Fähre in Norwegen transportiert Wohnmobile über Fjord
Überfahrt mit dem Camper

Mit dem Wohnmobil auf die Fähre: Was bei Check-in & Co. wichtig ist

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Ob Sie eine kurze Überfahrt planen oder mehrere Stunden mit dem Camper auf der Fähre sind: Beachten Sie Sicherheitsvorkehrungen wie das Abdrehen der Gashähne und geben Sie vorab Fahrzeugmaße an. Die Maße sind entscheidend für die Kosten für die Fähr-Fahrt.
  • Je nach Fährunternehmen und Transport­bestimmungen stehen Ihnen an Bord verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei Nacht­fahrten haben Sie die Möglichkeit, entweder im eigenen Reise­mobil (Camping on Board) oder in Schlafkabinen zu übernachten.
  • Erkundigen Sie sich vor Reise­beginn bei Ihrem Kfz-Versicherer, ob Schäden, die während der Überfahrt am Camping­gefährt entstehen, unter Seerisiko oder Havarie abgedeckt sind. Bei vielen Vollkasko- und einigen Teilkasko­versicherungen ist dies der Fall.
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Vor der Überfahrt

Wenn Sie eine Fährverbindung für Ihr Wohnmobil buchen, fragt das Fähr­unternehmen in der Regel verschiedene Angaben bei Ihnen an. Dazu zählen Kfz-Kennzeichen, Anzahl der Passagiere sowie die genauen Fahrzeugmaße Ihres Reisegefährts. Bei Reservierungen können Sie die Angaben bei einigen Reedereien gebührenpflichtig nachreichen.

Reservierung lohnt sich bei längeren Fähr­überfahrten

Ob Sie die Überfahrt mit dem Wohnmobil vor Reisebeginn oder vor Ort buchen, hängt unter anderem von Fährroute, Reiseziel und Ihrer Flexibilität ab. Generell gilt: Kurze Überfahrten sind in der Regel ohne Reservierung möglich, sofern die Fähre regelmäßig verkehrt. Bei längeren Überfahrten, zum Beispiel über Nacht, empfiehlt sich eine Buchung im Voraus.

Wer die Fährverbindung vorab reserviert, kommt zudem meist günstiger weg: Für Wohnmobil-Fähren sind die Preise vor Ort oft am höchsten. Ist Ihre Reiseplanung flexibel, lohnt es sich, verschiedene Reisetage miteinander zu vergleichen. Die Kosten für die Überfahrt mit dem Camper können auch je nach Anbieter unterschiedlich hoch ausfallen. Online-Vergleichsportale helfen dabei, die günstigste Verbindung zu finden.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Kostenberechnung
Illustration Info: Gut zu wissen

Um das Platzangebot auf Fähren optimal zu nutzen, benötigen Reedereien die Maße der zu befördernden Fahrzeuge. Je nach Unternehmen berechnen sich die Kosten für den Transport Ihres Reise­mobils auf der Fähre nicht nach Fahr­zeug­typ, sondern nach Fahrzeug­länge.

Um zu vermeiden, vor Ort einen Längen­zuschlag zu zahlen oder keinen Parkplatz auf der gebuchten Fähre zu finden, messen Sie sorgfältig nach: Bei Wohn­mobilen sind beispielsweise auch am Heck angebrachte Fahrradträger zu berücksichtigen. Neben der Fahrzeug­länge sollten Sie auch die Höhe und Breite Ihres Campers angeben können.

Möchten Sie ein Wohnwagengespann auf einer Fähre befördern, reicht es nicht aus, Pkw- und Anhängerlänge zu addieren. Messen Sie das Gespann erst ab, wenn Sie den Wohnwagen an das Zugfahrzeug gekoppelt haben.

