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Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße in einer Kurve
Die richtige Montur für Biker

Motorrad Fahrer­schutz: Sichere Fahrt dank Helm & Co.

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Auf einem motorisierten Zweirad sind Sie im Straßenverkehr weniger geschützt als in einem Pkw. Folg­lich besteht höheres Verletzungs­risiko. Schutzkleidung verschafft Ihnen mehr Sicherheit auf dem Bike.
  • Das Tragen eines Schutzhelms ist für Motorradfahrer gesetzlich vor­ge­schrieben. Handschuhe, Motorradjacke, Rückenprotektor oder Stiefel mit Knöchelschutz sind zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlens­wert.
  • Tragen Sie bei einem Unfall keine schützende Motorrad­kluft, zahlt der Kfz-Versicherer des Unfall­verursachers Ihnen unter Um­stän­den weniger Schmerzens­geld. Eine spezielle Fahrer­schutz­ver­si­che­rung für Biker ist in der Regel nicht abschließbar.
  • Hochwertige Schutz­ausrüstung kostet oft mehrere hundert Euro. Meist kommen Motorrad­ver­si­che­rungen nur für Schäden an Ihrem Zweirad und – je nach Tarif – an Ihrem Helm auf. Verlieren oder be­schä­digen Sie Ihre Schutz­be­kleidung, tragen Sie die Kosten selbst.
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Vorschriften

Motorradfahren ist riskant: Ohne Außen­karosserie, Airbags und Co. bietet Ihnen ein Bike im Vergleich zu einem Pkw weniger Schutz im Straßenverkehr. Selbst bei umsichtigem Fahr­ver­halten ist das Verletzungsrisiko für Motorradfahrer bei Unfällen höher. Ein Helm und ent­sprechende Bekleidung gewährleisten auf dem Zweirad deutlich besseren Fahrerschutz als Alltagskleidung.

Motorradhelm ist gesetz­lich vorgeschrieben

Sind Sie mit Ihrem Zweirad unterwegs, ist das Tragen eines Schutzhelms für Sie verpflichtend. Laut Straßen­verkehrs­ordnung (StVO) gilt die Helmpflicht für Fahrer und Beifahrer von Krafträdern ohne Sicherheitsgurte ab einer bauart­bedingten Geschwindig­keit von mehr als 20 km/h (StVO § 21a Abs. 2). Somit sind auch Mopedfahrer zum Tragen eines Schutzhelms angehalten.

Zusätzliche Protektoren, Handschuhe oder eine sogenannte Motorradkluft mit Lederjacke und -hose sind daher nicht zwingend erforderlich. Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos ist hochwertige Schutzbekleidung für Biker jedoch empfehlenswert.

In der Fahrschule ist Schutzbekleidung verpflichtend

Machen Sie Ihren Motorradführerschein, ist das Tragen vollwertiger Schutz­ausrüstung für Sie als Fahranfänger Pflicht. Das heißt: Neben dem Helm ziehen Fahrschüler auch Handschuhe, Motorradstiefel, Schutz­jacke und -hose an. Und zwar sowohl während praktischer Fahrstunden als auch bei der abschließenden Fahrprüfung.

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Helm, Protektoren und Co.

Neben dem verpflichtenden Schutzhelm gibt es Sicherheitsbekleidung in ver­schie­densten Ausführungen, die sich speziell für Motorradfahrer eignet. Einteilige Motorrad­anzüge aus Leder stellen den umfassendsten Schutz dar, sind im Alltag aber nicht immer praktisch.

Zusätzlichen Schutz für Ihren Körper bieten Motorradhandschuhe und -stiefel mit Knöchel­schutz. Integrierte Pro­tek­toren an Rücken, Armen, Beinen und Gesäß sorgen für erhöhte Sicherheit, wenn es zu einem Aufprall kommt. Sturm­kappen oder Ohrstöpsel bieten zusätz­lichen Komfort beim Motorradfahren.

Folgende Tabelle zeigt, welche Arten der Schutzausrüstung es für Motorradfahrer gibt und welche Sicherheitsfunktionen sie übernehmen:

