke und Staufächer im Wohnmobilinneren aus. Lassen Sie Schranktüren, Klappen und Co. während der Standzeit offen stehen, um Schimmelbildung entgegen­zuwirken. Das gilt auch für Kühlschrank und Gefrierfach.
  • Öffnen Sie Bett- und Sofakästen. Stellen Sie Matratzen und Polster senkrecht auf, um Stockflecken und Schimmel vorzubeugen.
  • Entfernen Sie Gegenstände, die Feuchtigkeit anziehen, aus dem Wohnmobil. Dazu zählen Teppiche, Kleidung und Handtücher, aber auch Toilettenpapier oder Küchen­rolle.
  • Elektrogeräte wie Mikrowelle oder Fernseher bauen Sie aus und bewahren sie bis zum nächsten Einsatz außerhalb des Campers auf – zum Beispiel in einem trockenen Keller.
  • Stellen Sie sicher, dass keine Lebensmittel oder Getränke im Reisemobil lagern. Denn: Ver­gessene Speisevorräte locken im Winter Mäuse und Ungeziefer an.

Sicher abstellen

  • Vergewissern Sie sich, dass Ihr Mobilheim auf einer geraden Fläche steht. Unebenheiten im Boden können Sie mit Auffahr­keilen ausgleichen.
  • Legen Sie den ersten Gang ein und lösen Sie die Handbremse, damit sie während der Standzeit nicht festfriert.
  • Um Räder und Achsen zu entlasten, erhöhen Sie den Reifendruck um 0,5 Bar. Alternativ können Sie Reisemobil oder Wohnwagen aufbocken oder die Stützen herunterkurbeln.
  • Bringen Sie zur Sicherung Ihres Wohnmobils einen Diebstahlschutz an, zum Beispiel in Form einer Reifen- oder Lenkradkralle.

Während der Standzeit

  • Bewegen Sie Wohnmobil oder Wohnwagen mindestens einmal monatlich, um Standschäden an Reifen und Achsen vorzubeugen.
  • Lüften Sie Ihr mobiles Zuhause alle vier Wochen für eine Stunde durch, um Schimmelbildung zu verhindern.
Gut zu wissen: Einlagern von Caravans
Illustration Info: Gut zu wissen

Für das Überwintern von Wohn­anhängern gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie für Reisemobile: Sie stellen den Caravan an einem geschützten Ort ab, reinigen Außenseite sowie Innenraum, lassen Restwasser vollständig ab und schließen alle Gashähne.

Im Unterschied zu Wohnmobilen sind beim "Einmotten" von Wohnwagen folgende Besonderheiten zu beachten:

  • Neben Scharnieren und Bremse fetten Sie auch das Stützrad des Wohnwagens.
  • Für die Caravan-Deichsel sind Schutzhauben verfügbar, die Kugelkupplung und Co. vor Frost bewahren. Auch der Deichselkasten lässt sich mit einer speziellen Schutzhülle versehen.
  • Decken Sie Ihren Wohnwagen im Winterlager mit einer Plane ab, sollte diese nie direkt auf den Belüftungsöffnungen aufliegen. Sie ermöglichen, dass die Luft im Innenraum des Caravans zirkuliert – und Feuchtigkeits- sowie Schimmelbildung keine Chance haben.
Illustration Info: Gut zu wissen
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Heizung, Campingplatz & Co.
Von Wintercamping ist die Rede, wenn Sie die kalte Jahreszeit für Reisen mit Wohnmobil oder Wohnwagen nutzen. Anders als bei Campingtrips in den Sommermonaten sollte Ihr mobiles Zuhause im Winterurlaub für Schnee und Eis gerüstet sein. Unverzichtbar sind Winterreifen, Umluftgebläse oder Warmwasserheizung sowie eine gute Isolierung.
Wohnmobil steht auf Parkplatz vor Haus im Schnee, während Fahrer die Windschutzscheibe von Eis befreit

Winterreifen sind Pflicht für Wohnmobilreisen bei Eis und Schnee

Das Mobilheim samt Beladung trotz Schneefall und Glätte sicher zu steuern, zählt bei Campingreisen im Winter zu den größten Herausforderungen. Um die Bodenhaftung (Grip) bei rutschiger Fahrbahn zu gewährleisten, ziehen Sie ab Temperaturen unter sieben Grad Celsius Winterreifen auf. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) sind nur solche Reifen wintertauglich, die das Alpine-Symbol (Berg und Schneeflocke) tragen.