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Vorbereitung & Check-in
Bevor Sie mit dem Wohnmobil auf der Fähre übersetzen, gilt es einige Vorkehrungen zu treffen: Gashähne  zum Beispiel sollten abgedreht und - bei längeren Überfahrten - verderbliche Lebensmittel aus dem Kühlschrank entfernt sein. Für den Check-in empfiehlt es sich, Buchungsbestätigung sowie gültige Reisepässe oder Personalausweise aller Mitfahrer bereitzuhalten. 
Blick auf Fähre mit mehreren Fahrzeugen an Bord

Vor der Fährüberfahrt: Gas abdrehen und Kühl­schrank leeren

Bevor Sie mit Ihrem Wohnmobil auf die Fähre fahren, drehen Sie den Gashahn in Ihrem Camper ab. Selbst wenn das Fährunternehmen nicht explizit darauf hinweist, ist diese Sicherheits­vor­kehrung meist Bestandteil der Transport­be­dingungen.

Ebenfalls Gedanken machen sollten Sie sich um verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank Ihres Mobilheims: Auf vielen Fähren gibt es keine Stromversorgung für Camper. Bei mehrstündigen Fahrten erwärmt sich der Kühlschrank, Nahrungs­mittel können verderben. Brauchen Sie Ihre Vorräte vorher auf oder informieren Sie sich bei der jeweiligen Fähr­gesell­schaft, ob an Bord ein Strom­anschluss für Wohnmobile und Wohnwagen vorhanden und vorab buchbar ist.

Schritt für Schritt: So checken Sie mit Ihrem Wohnmobil auf der Fähre ein

 
  1. Check-in-Zeitfenster einhalten: Finden Sie sich pünktlich zur angegebenen Uhrzeit zum Check-in ein. Das genaue Zeitfenster ist auf Ihrer Buchungsbestätigung vermerkt. Planen Sie mögliche Verzögerungen bei der Anreise, beispielsweise durch Grenz­wartezeiten, mit ein. Bei längeren Überfahrten checken Sie Ihr Campingfahrzeug etwa ein bis zwei Stunden vor dem Ablegen ein. Bei kürzeren Fahrten reichen 30 bis 40 Minuten. Bei kurzen Übersetz­fahrten, beispielsweise bei einer Fjordüberquerung in Norwegen, gibt es oft keine ausgeschriebene Check-in-Zeit. Hier gilt das Prinzip "first come, first served" – zu deutsch: Wer zuerst kommt, wird zuerst bedient.
  2. Camper an Anlegestelle positionieren: Nach erfolgreichem Check-in fahren Sie mit Ihrem Reisegefährt zur Anlegestelle und reihen sich dort in die Ihnen zugewiesene Wartereihe ein. Je nach Auslastung der Fähre kann es hier zu Wartezeiten kommen.
  3. Wohnmobil auf Fähre einschiffen: Setzt sich die Fahrzeugschlange vor Ihnen in Bewegung, fahren Sie langsam auf die Fähre. Einweiser helfen Ihnen per Handzeichen, an die richtige Parkposition zu gelangen. Besonderheit bei Wohnwagen: Achten Sie auf steile Rampen. Bei der Auffahrt mit angekoppeltem Wohnanhänger kann es passieren, dass Sie mit dem Gespann aufsetzen. Um Schäden zu vermeiden, sind dafür oft Teppich­rollen oder andere Hilfsmittel an Bord vorhanden, die Ihnen das Personal bereitstellt.
  4. Anweisungen des Personals folgen: Da es auf Fähren oft sehr eng ist, kann es unter Umständen notwendig sein, die Außenspiegel des Mobilheims einzuklappen. Größere Wohnmobile oder Gespanne mit Wohnwagen müssen die Fähre oft im Rückwärtsgang befahren oder rückwärts ausschiffen, da an Bord keine Wendemöglichkeit vorhanden ist. Gute Manövrierfähigkeit ist hier von Vorteil.
  5. Campingmobil sichern und Parkposition merken: Haben Sie Ihren zugewiesenen Parkplatz erreicht, ziehen Sie die Handbremse an. Kontrollieren Sie, dass kein Gang eingelegt ist. Warten Sie zur Sicherheit ab, bis alle umstehenden Fahrzeuge eingeparkt sind, bevor Sie Ihr Wohnmobil verlassen. Wichtig: Notieren Sie sich Ihre Parkposition, um Ihren Camper zügig wiederzufinden.
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An Bord
Blick auf das Deck einer Fähre, auf der sich mehrere Passagiere und Fahrzeuge befinden