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Schutzbekleidung Funktion
Integralhelm mit verschließbarem Visier und fester Kinnpartie Maximaler Schutz des Kopfs bei Stürzen
Klapphelm Klappbare Kinnpartie (praktisch für Brillenträger), leichtes Abnehmen (z.B. bei Unfall), etwas weniger Schutzleistung im Vergleich zum Integralhelm
Einteiliger Motorradanzug Stabil und sicher, mit integrierten Protektoren, oftmals angepasste Rennhaltungsform
Zweiteiler Motorradjacke und -hose Komfortabler als einteiliger Anzug, sollte stabilen Verbindungsreißverschluss zwischen Jacke und Hose aufweisen, zusätzlicher Nierengurt empfehlenswert
Motorrad-Jeans Robuste Jeans mit Protektoren und Verstärkungen aus Aramid- oder Kevlarfaser, alltagstaugliche Optik, jedoch nicht wasserfest
Airbag-Jacken oder -Westen Großflächiger Schutz, der sich mechanisch durch Fahrer oder elektronisch über Sensoren aktiviert
Protektoren Mindern Aufprall und Abrieb beim Sturz, oft bereits in Schutzkleidung verbaut, bei Rückenschutz oft separat als Einschub oder Weste erhältlich
Handschuhe Verhindern Abrieb bei Stürzen und schützen vor Kälte und Nässe
Motorradstiefel Schutz bei Schräglage und Stürzen, auch vor Nässe und Kälte
Schlauchtuch und Sturmkappe Schutz vor Fahrtwind oder Einatmen/Verschlucken von Staub während der Fahrt, wärmende Funktion im Helm
Gehörschutz Schutz vor Wind und lauten Verkehrs­geräuschen, speziell auf der Autobahn
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Kauftipps
Hochwertiger Motorrad-Fahrerschutz kostet teils mehrere hundert Euro. Aufgrund der besseren Schutzleistung lohnt sich die Investition jedoch. Achten Sie beim Kauf von Schutzequipment auf Tragekomfort und zertifizierte Schutzsiegel im Kleidungsetikett. Lassen Sie sich bei der Wahl des Helms am besten von Experten beraten.
Motorradfahrer in schwarzem Schutzanzug streift sich Motorradhandschuhe über

Setzen Sie beim Kauf von Motorrad-Schutzkleidung auf Qualität

Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit zahlt es sich aus, in hochwertiges Equipment zu investieren. Zertifizierte Schutzstandards auf dem Etikett geben Auskunft darüber, welche Sicherheit das jeweilige Kleidungs­stück gewährleistet. Es gibt fünf Schutzklassen: AAA, AA, A, B und C. Dabei steht C für reinen Aufprallschutz, B für reinen Abriebschutz und A für eine Kombination aus beiden Schutzarten (mit von A bis AAA steigender Schutz­leistung).

Stellen Sie zudem sicher, dass Ihre Schutzbekleidung gut am Körper sitzt: Wenn nichts wackelt oder rutscht, ist das Verletzungsrisiko am geringsten. Die größte Auswahl an Schutzbekleidung finden Motorradfahrer online. Anprobieren ist jedoch Pflicht. Gerade bei der Wahl des Helms sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Hersteller und stationäre Händler beraten Sie am umfangreichsten und ermöglichen oft eine Probefahrt mit dem Kopfschutz Ihrer Wahl.

Checkliste: Diese Kriterien sollte Ihr Motorrad­fahrer­schutz erfüllen

  • Passgenaues Anliegen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken
  • Gute Sicht bei maximalem Schutz und langfristigem Tragekomfort (Helm)
  • Schutz bei Aufprall mit dem Motorrad oder Rutschen über Asphalt
  • Schutz vor Nässe und Kälte während der Fahrt
  • Signalwirkung und gute Sichtbarkeit durch Reflektoren
  • Einfaches An- und Ausziehen
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Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Kosten
Illustration Info: Gut zu wissen

Je nach Kleidungsstück, Modell und Verarbeitung liegt Motorrad-Schutz­kleidung oft im dreistelligen Preis­segment. Langlebige Motorrad­anzüge aus Leder kosten zum Beispiel ab 300 Euro aufwärts. Zubehör wie Hand­schuhe oder Stiefel ist in der Regel günstiger. Im Vergleich schneiden Textilien aus Leder teurer ab als ihre Pendants aus Stoff, sind jedoch oftmals haltbarer und bieten besseren Schutz. Hochwertige Helme bekommen Sie ab rund 100 Euro. 

Wichtig: Sparen Sie beim Kauf Ihrer Schutzbekleidung nicht an der falschen Stelle, sondern investieren Sie in Qualität – zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Tipp: Wenn Sie beispielsweise Ihr Zweirad privat verkaufen möchten, sollte der Motorrad Kaufvertrag auch Zubehör und Zusatzausstattung beinhalten.

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Versicherungsschutz
Sind Sie mit Ihrem Motorrad in einen Verkehrsunfall verwickelt, kommt je nach Unfallhergang die gegnerische Versicherung für entstandene Schäden auf. Dazu zählen Beschädigungen an Ihrem Bike, Ihrer Schutzbekleidung sowie Verletzungen Ihres Körpers. Haben Sie keine Mitschuld am Unfall, trägt die Kfz-Haftpflichtversicherung Ihres Unfallgegners die Kosten. 
Junge Frau mit schwarzem Schutzhelm und Jeans fährt auf einem roten Motorrad

Im Fall, dass Sie ohne Mitschuld in den Unfall verwickelt wurden, übernimmt die Kfz-Haftpflicht des Unfallverursachers die Kosten für beschädigte Protektoren, Motorradstiefel oder sonstige Schutzausrüstung. Der erstattungs­fähige Höchstbetrag liegt bei vielen Anbietern bei maximal 500 Euro für Motorrad-Schutzbekleidung.

