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Mann befestigt Kennzeichenhalter eines Pkw
Prüfen, bestellen & Co.

Wunsch­kenn­zeichen: Wie online reservieren?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Bei der Kfz-Zulassung teilt die Zulassungsbehörde jedem Fahrzeug ein Kfz-Kennzeichen zu. Wer die Buchstaben- und Ziffernkombination selbst bestimmen möchte, reserviert online oder bei der Kfz-Behörde vor Ort ein Wunsch­kennzeichen.
  • Solange das Nummernschild alle formellen Voraussetzungen (z.B. Zeichenabfolge, maximal acht Stellen) erfüllt, darf es eine Wunsch­kombination aus Zahlen und Buchstaben enthalten.
  • Ein Wunschkennzeichen kostet bundesweit 10,20 Euro (zusätzlich zu den Zulassungs­gebühren). Hinzu kommen Kosten für die Schilder­be­stellung.
  • Die Verfügbarkeit Ihres Wunschkennzeichens prüfen Sie vorab über die Webseite Ihrer Kfz-Behörde. Ist Ihre Wunsch­kombination frei, können Sie sie gegen eine Gebühr von 2,60 Euro reservieren.
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Vorgaben
Erlaubt sind personalisierte Wunsch­kenn­zeichen mit Initialen, Geburtsjahr oder Namenskürzeln – zum Beispiel FR-ED 1985 oder AN-JA 1965. Verboten sind Kennzeichen­kombinationen, die Beleidigungen, obszöne Inhalte oder national­sozialistische Abkürzungen enthalten. Entscheidend ist, dass Länge, Zusammensetzung und Inhalt der Buchstaben-Zahlen-Abfolge den gesetzlichen Vorgaben der Fahrzeug-Zulassungs­verordnung (FZV) entsprechen.
 
Jedes Kfz-Kennzeichen besteht aus Unter­schei­dungs­zeichen (Ortskürzel) und Erkennungs­nummer. Das Unter­schei­dungs­zeichen verweist auf den Zulassungsbezirk, umfasst bis zu drei Buchstaben und ist nicht veränderbar. Die Perso­nalisierung des Kennzeichens ist lediglich über die Erkennungs­nummer möglich. Sie enthält bis zu zwei Buch­staben (ohne Umlaute) und bis zu vier Ziffern (keine Null an erster Stelle). Welche Kombination Sie wählen, ist im Rahmen der Vorschriften Ihnen überlassen.

Welche Kennzeichenkombinationen erlaubt oder verboten sind, ist nicht bundes­einheitlich festgelegt. Die Regelungen variieren von Bundesland zu Bundesland. Freie Wahl haben Fahrzeughalter dennoch nicht. Das Wunsch­kennzeichen muss folgenden Vorgaben entsprechen:

  • Länge: Insgesamt darf das Kfz-Wunsch­kennzeichen inklusive Ortskürzel acht Stellen nicht überschreiten.
  • Zusammensetzung: Beim Wunsch­nummern­schild komplett auf Ziffern zu verzichten und beispielsweise nur den Familiennamen zu wählen, ist nicht zulässig.
  • Inhalt: Beleidigungen, obszöne Begriffe oder Abkürzungen, die gegen die guten Sitten ver­stoßen, sind nach § 8 Absatz 1 der Fahr­zeug-Zulassungs­verordnung (FZV) nicht erlaubt. Darunter fallen zum Beispiel Kürzel mit national­sozia­lis­tischem Hinter­grund wie AH, HJ, KZ, NS, SA, SS oder Buch­staben­kombi­nationen wie HEIL, N-PD oder N-SU. Abkürzungen wie IS, die für Terror­orga­nisationen stehen, sind als Wunsch­kenn­zeichen ebenfalls nicht verfügbar.
  • Äußere Merkmale: Kfz-Schilder sind genormt und müssen äußerlich den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Kennzeichen­größe, Farbe und Schrifttyp sowie das blaue Eurofeld sind grundsätzlich nicht verhandelbar – egal ob Wunsch- oder Standardkennzeichen.
Wichtig: Ohne Kfz-Versicherung können Sie Ihr Auto nicht anmelden – unabhängig davon, ob Sie es mit Ihrer Wunsch­kombination oder regulärem Kfz-Kennzeichen zulassen.
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Verfügbarkeit

