Familie mit Kind lehnt sich aus dem Seitenfenster ihres Autos und genießt die Landschaft
Ihr Lohn für unfallfreies Fahren

Schadenfreiheits­klasse

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Schadenfreiheitsklasse gibt Auskunft über die unfallfrei gefahrenen Jahre des Versicherten. Voraussetzung dafür ist, dass kein Schaden gemeldet und von der Versicherung reguliert wurde.
  • Es gibt SF-Klassen von 0 (kein Jahr unfallfrei) bis 50 (50 oder mehr Jahre ohne Unfall) sowie die Schadenklasse S und M.
  • Mit steigender Schadenfreiheitsklasse reduziert sich Ihr Versicherungsbeitrag, weil der Versicherer Ihnen Schadenfreiheits­rabatt (SFR) gewährt. In der Kfz-Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung werden die SF-Klassen unabhängig voneinander ermittelt. Für die Beitragshöhe der Teilkaskoversicherung spielt die SF-Klasse keine Rolle.
  • Wer einige Zeit im europäischen Ausland gelebt hat, kann seine dort erworbenen Schadenfreiheitsrabatte von einer deutschen Kfz-Versicherung anerkennen lassen.
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Gut zu wissen: SF-Klasse bestimmen
Illustration Gut zu wissen

Sie haben Ihre Schadenfreiheitsklasse vergessen? Autofahrer, die bereits einen Wagen versichert haben, schauen am besten in der Beitrags­rechnung ihres Versicherers nach. Auf ihr steht, in welcher SF-Klasse sie zurzeit eingestuft sind. In der Regel finden Sie darauf auch den Beitragssatz.

Haben Sie Ihre Rechnung gerade nicht parat, können Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse berechnen. Sind Sie beispielsweise seit sieben Jahren versichert, hatten seitdem keinen Unfall und starteten als Fahranfänger, dann sind Sie in Schadenfreiheitsklasse 6 eingestuft.

Schadenfreiheitsklasse mithilfe alter Versicherungs­rechnung herausfinden

Ihre Schadenfreiheitsklasse bestimmen Sie auch unter Zuhilfenahme einer alten Abrechnung. Finden Sie beispielsweise eine drei Jahre alte Versicherungs­rechnung, dann berechnen Sie die SF-Klasse folgendermaßen: Addieren Sie zur dort festgelegten Schadenfreiheits­klasse drei hinzu. Waren Sie vor drei Jahren z.B. in SF-Klasse 15 eingestuft, und Ihre Versicherung musste seitdem keinen Schaden regulieren, dann lautet die Rechnung: 15 + 3 = 18.

D.h., Sie sind aktuell in Schadenfreiheits­klasse 18 eingestuft. Sie sind unsicher oder möchten nicht rechnen? Dann rufen Sie einfach bei Ihrem Kfz-Versicherer an und fragen nach.

Bei einem Versicherungs­wechsel können Sie die Einstufung mitnehmen – es sei denn, die SF-Klasse ist das Ergebnis eines kostenpflichtigen Rabattschutzes, der eine Rückstufung verhindert hat, oder einer Sondereinstufung. Dann ist die tatsächliche Schadensbilanz entscheidend.

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Übersicht

Neben Typklasse und Regionalklasse ist die Schadenfreiheitsklasse für Versicherer ein wichtiger Faktor beim Berechnen der Versicherungsprämie. In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die jeweiligen Schadenfreiheitsklassen. Die Einordnung in eine SF-Klasse erfolgt auf Basis der schadenfreien Jahre. "Schadenfrei" heißt, dass Sie in dieser Zeit keinen Unfall an die Versicherung gemeldet haben und diese entsprechend keinen Schaden reguliert hat. 

Wie sich der Beitragssatz in Prozenten verändert, hängt vom jeweiligen Versicherer ab. Jeder Anbieter legt die gewährten Prozentsätze individuell fest. Darum können Beiträge zur Autoversicherung trotz gleicher Schadenfreiheitsklasse bei unterschiedlichen Versicherungen voneinander abweichen. In der Tabelle sehen Sie, in welcher Höhe sich die Prozentwerte bei den Versicherern im Schnitt bewegen. Die Zahlen der Staffel sind nicht fix und allgemein übertragbar.

