Ihr Lohn für unfallfreies Fahren

Schadenfreiheits­klasse

Kurz erklärt in 30 Sekunden
Je weniger Schäden, desto besser die SF-Klasse
  • Die Schadenfreiheitsklasse gibt Auskunft über die unfallfrei gefahrenen Jahre des Versicherten. Voraussetzung dafür ist, dass kein Schaden gemeldet und von der Versicherung reguliert worden ist.
  • Es gibt SF-Klassen von 0 (kein Jahr unfallfrei) bis 35 (35 oder mehr Jahre ohne Unfall) sowie die Schadenklassen S und M.
  • Mit steigender Schadenfreiheitsklasse reduziert sich Ihr Versicherungsbeitrag. In der Kfz-Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung werden die SF-Klassen unabhängig voneinander ermittelt. Für die Beitragshöhe der Teilkaskoversicherung spielt die SF-Klasse keine Rolle.
  • Wer einige Zeit im europäischen Ausland gelebt hat, kann seine dort erworbenen Schadenfreiheitsrabatte von einer deutschen Kfz-Versicherung anerkennen lassen.
Allianz - Info Schadenfreiheitsklasse: Illustration Gut zu wissen
Gut zu wissen
Allianz - Info Schadenfreiheitsklasse: Illustration Gut zu wissen

Autofahrer, die bereits einen Wagen versichert haben, können in der Beitragsrechnung ihres Versicherers nachsehen, in welche SF-Klasse sie zurzeit eingestuft sind. In der Regel steht auch der Beitragssatz dabei. Oder Sie rufen einfach bei Ihrer Versicherung an und fragen danach.

Bei einem Versicherungswechsel können Sie die Einstufung mitnehmen – es sei denn, die SF-Klasse ist das Ergebnis eines kostenpflichtigen Rabattschutzes, der eine Rückstufung verhindert hat, oder einer Sondereinstufung. Dann ist die tatsächliche Schadensbilanz entscheidend.

Übersicht

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die jeweiligen Schadenfreiheitsklassen. Die Einordnung in eine SF-Klasse erfolgt auf Basis der schadenfreien Jahre. "Schadenfrei" heißt, dass Sie in dieser Zeit keinen Unfall an die Versicherung gemeldet haben und diese entsprechend keinen Schaden reguliert hat.

Wie sich der Beitragssatz in Prozenten verändert, hängt vom jeweiligen Versicherer ab. In der Tabelle sehen Sie, in welcher Höhe sich die Prozentwerte bei den Versicherern im Schnitt bewegen. Die Zahlen sind nicht fix und allgemein übertragbar.

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Schadenfreiheitsklasse
Schadenfreie Jahre
Beitragssatz (in Prozent)
SF 31 - 35/36 31 - 35/36 ca. 20 %
SF 26 - 30 26 - 30 ca. 25 %
SF 16 - 25 16 - 25 ca. 35 - 30 %
SF 9 - 15 9 - 15 ca. 45 - 40 %
SF 5 - 8 5 - 8 ca. 55 - 50 %
SF 4 4 ca. 60 %
SF 3 3 ca. 70 %
SF 2 2 ca. 85 %
SF 1 1 Jahr ca. 100 %
SF ½ (Sondereinstufung für Personen, die das erste eigene Auto versichern, mit mehr als 3 Jahren Fahrerlaubnis)   ca. 100 - 140 %
SF S (Schadenklasse; Rückstufung von Versicherungsnehmern mit SF-Klasse 1)   ca. 150 - 175 %
SF 0 (Ersteinstufung für Fahranfänger mit weniger als 3 Jahren Fahrerlaubnis)   ca. 200 - 260 %
SF M (Malusklasse; Rückstufung von Fahranfängern mit SF-Klasse ½ oder 0 nach einem Unfall durch Eigenverschulden)   ca. 240 - 280 %
SF-Klassen 0, 1/2, S und M

An den Einstufungen SF 0 bis SF 35 sind in der Regel die tatsächlich unfallfrei gefahrenen Jahre abzulesen. Auch lässt sich anhand der SF-Klasse erkennen, ob ein Fahranfänger versichert ist oder ein Autofahrer viele Unfallschäden zählt. Rückstufungen nach einem Schadenfall verändern die SF-Klassen.