Der deutsche Gesetz­geber schreibt bei Winterreifen zudem eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Für eine sichere und gute Fahrt empfehlen Automobilclubs bei winter­lichen Straßen­verhältnissen allerdings mindestens vier Millimeter Profiltiefe.

Wohnmobil-Heizung funktioniert mit Gas oder Sprit

Winterfeste Wohnmobile verfügen über eine Benzin-, Diesel- oder Gasheizung. Sprit­betriebene Luft- oder Warm­wasser­heizungen können während der Fahrt laufen und zapfen für den Heizungs­betrieb den vorhandenen Kraftstofftank an. Sie sind in der Regel teurer und weniger effizient als eine Gasheizung.

Gasbetriebene Gebläse- oder Warm­wasser­heizungen sind preiswert und arbeiten geräusch­arm. Dafür haben sie strengere Auflagen zu erfüllen, um einen sicheren Betrieb zu gewähr­leisten. Zudem sind Gasvorräte an Bord erforderlich, um das Wohnmobil während der gesamten Reise beheizen zu können. Ob Sie Diesel- oder Gasheizung wählen, hängt vom Mobilheim und Ihren Präferenzen ab.

Wichtig: Läuft die Heizung im Camper, wärmt sie nicht nur den Wohnraum, sondern auch Wasserleitungen und Frischwassertank. Der Abwassertank hingegen ist oft unter dem Fahrzeug­boden verbaut und kann bei Minus­graden einfrieren. Ein beheizbarer Ab­wasser­tank ist sinnvoll, um das Wohn­mobil rundum winterfest zu machen.

Isolierung schützt Innenraum des Campers vor Kälte

Ist Ihr Wohnmobil ab Werk winterfest, ist es in der Regel so gut isoliert, dass keine Kälte von außen ins Fahrzeuginnere dringt. Dennoch lohnt es sich, sogenannte Wärmebrücken am Reisegefährt aus­findig zu machen. Das sind Bereiche, durch die Wärme schneller nach außen dringt als durch angrenzende Bauteile – etwa undichte Fugen an Aufbautür oder Fenstern. Dämmen Sie solche "Wärme­lecks" mit Thermo­matten oder Scheiben­abdeckungen, damit es im Wohnraum angenehm warm bleibt. Für das Fahrer­haus sind spezielle Isolier­hauben und Außen­isolier­matten erhältlich.

Packliste für Wintercamping im Wohnmobil

Folgende Gegenstände sollten Sie an Bord haben, wenn Sie mit dem Camper in den Winterurlaub fahren:

  • Winterreifen
  • Schneeketten
  • Eiskratzer
  • Eisspray für Türschlösser
  • Warme Arbeitshandschuhe
  • Schneeschaufel und Kehrbesen
  • Anstellleiter, um Dach von Schnee und Eis zu befreien
  • Scheibenabdeckung
  • Starthilfekabel
  • Unterlegkeile
  • Taschenlampe
  • ausreichende Gasvorräte
Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Wintercamping im Caravan
Illustration Info: Gut zu wissen

Um Minusgraden zu trotzen, benötigen Caravans unter anderem eine Heiz­anlage sowie ausreichende Isolierung. Entsprechend ausgestattete, winterfeste Modelle mit Gas- oder Warm­wasser­heizung bieten fast alle Hersteller serienmäßig ab Werk.

Um die Auszeichnung "winterfest" zu erhalten, durchlaufen Wohnwagen – genauso wie winterfeste Wohnmobile – einen mehr­stufigen Test nach EU-Norm DIN EN 1645-1. Damit ist gewährleistet, dass sowohl Innenraum als auch Wasser­anlage klirrender Kälte von minus 15 Grad standhalten.

Neben ausgewiesenen Wintercaravans, zum Beispiel von Kabe, Polar oder Tabbert, können Sie viele Basismodelle mit einem Winterpaket frostsicher machen. Für Wohnwagen ab der oberen Mittelklasse, etwa von Dethleffs oder Knaus, ist eine wintertaugliche Zusatz­ausstattung ab Werk hinzu­buchbar. Je nach Paket sind zum Beispiel Warm­wasser­heizung, Fußboden­erwärmung oder isolierte Abwasser­leitungen enthalten. 