Ob Ihre gewünschte Buchstaben- und Zahlenkombination erlaubt und noch frei ist, können Sie online checken. Die Verfügbarkeit Ihres Wunsch­kenn­zeichens prüfen Sie auf der Webseite Ihrer zuständigen Kfz-Zulassungs­stelle oder des entsprechenden Bürger­büros. Die meisten Kfz-Behörden bieten diesen kosten­freien Service inzwischen an.

Um Ihr Wunsch­kenn­zeichen zu prüfen, geben Sie in der Online­maske Ihre Suchparameter ein. In der Regel haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie geben Ihr Wunsch­kenn­zeichen komplett an und lassen die Datenbank checken, ob es noch frei ist.
  2. Sie geben diejenigen Buch­staben und Ziffern an, die Ihr Wunsch­kenn­zeichen unbedingt enthalten soll. Die Daten­bank unterbreitet Ihnen dann Vorschläge, welche Kenn­zeichen­kombi­nationen mit diesen Vorgaben möglich sind.

Bietet Ihre Gemeinde oder Stadt keinen Verfüg­barkeits­check im Internet an, können Sie die Zulassungs­stelle anrufen oder persönlich aufsuchen, um Ihr Wunsch­kenn­zeichen prüfen zu lassen. Angesichts vieler Anfragen und langer Wartezeiten fehlt Sach­be­ar­bei­tern aber oft die Zeit, eine Vielzahl von Kombinationen in der Datenbank abzufragen.

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Vorgehensweise
Ist Ihre Wunschkombination noch frei, können Sie diese bei Ihrer zuständigen Zulassungs­behörde oder Ihrem Bürger­büro verbindlich reservieren. Die Wunschkennzeichen-Reservierung kann persönlich, telefonisch oder online über die Webseite der Kfz-Behörde erfolgen. Das Nummernschild reservieren Sie immer auf den Namen und die Anschrift des künftigen Fahrzeug­halters. Nach erfolgreichem Vorgehen erhalten Sie einen Reservierungs­code. Diesen benötigen Sie später für die Kfz-Zulassung.

Wie lange das Wunschkennzeichen reserviert ist, hängt von der jeweiligen Zulassungs­stelle ab. Für gewöhnlich beträgt die Zeitspanne zwischen zehn und 90 Tagen – in Ausnahmen auch mehr. Jede Kfz-Behörde legt die maximale Reser­vie­rungs­dauer selbst fest. In München und Frankfurt sind es beispielsweise 90 Tage, in Hamburg hingegen nur 14 Tage. Stuttgarter Zulassungs­behörden reservieren Ihr Wunsch­kenn­zeichen bis zu 180 Tage.

Eine Verlängerung der Reservierungs­dauer ist gegen Gebühr möglich. In Hamburg können Sie die Wunsch­kenn­zeichen-Reservierung bis zu viermal um jeweils 90 Tage gebühren­pflichtig verlängern. Informieren Sie sich bei Ihrer Zulassungsstelle, welche Regelungen für reservierte Wunsch­kenn­zei­chen gelten.

Melden Sie Ihr Fahrzeug innerhalb der Reservierungs­frist nicht an, läuft die Reservierung automatisch aus. Das Wunsch­kenn­zeichen wird frei­gegeben und ist wieder für jeden verfügbar. Eine Stornierung des reservierten Nummern­schilds ist nicht möglich.

Ein Wunschkennzeichen reservieren können Sie nicht nur für Pkw. Auch für Motorräder, Mopeds und andere Leicht­kraft­räder, Traktoren, Lkw, Quads und Anhänger ist ein Wunsch­nummern­schild erhältlich. Kurz gesagt: für alle zulassungs­pflichtigen Fahrzeuge.