Als Fahranfänger starten Sie mit SF-Klasse 0

Das Unfallrisiko ist für Fahranfänger am größten. Deshalb werden Sie, wenn Sie Ihren Führerschein noch nicht länger als ein Jahr besitzen, in eine besondere Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Ihr Beitragssatz ist am Anfang daher noch entsprechend hoch.

SF ½ ist für viele die Einsteigerklasse

Wenn Sie zum ersten Mal ein Auto versichern, beginnen Sie in der SF-Klasse ½. Voraussetzung ist bei den meisten Versicherungsanbietern, dass Sie Ihren Führerschein schon länger als drei Jahre besitzen. Bei der Allianz bekommen Sie die SF ½ sogar schon, wenn Sie die Fahrerlaubnis länger als ein Jahr haben.

Unfall am Anfang heißt Schadenklasse S oder M

Wenn Sie SF-Klasse 1 haben und einen Unfall verschulden, werden Sie im nächsten Versicherungsjahr in Klasse S, die „Schadenklasse“, zurückgestuft. Damit steigt Ihr Versicherungsbeitrag erheblich, je nach Versicherer auf 150 bis 175 Prozent. In die Klasse M oder „Malusklasse“ (lat. malus = schlecht) fallen Sie zurück, wenn Sie als Fahranfänger vorher SF-Klasse ½ oder 0 hatten und einen Unfall verursachen. Ihr Beitrag erreicht dann den Höchstsatz.

Einstufung, Hochstufung, Rückstufung
 Allianz - Junges Mädchen am Steuer: Schadenfreiheitsklasse als Fahranfänger

Regelmäßig am Jahresende prüft Ihre Versicherung, ob Sie einen Schaden gemeldet haben, und rechnet Ihnen jedes schadenfreie Jahr automatisch an. Von Zeit zu Zeit ändert sich dann auch Ihr Beitragssatz. Ob das jährlich oder alle zwei, drei oder fünf Jahre passiert, steht in einer Tabelle, die Sie in Ihren Versicherungsbedingungen finden. Die Zeitpunkte legt jeder Versicherer selbst fest. Wenn Ihr Schadenfreiheitsrabatt steigt, sehen Sie das Ergebnis in Ihrer nächsten Rechnung: Sie fällt entsprechend niedriger aus.

Auf einen Unfall folgt die Rückstufung

Wenn Sie mit Ihrem Auto einen Schaden verursacht haben und Ihre Kfz-Versicherung zahlen muss, kommen Sie in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse. Um wie viele Klassen Sie zurückgestuft werden, hängt von Ihrem Versicherer ab – und von der Anzahl der von Ihnen gemeldeten Schäden. Auch für die Rückstufungsregelungen gibt es eine Tabelle in den Versicherungsbedingungen, die Sie mit Ihrem Vertrag erhalten haben.

Ein Autofahrer, der vorher zum Beispiel zwölf Jahre unfallfrei gefahren ist, kann nach einem Unfall im darauffolgenden Versicherungsjahr in SF 3 landen. Oder sind Sie etwa 25 Jahre unfallfrei gefahren und verschulden dann doch mal einen Unfall, kann Sie das in der Haftpflicht von SF 25 auf SF 10 oder in der Vollkasko auf SF 12 zurückwerfen – je nachdem, was Ihr Versicherer in seiner Rückstufungstabelle festgelegt hat.

Vertrag unterbrochen: Neueinstufung je nach Dauer

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum kein Auto gefahren und damit keine Kfz-Versicherung beansprucht haben, können Sie in der Regeln wieder in Ihre alte SF-Klasse einsteigen. Gelegentlich müssen Antragssteller dann nachweisen, dass Sie durchweg in Besitz eines Führerscheins waren. Auch nach einem Führerscheinentzug beginnt der Versicherungsnehmer wieder in derselben SF-Klasse, die er vorher hatte.

Die Grenze für eine Neueinstufung liegt bei sieben Jahren

Die Verfallsfristen und Regelungen für eine Vertragsunterbrechung sind bei den Versicherern verschieden. In der Regel gilt: Hatten Sie sieben Jahre kein Auto versichert, können Sie unter Umständen nicht mehr auf Ihre alte Schadensklasse zurückgreifen. Auch wer seinen laufenden Pkw-Versicherungsvertrag sieben Jahre unterbricht, etwa weil der Wagen längere Zeit nicht gebraucht wird, kann seine Schadenfreiheitsklasse verlieren.