Tragen Sie bei einem Motorradunfall keine Schutzkleidung, kann es teuer für Sie werden. Die Mitschuld an Ihren Verletzungen liegt aufgrund unter­lassener Schaden­minderungs­pflicht bei Ihnen. Die Kfz-Versicherung Ihres Unfall­gegners kann sich in diesem Fall weigern, Ihnen Schmerzensgeld zu zahlen. Benötigen Sie infolge der Verletzungen etwa eine Haus­halts­hilfe, kommen Sie selbst dafür auf – auch wenn Sie den Unfall nicht selbst verursacht haben.

Kann ich meine Schutzbekleidung versichern?

Grundsätzlich schützt eine Motorrad­ver­si­che­rung Ihr Zweirad sowie fest damit verbundene Teile. Schutzhelme (auch Modelle mit Wechselsprechanlage) sind in der Regel als Zubehör mitversichert. Weitere Schutz­bekleidung wie Anzüge, Handschuhe, Protektoren oder Motorradjacken sind jedoch vom Schutz ausgenommen. Beschädigen Sie das Equipment oder kommt Ihr Motorrad­fahrer­schutz durch Diebstahl abhanden, zahlen Sie die entstandenen Kosten.

Bin ich als Fahrer bei einem Unfall abgesichert?

Kommen Sie als Fahrer des Bikes bei einer selbst verschuldeten Kolli­sion zu Schaden, sind Sie über Ihre Motorrad­versicherung nicht abgesichert. Anders als bei Policen für Pkw bieten Kfz-Versicherer meist keine spezielle Motorrad-Fahrerschutzversicherung an. Das heißt: Bleiben nach einem selbst verur­sachten Unfall bei Ihnen dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen (Invalidität) zurück, haben Sie zum Beispiel weder Anspruch auf Schmerzens­geld noch auf Erstattung von Verdienstausfall.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Stuft mich meine Motorradversicherung nach einem Unfall zurück?

    Verursachen Sie mit Ihrem Bike einen Unfall, stuft Ihr Kfz-Ver­si­che­rer Sie in der Schadenfreiheitsklasse zurück. Das heißt: Reguliert die Motorradversicherung einen Sach-, Personen- oder Vermögensschaden für Sie, erhöhen sich Ihre Beiträge im nächsten Versicherungs­jahr. Ein Rabattschutz verhindert die Rückstufung im Schadenfall. Erweitern Sie Ihre Police mit diesem Zusatz­baustein, bleibt Ihr Schaden­freiheits­rabatt nach einem Motorradfall unangetastet.
  • Welche Motorradversicherung lohnt sich für mich?

    Das hängt von Ihrer Maschine und Ihrem persönlichen Sicherheits­bedürfnis ab. Grundsätzlich besteht in Deutschland Kfz-Versicherungs­pflicht. Das heißt: Für Ihr Zweirad schließen Sie mindestens eine Kfz-Haft­pflicht­versicherung ab. Verursachen Sie mit Ihrem Bike Sachschäden, Vermögens­schäden oder Personenschäden, reguliert Ihre Haftpflicht Schaden­ersatz­ansprüche Dritter – bis zur vereinbarten Versicherungssumme (Deckung).

    Mit einer Teil- oder Vollkasko erweitern Sie den Versicherungs­schutz für Ihr Kraftrad. Je nach Zustand und Wert des Motorrads ist eine Kasko­versicherung empfehlens­wert, aber nicht verpflichtend. Zusatzbausteine wie Auslandsschadenschutz oder Schutzbrief sichern Sie auch bei Fahrten außerhalb Deutschlands umfassend ab.

  • Muss ich den Motorradfahrerschutz regelmäßig erneuern?

    Prüfen Sie den Zustand Ihrer Schutzbekleidung regelmäßig und sortieren Sie abgetragene Stücke aus. Bei einem Sturz oder Aufprall ist Motorrad-Schutzausrüstung extremen Kräften ausgesetzt. Ältere Kleidungsstücke reißen dann schneller.

    Auch Schaumstoff­protektoren verlieren im Laufe der Zeit ihre Festigkeit und Schutzfunktion. Nach einem Unfall lohnt sich eine genaue Prüfung von Helm und Co. besonders. Lassen Sie sich zudem von Fachhändlern beraten, wann Sie Ihren Motorrad-Fahrerschutz erneuern sollten.

  • Sind Motorrad-Beifahrer mitversichert?

    Wie die Insassen eines Autos sind Mitfahrer auf Ihrem Kraftrad über Ihre Kfz-Haft­pflichtversicherung geschützt. Das heißt: Verschulden Sie einen Unfall, bei denen Ihr Beifahrer sich verletzt, zahlt Ihr Versicherer ihm zum Beispiel Schmerzensgeld. Voraussetzung ist, dass sowohl Sie als auch Ihr Sozius angemessene Schutzkleidung und Motorrad­helme tragen.
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