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Schadenfreiheitsklasse
Schadenfreie Jahre
Beitragssatz (in Prozent)
SF 46 - 50 46 - 50 ca. 17 %
SF 41 - 45 41 - 45 ca. 18 %
SF 37 - 40 37 - 40 ca. 19 %
SF 31 - 35/36 31 - 35/36 ca. 20 %
SF 26 - 30 26 - 30 ca. 25 %
SF 16 - 25 16 - 25 ca. 35 - 30 %
SF 9 - 15 9 - 15 ca. 45 - 40 %
SF 5 - 8 5 - 8 ca. 55 - 50 %
SF 4 4 ca. 60 %
SF 3 3 ca. 70 %
SF 2 2 ca. 85 %
SF 1 1 Jahr ca. 100 %
SF ½ (Sondereinstufung für Personen, die das erste eigene Auto versichern, mit mehr als 3 Jahren Fahrerlaubnis)   ca. 100 - 140 %
SF S (Schadenklasse; Rückstufung von Versicherungsnehmern mit SF-Klasse 1)   ca. 150 - 175 %
SF 0 (Ersteinstufung für Fahranfänger mit weniger als 3 Jahren Fahrerlaubnis)   ca. 200 - 260 %
SF M (Malusklasse; Rückstufung von Fahranfängern mit SF-Klasse ½ oder 0 nach einem Unfall durch Eigenverschulden)   ca. 240 - 280 %
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SF-Klassen 0, 1/2, S und M

An den Einstufungen SF 0 bis SF 50 sind in der Regel die tatsächlich unfallfrei gefahrenen Jahre abzulesen. Auch lässt sich anhand der SF-Klasse erkennen, ob ein Fahranfänger versichert ist oder ein Autofahrer viele Unfallschäden zählt. Rückstufungen nach einem Schadenfall verändern die SF-Klassen.

Als Fahranfänger starten Sie mit SF-Klasse 0

Das Unfallrisiko ist für Fahranfänger am größten. Deshalb werden Sie, wenn Sie Ihren Führerschein noch nicht länger als ein Jahr besitzen, in die besondere Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Ihr Beitragssatz ist in dieser Sonderklasse am Anfang entsprechend hoch. Um beispielsweise die bei vielen Versicherern höchste Schadenfreiheitsklasse 50 zu erreichen, müssten Fahrneulinge 51 Jahre schadenfrei bleiben.

SF ½ ist für viele die Einsteigerklasse

Wenn Sie zum ersten Mal ein Auto versichern, beginnen Sie in SF-Klasse ½. Diese sogenannte Führerscheinregelung greift bei den meisten Versicherungsanbietern nur, wenn Sie Ihren Führerschein schon länger als drei Jahre besitzen und somit eine gewisse Fahrpraxis sammelten. Die Allianz bietet bessere Konditionen. Hier bekommen Sie die SF ½ sogar schon, wenn Sie die Fahrerlaubnis länger als ein Jahr haben.

Unfall am Anfang heißt Schadenklasse S oder M

Nach einem Unfall stuft Sie Ihr Versicherungsunternehmen unter Umständen in eine der diversen Sonderklassen zurück. Eine Herabstufung tritt beispielsweise ein, wenn Sie SF-Klasse 1 haben und einen Unfall verschulden. Dann landen Sie im nächsten Versicherungsjahr in Klasse S, der "Schadenklasse". Durch den Verlust der günstigeren Klasse steigt Ihr Kfz-Versicherungs­beitrag erheblich, je nach Versicherer auf 150 bis 175 Prozent. 

In Klasse M oder "Malusklasse" (lat. malus = schlecht) fallen Sie zurück, wenn Sie als Fahranfänger vorher SF-Klasse ½ oder 0 hatten und einen Unfall verursachen. Ihre Prämie erreicht in dieser Stufe ungünstigerweise den Höchstsatz.

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Einstufung, Hochstufung, Rückstufung
Junge Fahranfängerin am Steuer

Wie schnell Ihre Schadenfreiheitsklasse sinkt, hängt von Ihrer Versicherung und Ihrem Unfallaufkommen ab. So prüft Ihre Versicherungsgesellschaft regelmäßig am Jahresende, ob Sie einen Schaden gemeldet haben, und rechnet Ihnen jedes schadenfreie Jahr automatisch an. Von Zeit zu Zeit ändert sich dann auch Ihr Beitragssatz.

Ob das jährlich oder alle zwei, drei oder fünf Jahre passiert, steht in einer Tabelle, die Sie in Ihren Versicherungs­bedingungen finden. Die Zeitpunkte legt jeder Versicherer selbst fest. Wenn Ihr Schadenfreiheitsrabatt steigt, sehen Sie das Ergebnis in Ihrer nächsten Rechnung: Sie fällt entsprechend niedriger aus.

Auf einen Unfall folgt die Rückstufung

Wenn Sie mit Ihrem Auto einen Schaden verursacht haben und Ihre Kfz-Versicherung zahlen muss, kommen Sie in eine niedrigere Schadenfreiheits­klasse. Um wie viele Klassen Sie zurückgestuft werden, hängt von Ihrem Versicherungsunternehmen ab – und von der Anzahl der von Ihnen gemeldeten Schäden. Auch für die Rückstufungs­regelungen gibt es eine Tabelle in den Versicherungs­bedingungen, die Sie mit Ihrem Vertrag erhalten haben.