Ein Winterpaket für Ihren neuen Caravan ordern Sie bei der Bestellung. Eine Nach­rüstung ist in der Regel nicht möglich. Kostenpunkt: ab rund 800 Euro.

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Ausstattung
Sie planen die Anschaffung eines Reisemobils, mit dem Sie ganzjährig in den Urlaub fahren können? Dann sollten Sie darauf achten, dass der Camper serienmäßig oder durch Zusatz­aus­stattung winterfest ist – egal, ob Sie ihn beim Händler oder von privat kaufen.
Winter-Camping: Wohnmobile auf schneebedecktem Stellplatz

Mehrere Hersteller bieten winterfeste Wohnmobile ab Werk

Die Reisemobile einiger Camping­fahr­zeug-Marken sind standard­mäßig winterfest. Zur serienmäßigen Aus­stattung frostsicherer Camper zählen unter anderem ein beheizter Doppel­boden, isolierter Aufbau, beheiz­bare (Ab-)Wassertanks sowie frostsichere Versorgungs- und Ent­sorgungs­leitungen.

Winterfeste Wohnmobile bieten zum Beispiel folgende Hersteller an:

Entscheiden Sie sich für den Neukauf eines winterfesten Modells, starten die Preise – je nach Größe und Ausstattung – bei etwa 40.000 Euro. Schaffen Sie ein winterfestes Wohnmobil gebraucht an, liegen die Kosten in der Regel etwas niedriger.

Winterpaket macht Camper auf Wunsch frostsicher

Wohnmobilhersteller statten einige Baureihen optional mit sogenannten Winterpaketen aus. Darin enthalten sind – je nach gewünschter Ausstattung – zum Beispiel Warmwasserheizung, Fuß­boden­temperierung, Zusatz­batterien sowie eine stärkere Isolierung für Bug, Heck, Seitenwände, Dach und Fußboden. Winterpakete für Camping­mobile sind ab rund 1.000 Euro verfügbar.

Camper, die Sie in der kalten Jahreszeit mieten, sind in der Regel winterfest

Sie möchten für einen Campingtrip in Schweden oder den Winterurlaub in den Alpen ein Wohnmobil mieten? In der Regel stellt die Fahrzeugvermietung sicher, dass Ihr Mobilheim für Camping im Winter geeignet ist. Sind Sie unsicher, fragen Sie vor Abschluss des Mietvertrags nach, ob das Modell Ihrer Wahl nach DIN-EN 1646-1 auf Winterfestigkeit geprüft ist.

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Reiseziele

Prinzipiell können Sie im Winter überall campen, wo Sie bei niedrigen Tem­pe­ra­turen einen geeigneten Stellplatz für Ihr Wohnmobil finden. Allerdings öffnet nicht jeder Camping­platz auch in der kalten Jahres­hälfte seine Pforten. Viele Camping­anlangen haben von Herbst bis Frühjahr geschlossen.

Besonders häufig steuern Wohnmobil­besitzer die Alpenregionen in Deutsch­land, Italien, Österreich und der Schweiz an. Reisemobilisten verbinden Winter­camping dort oft mit Skifahren, Lang­laufen oder Winterwandern. Eben­falls beliebt bei Campingtouristen sind skandinavische Länder wie Norwegen, Schweden oder Finnland. Da Winter­camping dort auch bei Einheimischen beliebt ist, haben viele Campingplätze ganzjährig geöffnet.

Unabhängig davon, ob Sie einen Campingtrip in Deutschland oder Dänemark planen: Informieren Sie sich vorab über die Winter­öffnungs­zeiten der Stell- und Campingplätze. In begehrten Wintersportregionen ist eine frühzeitige Reservierung bzw. Buchung Pflicht, um einen Platz in Pisten- oder Loipennähe zu ergattern. Wählen Sie zudem einen Stellplatz, an dem Sie alle Annehmlich­keiten für einen entspannten Winter­urlaub vorfinden – etwa beheizte Sanitär­anlagen, Trockenräume für Skiausrüstung oder eine Sauna.