Die Allianz reaktiviert die SF-Klasse auch noch, wenn der Versicherungsvertrag innerhalb von zehn Jahren wieder aufgenommen wird.

Beim Versicherungswechsel geht der Rabattschutz verloren

Wenn Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln, können Sie Ihre hohe Schadenfreiheitsklasse verlieren, wenn sie das Ergebnis einer Rabattschutzregelung ist. Das bedeutet, Sie haben eine Zusatzleistung in Ihrem Vertrag, die Sie nach einem Schadenfall vor einer Rückstufung bewahrt. Für die neue Versicherung ist immer Ihre tatsächliche Schadenbilanz entscheidend.

Zusammenhänge erklärt
Allianz - Infografik: Auswirkungen SF-Klasse auf Beitragssatz

In den ersten vier Jahren Ihrer Autoversicherung spüren Sie die Senkung Ihres Beitragssatzes am deutlichsten. In diesem Zeitraum steigt bei den meisten Versicherern in jedem Jahr der Schadenfreiheitsrabatt. In der SF-Klasse 1 beginnen Sie mit rund 100 Prozent Beitragssatz, sind aber ein Jahr später bereits bei 85 Prozent, im dritten Jahr bei 70 Prozent und im vierten Jahr bei etwa 60 Prozent des Versicherungsbeitrages.

Danach sinkt die Frequenz der steigenden Schadenfreiheitsrabatte. Nach 15 Jahren ohne selbstverschuldeten Unfall zahlen Sie im Durchschnitt nur noch 40 bis 45 Prozent, zehn Jahre später 30 bis 35 Prozent und in der SF 35 sogar nur noch 20 Prozent.

Dies sind Durchschnittszahlen. Die genauen Beitragssätze, Zeiträume und Abstufungen legen die Versicherer selbst fest. Bei der Allianz zum Beispiel liegen Sie in den unteren SF-Klassen übrigens deutlich besser als beim Großteil der Gesellschaften.

Allianz - Infografik: Auswirkungen SF-Klasse auf Beitragssatz
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Zweitwagen, Motorrad & Co.

Zweitwagen-Regelung, schadenfreie Jahre mit dem Motorrad, hohe Schadenfreiheitsklasse eines Familienangehörigen: Es gibt Möglichkeiten, eine günstige SF-Klasse zu übernehmen. Und dadurch ebenfalls beim Beitragssatz zu sparen.

So profitieren Sie beim Zweitwagen

Sie haben mit Ihrem Erstfahrzeug mindestens SF-Klasse 2 erreicht? Dann erhält Ihr zweiter Wagen eine ähnlich gute SF-Klasse. Oder Sie lassen Ihr Fahrzeug bei den Eltern oder dem Ehepartner als Zweitwagen versichern. Sobald der Zweitwagenfahrer einige Jahre ohne Unfall angesammelt hat, kann er auf eine eigene Autoversicherung die günstige Schadenfreiheitsklasse übertragen.

Übertragen Sie die SF-Klasse von Ihrem Motorrad

Wenn Sie Ihr Motorrad abmelden und einen Pkw versichern wollen, können Sie Ihre SF-Klasse mitnehmen. Dabei zählt nicht die Einstufung, sondern die tatsächliche schadenfrei gefahrene Zeit, das sogenannte Rabattgrundjahr.

Das heißt, wenn Sie mit dem Motorrad die höchstmögliche Schadenfreiheitsklasse 20 erreicht haben, insgesamt aber schon 24 Jahre unfallfrei gefahren sind, wird Ihnen dies bei der Kfz-Versicherung angerechnet. Sie bekommen SF 24 für Ihr Auto. Legen Sie zum Nachweis einfach Ihren alten Motorrad-Versicherungsvertrag vor.

Lassen Sie die SF-Klasse eines Familienmitglieds anrechnen

Angenommen, Ihr Großvater will nicht mehr fahren und Ihnen seinen Wagen samt günstiger Versicherung überlassen. Da Sie das Auto in den vergangenen Jahren bereits überwiegend selbst gefahren sind, haben Sie gute Voraussetzungen, von der hohen SF-Klasse Ihres Großvaters zu profitieren.