Für zulassungsfreie Fahrzeuge nach § 4 FZV können Sie kein Wunsch­kenn­zeichen reservieren. Dazu gehören unter anderem Leicht­krafträder mit vier Rädern, Klein­kraft­räder mit zwei oder drei Rädern, selbst­fahrende Arbeits­maschinen, Zugmaschinen oder Stapler.

Eine Kennzeichen-Reservierung zu stornieren ist nicht möglich – aber auch nicht notwendig. Denn das reservierte Nummernschild wird nach Ablauf der Reservierungsfrist automatisch wieder freigegeben.
Gut zu wissen: Behördengang

Ihr Wunschnummernschild verbindlich reservieren können Sie auch direkt in der Kfz-Behörde. Melden Sie Ihr Fahrzeug an oder um, fragt der Sach­be­arbeiter routine­mäßig nach Kennzeichen­wünschen und prüft in der Daten­bank, ob Ihre Wunsch­kombi­nation verfügbar ist. In der Regel können Sie aus mehreren Unter­scheidungs­kürzeln frei wählen. Ist Ihr Wunsch­kenn­zeichen verfügbar, bekommen Sie das Nummernschild fest zugewiesen.

Wichtig: Ein Rechtsanspruch auf ein persönliches Kfz-Wunsch­kenn­zeichen besteht nicht. Das heißt: Ist Ihre gewünschte Kombi bereits vergeben oder unzulässig, haben Sie keine gesetzliche Grundlage, um diese einzufordern.

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Gebühren

Die Vergabe eines Wunschkennzeichens kostet deutschlandweit 10,20 Euro – egal für welchen Fahrzeugtyp (Pkw, Motorrad oder Lkw). Wenn Sie Ihre Wunsch­kombi­nation vorab online reservieren, fällt eine zusätzliche Reser­vie­rungs­gebühr in Höhe von 2,60 Euro an. Die Wunsch­kenn­zeichen-Kosten betragen dann insgesamt 12,80 Euro. Den Betrag bezahlen Sie in Ihrer zuständigen Kfz-Zulassungsstelle, sobald Sie Ihr Auto anmelden.

Hinzu kommen Gebühren für Bestellung und Prägung der Nummern­schilder. Die Kosten für Wunsch­kenn­zeichen inklusive Schilder (für Vorder- und Rückseite) liegen bei rund 40 Euro. Halter von Kraft­rädern können mit etwa 26 Euro rechnen.

Wichtig: Auch Anmeldung und Ummeldung des Fahrzeugs sind gebührenpflichtig. Die Zulassungskosten sind jedoch nicht bundes­einheitlich geregelt und können je nach Kfz-Stelle variieren. Erkundigen Sie sich vorab, welche Gebühren Ihre Kfz-Behörde bei der Zulassung mit Wunschkennzeichen erhebt.

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Nummernschilder kaufen

Haben Sie das gewünschte Auto­kenn­zeichen reserviert, können Sie die Schilder bereits vor Kfz-Zulassung kaufen und zur Zulassungs­stelle mitnehmen.

Kfz-Kennzeichen erhalten Sie bei Schildermachern, die meist nahe der Zulassungs­stelle angesiedelt sind. Die Kosten betragen zwischen 20 und 30 Euro für beide Kennzeichen (Vorder- und Rückseite). Alternativ können Sie Ihr Wunsch­kenn­zeichen online bestellen. Beim Kauf übers Internet sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch Zeit: Nachdem Sie einen günstigen Online-Schilderdienst gefunden und das Wunsch­kenn­zeichen bestellt haben, werden Ihnen die gestanzten Nummern­schilder per Post nach Hause geschickt.

Wichtig: Wo Sie Ihr Kfz-Wunsch­kenn­zeichen kaufen, ist unerheblich. Zertifiziert sind sowohl Schilder­macher vor Ort als auch Online­anbieter, die amtliche Kenn­zeichen prägen.

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Häufige Fragen
  • Welche Unterlagen benötige ich für die Kfz-Zulassung mit Wunschkennzeichen?