Ob Sie sich auf der Fähre in Ihrem Campingfahrzeug aufhalten dürfen, ist je nach Reederei und Fahrdauer unterschiedlich geregelt. Bei einigen Fähren ist das Autodeck während der Überfahrt aus Sicherheitsgründen gesperrt. Planen Sie eine längere Fahrt über Nacht, gibt es dann häufig die Möglichkeit, Kabinen oder Sitzplätze an Bord zu buchen. Andere Fähr­unter­nehmen bieten hingegen Camping on Board an. Das heißt: Sie übernachten bequem im eigenen Wohnmobil auf der Fähre, anstatt beispielsweise für eine Außenkabine an Bord zu bezahlen.

Camping an Bord ist günstiger als Über­nachtung in Kabine

Steht eine mehrstündige Fährfahrt über Nacht bevor, ist es oft komfortabler, eine Kabine zu buchen. Als Wohnmobil­besitzer verreisen Sie im Gegensatz zu Pkw-Fahrern mit dem eigenen Heim auf vier Rädern. Einige Reedereien bieten Ihnen daher die Option an, im eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen zu übernachten. Camping on Board kommt Sie wesentlich günstiger als eine Schlafkabine zu buchen: Sie zahlen den Fahrzeugpreis sowie die Deckpassage für die jeweiligen Passagiere.

Prüfen Sie vor der Buchung, welche Transportbedingungen das jeweilige Fährunternehmen anführt. In der Regel stehen Ihnen beim Camping an Bord auch Stromanschlüsse am Garagendeck für Ihr Mobilheim zur Verfügung.

Ist nur die Kabinen-Option buchbar oder bevorzugen Sie eine Übernachtung außerhalb Ihres Campers, denken Sie daran, eine Tasche mit den wichtigsten Wertgegenständen, Wechselkleidung und Kulturbeutel einzupacken.

Blick auf das Deck einer Fähre, auf der sich mehrere Passagiere und Fahrzeuge befinden
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Im Schadensfall

Elementarschäden, die Ihr Wohnmobil durch Naturereignisse wie Hagel, Sturm oder Blitzschlag an Deck einer Fähre erleidet, übernimmt meist die Teilkasko. Deckt Ihre Kaskoversicherung das sogenannte Seerisiko ab, kommt Ihr Versicherer auch für Wohnmobilschäden durch Kollision, Strandung oder Untergang der Fähre auf. Häufig ist das Überbordgehen des Campers ebenfalls abgesichert.

In der Regel ist dieser umfassende Versicherungsschutz bei einer Vollkasko inkludiert, in der unter dem Stichwort "Havarie" auch Transportfahrten oder Fährüberfahrten mit dem Reisemobil mitversichert sind.

Für Wohnmobiltransporte sind Zusatz­ver­si­che­rungen buchbar

Nicht in allen Fällen kommt die Kfz-Versicherung Ihres Reisemobils für Beschädigungen auf, die während einer Fährüberfahrt am Fahrzeug entstehen. Prüfen Sie vor der Überfahrt die Versicherungsbedingungen, um sicherzugehen, welche Schäden Ihre Police abdeckt. Falls erforderlich, können Sie spezielle Zusatz­ver­si­che­rungen abschließen, die Wohnmobil­transporte und -verschiffungen absichern.

Je nach Versicherungsgesellschaft und Tarif gelten äquivalente Bedingungen, wenn Sie einen Wohnanhänger per Fähre befördern. Prüfen Sie im Vertrag Ihrer Wohnwagenversicherung, wie Ihr Caravan bei der Überfahrt abgesichert ist.

Die passende Versicherung
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