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Versicherungsschutz
Wohnwagen steht auf Abstellfläche im Winter

Sind Sie beim Wintercamping auf deutschen oder europäischen Straßen und Stellplätzen unterwegs, gilt der reguläre Schutz Ihrer Wohnmobil- oder Wohnwagenversicherung.

Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung greift bei Schäden, die Sie Dritten mit dem Reisegefährt zufügen. Eine Vollkasko oder Teilkasko sichert das Campingmobil zum Beispiel bei Diebstahl, Sturm, Hagel, Brand oder Tierbiss ab. Die Vollkasko springt zusätzlich bei selbst verschuldeten Unfällen und Vandalismus ein.

Versicherungsschutz besteht auch, wenn Camper in Garage überwintert

Schicken Sie Ihr mobiles Zuhause in die Winterpause, ohne es bei der Kfz-Behörde abzumelden, läuft Ihre Wohnmobilversicherung weiter. Die monat­lichen Beiträge zahlen Sie wie gewohnt.

Besitzt Ihr Campingfahrzeug ein Saisonkennzeichen oder melden Sie es während der Wintermonate ab, tritt die beitragsfreie Ruheversicherung in Kraft. Sie umfasst in der Regel eine Haft­pflicht- und Umweltschaden­versicherung. Ist Ihr Reisegefährt kasko­versichert, sind auch Diebstahl- und Vandalismus­schäden während der Standzeit abge­sichert.

Wichtig: Die Ruheversicherung greift nur, wenn Sie das Reisemobil im Winter­quartier nicht bewegen. Voraussetzung ist zudem, dass Ihr Mobilheim in einem geschlossenen Raum (z.B. Privatgarage) oder auf einem umfriedeten Grund­stück über­wintert. Das bedeutet: Zaun, Hecke oder ähnliches grenzen den Stellplatz sichtbar ab.

Der beitragsfreie Ver­sicherungs­schutz der Ruhe­versicherung besteht bis zu 18 Monate nach Still­legung und gilt meist nicht für Wohnwagen. Sobald Sie das Camping­mobil erneut anmelden, läuft Ihr bestehender beitrags­pflichtiger Ver­sicherungs­vertrag weiter.

Wohnwagen steht auf Abstellfläche im Winter
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Was tun, wenn im Frühjahr Stockflecken oder Schimmel im Camper auftauchen?

    Stockflecken bilden sich in Wohnmobilen und Wohnwagen oft an Polstern, Matratzen oder Markisen. Sie entstehen, wenn sich Feuchtigkeit im Textilgewebe sammelt, die nicht trocknen kann und "stockt". Den gelblich bis bräunlichen Feuchtigkeitsschäden an Sofapolstern und Co. rücken Sie mit Essigessenz oder einer Paste aus Backpulver und Wasser zu Leibe. Die Mischung auf die betroffenen Stellen geben, einige Stunden einwirken lassen und anschließend gründlich auswaschen.

    Hat sich im Winterquartier Schimmel im Inneren des Campers gebildet, können Sie ebenfalls auf Hausmittel wie Essigessenz oder Alkohol zurückgreifen: Flüssigkeit großflächig auf der schimmeligen Oberfläche verteilen und einige Stunden einwirken lassen. Die betroffene Stelle anschließend mit einem ebenfalls essig- oder alkoholgetränkten Lappen abwischen. Ist der Schimmelbefall stark, verwenden Sie spezielle Schimmelentferner, die in Baumärkten erhältlich sind.

  • Lohnt sich Entfeuchter gegen Schimmel im Wohnmobil oder Caravan?

    In der Regel ist es nicht erforderlich, während der Winterpause einen Luftentfeuchter (elektrisch oder mit Granulat) im Campinggefährt aufzustellen. Denn: In der kalten Jahreszeit ist die Luftfeuchtigkeit niedriger als bei hohen Temperaturen. Durch die Belüftungsöffnungen an Wohnmobil oder Wohnwagen kann die Luft ungehindert im Innenraum zirkulieren. Die Bildung feuchter Stellen ist daher unwahrscheinlich.

    Um während der Standzeit der Entstehung von Schimmel und Stockflecken vorzubeugen, sollten Sie Polster und Matratzen aufstellen und Schranktüren sowie Klappen öffnen. Regelmäßiges Lüften (etwa einmal im Monat) trägt ebenfalls dazu bei, dass Ihr Reisegefährt trocken und schimmelfrei bleibt.

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