    Möchten Sie Ihr Fahrzeug mit einem Wunschkennzeichen an- oder ummelden, benötigen Sie die gleichen Unterlagen wie bei einer regulären Kfz-Zulassung. Dazu gehören unter anderem:

    • Personalausweis
    • eVB-Nummer
    • Zulassungsbescheinigung
    • HU-Bericht

    Eine vollständige Liste aller wichtigen Zulassungsdokumente finden Sie im Ratgeber Kfz-Zulassung – Unterlagen.

  • Warum muss ich ein Wunschkennzeichen reservieren, bevor ich meine Kennzeichen bestelle?

    Indem Sie Ihr Wunschkennzeichen reservieren, stellen Sie sicher, dass Ihnen kein anderer Fahrzeughalter diese bestimmte Kennzeichenkombination wegschnappt. Sie ist für Sie "geblockt".

    Gerade bei beliebten Kombinationen sollten Sie die Kennzeichen nicht auf "gut Glück" bestellen. Sonst kann es passieren, dass Ihr Wunschnummernschild zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht mehr verfügbar ist und Sie die Kfz-Kennzeichen umsonst bestellt haben. Die Kosten für Bestellung und Prägung der Schilder erhalten Sie nicht ersetzt.

  • Für das gewünschte Kfz-Kennzeichen die Reservierung verlängern – was muss ich tun?

    Ob Sie die Reservierungsdauer Ihres Wunschkennzeichens verlängern können, hängt von der zuständigen Kfz-Zulas­sungs­stelle ab. Da keine bundeseinheitliche Regelung existiert, gibt es Behörden, die eine Reservierungs­ver­längerung ablehnen. In solchen Fällen müssen Sie Ihr Wunschkennzeichen erneut reservieren. Wer hier trödelt, riskiert, dass ein anderer Fahrzeughalter die Wunschkombination erhält. Ist eine Fristverlängerung bei Ihrer Kfz-Behörde möglich, können Sie die Reservierung für Ihr Wunschkennzeichen verlängern. In der Regel ist dies schriftlich, telefonisch, online oder persönlich in der Kfz-Zulassungsbehörde möglich.
  • Kann ich mein bestehendes Kennzeichen durch ein Wunschkennzeichen ersetzen?

    Ja. Fahrzeughalter können ihr bestehendes Nummernschild jederzeit ändern und durch ein Wunschkennzeichen ersetzen. Die Kfz-Behörde an ihrem Hauptwohnsitz ist für die Zuteilung von Kfz-Kennzeichen zuständig.

    Bedenken Sie, dass nicht jede Buchstaben- und Zahlenkombination erlaubt und auch nicht immer verfügbar ist. Um Zeit zu sparen, können Sie vorab die Verfügbarkeit Ihres Wunschkennzeichens prüfen und gegebenenfalls reservieren.

  • Altes Kfz-Kennzeichen als Wunschkennzeichen auf neues Fahrzeug übertragen – wie geht das?

    Um bei einem Fahrzeugwechsel die Kennzeichenkombination Ihres alten Wagen zu behalten und für einen neuen Pkw zu nutzen, melden Sie Ihr altes Auto zunächst ab. Anschließend lassen Sie sich Ihr bisheriges Kennzeichen bei der Zulassungsbehörde als Wunschkennzeichen reservieren. Auf diese Weise ist es für Sie "geblockt" und steht anderen Fahrzeughaltern nicht mehr zur Auswahl zur Verfügung.

    Bevor Sie die alte Buchstaben- und Zahlenkombination nutzen können, muss sie etwa einen Tag lang "ruhen". Erst danach dürfen Sie Ihr neues Fahrzeug mit dem reservierten Kfz-Wunschkennzeichen zulassen. Da die Dauer dieser Ruhephase je nach Bundesland und Landkreis variiert, fragen Sie vorab bei Ihrer Zulassungsstelle nach, wie die Kennzeichenmitnahme abläuft.

  • Welche Kennzeichen gibt es in Deutschland?

    In Deutschland gibt es neben dem amtlichen Standardkennzeichen, für das Sie eine Wunschkombination wählen dürfen, weitere Kennzeichenarten. Die wichtigsten deutschen Kennzeichen sind:

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