Ein Autofahrer, der vorher zum Beispiel zwölf Jahre unfallfrei gefahren ist, kann nach einem Unfall im darauffolgenden Versicherungsjahr in SF 3 landen. Oder sind Sie etwa 25 Jahre unfallfrei gefahren und verschulden dann doch mal einen Unfall, kann Sie das in der Haftpflicht von SF 25 auf SF 10 oder in der Vollkasko auf SF 12 zurückwerfen – je nachdem, was Ihr Versicherer in seiner Rückstufungstabelle festgelegt hat.

Sie können Ihre Schadenfreiheitsklasse auch nicht retten, wenn Sie nach einem Unfall Ihren Versicherer wechseln. Die Versicherungs­gesellschaften tauschen sich aus. Musste der Vorversicherer einen Unfall oder mehrere Schäden regulieren, stuft das neue Assekuranz­unternehmen Sie in der Schadenfreiheits­klasse zurück.

Übrigens: Mit der kostenpflichtigen Zusatzleistung Rabattschutz oder Rückkauf des Schadens können Sie eine Rückstufung vermeiden. Bei der Option "Rückkauf" haben Sie in der Regel sechs Monate nach einem Unfall Zeit, Ihrem Versicherer die Schadensumme zurückzuzahlen.

Vertrag unterbrochen: Neueinstufung je nach Dauer

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum kein Auto gefahren und damit keine Kfz-Versicherung beansprucht haben, können Sie in der Regel in Ihre alte SF-Klasse einsteigen. Gelegentlich müssen Antragssteller dann nachweisen, dass Sie während der Unterbrechung durchweg in Besitz eines Führerscheins waren. Auch nach einem Führerscheinentzug beginnt der Versicherungs­nehmer wieder in derselben SF-Klasse, die er vorher hatte. Der Rabatt ist gestrichen.

Die Grenze für eine Neueinstufung liegt bei sieben Jahren

Verfallsfristen und Regelungen für eine Vertragsunter­brechung sind bei Versicherern verschieden. Bei vielen Versicherungsgesellschaften bleibt Ihre Schadenfreiheitsklasse nach Abmelden Ihres Autos für sieben Jahre erhalten. Unter Umständen können Sie nicht mehr auf Ihre alte Schadensklasse zurückgreifen, wenn Sie beispielsweise vor sieben Jahren Ihr Auto abgemeldet und kein weiteres versichert haben.

Auch wer seinen laufenden Pkw-Versicherungs­vertrag sieben Jahre unterbricht, etwa weil der Wagen längere Zeit nicht gebraucht wird, droht der Verfall der Schadenfreiheits­klasse.

Die Allianz reaktiviert die SF-Klasse auch noch, wenn der Versicherungs­vertrag innerhalb von zehn Jahren wieder aufgenommen wird.

Beim Versicherungswechsel geht der Rabattschutz verloren

Wenn Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln, können Sie Ihre hohe Schadenfreiheitsklasse verlieren. Nämlich dann, wenn sie das Ergebnis einer Rabattschutzregelung ist. Das bedeutet, Sie haben eine Zusatzleistung in Ihrem Vertrag, die Sie nach einem Schadensfall vor einer Rückstufung bewahrt. Für die neue Versicherung ist immer Ihre tatsächliche Schadenbilanz entscheidend.

Lassen Sie sich bei Kündigung Ihrer alten Autoversicherung am besten Ihre letzte Schadenfreiheits­klasse, die vom Versicherer regulierten Schäden und die Dauer des Versicherungs­verhältnisses bestätigen. Das vereinfacht eine spätere Übernahme der SF-Klasse.

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Zusammenhänge erklärt
Infografik: Auswirkungen SF-Klasse auf Beitragssatz

In den ersten vier Jahren Ihrer Autoversicherung spüren Sie die Senkung Ihres Beitragssatzes am deutlichsten. In diesem Zeitraum steigt bei den meisten Versicherern in jedem Jahr der Schadenfreiheitsrabatt. In der SF-Klasse 1 beginnen Sie mit rund 100 Prozent Beitragssatz, sind aber bei schadenfreiem Verlauf ein Jahr später bereits bei 85 Prozent, im dritten Jahr bei 70 Prozent und im vierten Jahr bei etwa 60 Prozent des Versicherungsbeitrages.