Seinen Vertrag samt SF-Klasse können Sie zwar nicht übernehmen, denn Sie müssen eine neue Versicherung abschließen. Aber ein Teil wird Ihnen angerechnet.

Gut zu wissen
Allianz - Info Schadenfreiheitsklasse: Illustration Gut zu wissen

Die SF-Klasse, die Sie bei Ihrem letzten versicherten Auto hatten, verändert sich nicht, wenn Ihr neuer Wagen über die Leasingfirma versichert ist. Bei manchen Firmentarifen ist es jedoch möglich, sich die weiteren schadenfreien Jahre mit dem Leasingfahrzeug von der Versicherung bestätigen zu lassen, um sie später für eine eigene Kfz-Versicherung nutzen zu können. Nur wenn Sie das Leasingauto selbst versichern, profitieren Sie von Ihren unfallfreien Jahren mit diesem Wagen. In diesem Fall steigt die SF-Klasse für Sie mit jedem schadenfreien Jahr weiter.

Bei Dienstwagen ist in der Regel der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer. Wenn Sie danach wieder auf ein privates Auto wechseln, können Sie unter Umständen den in dieser Zeit erworbenen Schadenfreiheitsrabatt nicht in Ihr neues Versicherungsverhältnis mitnehmen. Es sei denn Ihre Versicherung erkennt Ihnen diese Jahre an - was eine Frage der Kulanz ist. In jedem Fall können Sie sich wieder in Ihre alte SF-Klasse einstufen lassen, die sie vor ihrem Dienstwagen hatten - sofern ihr Versicherungsverhältnis nicht länger als sieben Jahre (bei der Allianz zehn) unterbrochen worden ist.

Allianz - Info Schadenfreiheitsklasse: Illustration Gut zu wissen
Häufige Fragen
  • Was ist der Unterschied zwischen Rabattretter und Rabattschutz?

    Wenn Sie nach vielen unfallfreien Jahren die Schadenfreiheitsklasse 35 erreicht haben und dann doch mal einen Unfall verursachen, wird durch die Rückstufung die Schadenfreiheitsklasse zwar niedriger. Aber der Beitragssatz bleibt gleich. Diese Regelung wird im Volksmund "Rabattretter" genannt.

    Der Rabattschutz dagegen ist eine kostenpflichtige Zusatzleistung vieler Versicherer. Mit diesem Schutz, der ab SF-Klasse 4 gilt, verbleibt der Vertrag im Folgejahr trotz Schadenfall in der gleichen SF-Klasse.

    Der RabattSchutz gilt nur für jeweils einen Schaden in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung je Kalenderjahr. Bei zwei und mehr Schäden in der Kfz-Haftpflicht oder Vollkasko in einem Kalenderjahr wird der Vertrag entsprechend zurückgestuft. Der rabattgeschützte Schaden bleibt dabei unberücksichtigt. Das heißt, der Vertrag wird so zurückgestuft, als ob sich der zuerst eingetretene Schaden nicht ereignet hätte.

  • Sind die Schadenfreiheitsrabatte bei allen Versicherern gleich?

    Nein, die prozentualen Beitragssätze für die einzelnen Schadenfreiheitsklassen sind nicht einheitlich. Jede Versicherung legt für sich fest, wie viel Rabatt sie Ihnen gibt und ob sich Ihr Beitragssatz jedes Jahr, alle zwei Jahre oder alle drei Jahre verringert. Dass Sie nach jedem unfallfreien Jahr eine Schadenfreiheitsklasse höher eingestuft werden, ist jedoch bei allen gleich.
  • Wie werden die im Ausland erworbenen Schadenfreiheitsklassen (SF-Rabatt) übertragen?

    Wer im europäischen Ausland gelebt oder gearbeitet und dort eine Kfz-Versicherung abgeschlossen hat, kann die erworbene Schadenfreiheitsklasse in einen deutschen Versicherungsvertrag übertragen. Voraussetzungen:

    • Ein Nachweis über das Ende der ausländischen Vorversicherung. Diese Bescheinigung benötigt der deutsche Versicherer im Original und übersetzt ins Deutsche bzw. Englische. Enthalten sein sollten Ihr Name, Versicherungsdauer und gemeldete Schäden.
    • Die Beendigung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
    • Sie sind als Versicherter der Fahrzeughalter, oder alternativ Ihr eingetragener Lebens-/Ehepartner oder Ihr Kind mit Steuervergünstigung (nach §3a KraftStG).
    • Es darf keine deutsche Vorversicherung vorliegen.

    Erfüllen Sie diese Kriterien, übernimmt der deutsche Versicherer den Schadenfreiheitsrabatt der ausländischen Versicherung. Die Berechnungsgrundlage kann allerdings abweichen.

    Bei der Allianz gilt:

    Es muss die Schadenverlaufsbestätigung des ausländischen Vorversicherers mit folgenden Angaben in deutscher oder englischer Sprache vorliegen: 

    • Art des bisher versicherten Fahrzeugs
    • Name des Versicherers
    • Ausstellungsdatum
    • Name, Adresse und Geburtsdatum des Versicherungsnehmers
    • Versicherungsbeginn und -ende
    • Anzahl der schadenfreien Jahre im Kalenderjahr des Vertragsendes
    • Anzahl und Zeitpunkt der Schäden während der letzten fünf Jahre oder ggf. kürzeren Vertragslaufzeit. Wickelte Ihre Vollkaskoversicherung in dieser Zeit einen Schaden ab, müssen Sie genaue Angaben über Hergang und Schadensumme machen.

    Anerkannt werden Vorversicherer eines EU-Mitgliedslandes und von folgenden Nicht-EU-Staaten: Andorra, Bosnien-Herzegowina, Island, Japan, Kanada, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Russland, San Marino, Schweiz, Serbien, Vatikanstadt, USA. 

  • Wie lange muss ich in einem Jahr versichert sein, damit die SF-Klasse sinkt?

    Grundlage ist das Kalenderjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember. Die Versicherungsdauer muss mindestens sechs Monate betragen. Wenn in diesem Zeitraum obendrein Schadenfreiheit besteht, gibt's zur Belohnung vom Versicherer zum Jahresanfang die bessere SF-Klasse. Wer sich bis zum 1. Juli eines Jahres versichert, profitiert von der besseren Schadenfreiheitsklasse. Wer allerdings bis 1. August wartet, darf sich erst ein Jahr später über günstigere Tarife freuen.
  • Welche Besonderheiten gelten beim Wechsel der Autoversicherung?

    Sofern bereits eine Kfz-Versicherung für Ihr Fahrzeug bei einem anderen Versicherer besteht, berücksichtigt die Allianz bei der Ermittlung Ihres Versicherungsbeitrags auch die Zeit, die Sie bereits schadenfrei gefahren sind. Maßgebend ist die Schadenfreiheitsklasse. In der Regel übernimmt die Allianz sie. Eine Sondereinstufung bei einem anderen Versicherer, zum Beispiel für eine Zweitwagenversicherung, kann leider nicht übernommen werden.
  • Wo finde ich die Rückstufungstabelle?

    Im Falle eines Schadens in der Kfz-Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung erfolgt die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse immer, wenn das nächste Versicherungsjahr beginnt. Die Rückstufung richtet sich jeweils nach den zu diesem Zeitpunkt gültigen Versicherungsbedingungen. In unseren aktuellen Versicherungsbedingungen finden Sie im Teil C unter 11.3 (1) und (5) weitere Informationen zu unserer Rückstufung. Die Rückstufungstabelle finden Sie ebenfalls im Teil C unter 11.12.1 (2).
  • Leistet die Kfz-Versicherung auch bei Schäden, die unter Alkoholeinfluss entstanden sind?

    Ja, die Kfz-Versicherung kommt für Schäden von unter Alkoholeinfluss verursachten Unfällen auf. In welchem Umfang sie leistet, hängt vom Alkoholpegel des Fahrers ab. Anfangs übernimmt der Versicherer den Komplettschaden. Danach prüft er den Unfallhergang und bittet den alkoholisierten Unfallverursacher zur Kasse.

    Bei einem Wert zwischen 0,5 und 1,1 Promille darf die Versicherungsgesellschaft den Erstattungsbetrag um die Hälfte kürzen. Bei höherem Alkoholgehalt im Blut muss sie keinen Cent zahlen und fordert bereits geleistete Summen komplett zurück. In der Versicherungspolice stehen die genauen Bedingungen in der sogenannten Trunkenheitsklausel.

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