Danach sinkt die Frequenz der steigenden Schadenfreiheitsrabatte. Nach 15 Jahren ohne selbstverschuldeten Unfall zahlen Sie im Durchschnitt nur noch 40 bis 45 Prozent Versicherungsprämie, zehn Jahre später 30 bis 35 Prozent und in der besten Schadenfreiheitsklasse 50 sogar nur noch 17 Prozent.

Dies sind Durchschnittszahlen. Die genauen Beitragssätze, Zeiträume und Abstufungen legen die Versicherer selbst fest. Bei der Allianz beispielsweise müssen Sie in Kfz-Haftpflichtversicherung und Vollkasko nur 16 Prozent vom Tarif bezahlen.

Infografik: Auswirkungen SF-Klasse auf Beitragssatz
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Zweitwagen, Motorrad & Co.
Zweitwagen-Regelung, schadenfreie Jahre mit dem Motorrad, hohe Schadenfreiheitsklasse eines Familienangehörigen: Es gibt Möglichkeiten, eine günstige SF-Klasse zu übernehmen. Eine Schadenfreiheitsklasse kaufen können Sie allerdings nicht. Mit diesen Varianten lässt sich beim Beitragssatz sparen.
  • So profitieren Sie beim Zweitwagen:
    Sie haben mit Ihrem Erstfahrzeug mindestens SF-Klasse 2 erreicht? Dann erhält Ihr zweites Automobil eine ähnlich gute SF-Klasse wie Ihr Erstwagen. Oder Sie lassen Ihr Fahrzeug bei den Eltern oder dem Ehepartner als Zweitwagen versichern. Sobald der Zweitwagenfahrer einige Jahre ohne Unfall angesammelt hat, kann er auf eine eigene Autoversicherung die günstige Schadenfreiheitsklasse übertragen.

  • Übertragen Sie die SF-Klasse von Ihrem Motorrad:
    Wenn Sie Ihr Motorrad abmelden und einen Pkw versichern wollen, können Sie Ihre SF-Klasse mitnehmen. Dabei zählt nicht die Einstufung, sondern die tatsächlich schadenfrei gefahrene Zeit, das sogenannte Rabattgrundjahr.

    Das heißt, wenn Sie mit dem Motorrad die höchstmögliche Schadenfreiheitsklasse 20 erreicht haben, insgesamt aber schon 24 Jahre unfallfrei gefahren sind, wird Ihnen dies bei der Kfz-Versicherung angerechnet. Sie bekommen SF 24 für Ihr Auto. Legen Sie zum Nachweis einfach Ihren alten Motorrad-Versicherungsvertrag vor.

  • Lassen Sie die SF-Klasse eines Familien­mitglieds anrechnen:
    Angenommen, Ihr Großvater will nicht mehr fahren und Ihnen seinen Wagen samt günstiger Versicherung überlassen. Da Sie das Auto in den vergangenen Jahren bereits überwiegend selbst gefahren sind, haben Sie gute Voraussetzungen, von der hohen SF-Klasse Ihres Großvaters zu profitieren.

    Seinen Vertrag samt SF-Klasse können Sie zwar nicht übernehmen, denn Sie müssen eine neue Versicherung abschließen. Aber ein Teil wird Ihnen angerechnet. Gleiches gilt, wenn Ihr Opa verstirbt und Sie dessen Auto, Versicherung und Schadenfreiheitsklasse erben.

    In der Regel ist es möglich, die SF-Klasse innerhalb der Familie zu übernehmen. Sprich: Kinder, Ehepartner, Enkel oder Eltern können profitieren. Manche Versicherer akzeptieren sogar Lebensgefährten oder nicht-leibliche Kinder.
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Gut zu wissen: Rabattregelung bei Firmenwagen und Co.
Illustration Gut zu wissen

Die SF-Klasse, die Sie bei Ihrem letzten versicherten Auto hatten, verändert sich nicht, wenn Ihr neuer Wagen über die Leasingfirma versichert ist. Bei manchen Firmentarifen ist es jedoch möglich, sich die weiteren schadenfreien Jahre mit dem Leasing­fahrzeug von der Versicherung bestätigen zu lassen, um sie später für eine eigene Kfz-Versicherung zu nutzen. Nur wenn Sie das Leasingauto selbst versichern, profitieren Sie von Ihren unfallfreien Jahren mit diesem Wagen. In diesem Fall steigt die SF-Klasse für Sie mit jedem schadenfreien Jahr weiter.

Bei Dienstwagen ist in der Regel der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer. Wenn Sie danach wieder auf ein privates Auto wechseln wollen, können Sie unter Umständen den in dieser Versicherungszeit erworbenen Schadenfreiheitsrabatt nicht in Ihr neues Versicherungs­verhältnis mitnehmen. Es sei denn, Ihre Versicherung erkennt Ihnen diese Jahre an – was eine Frage der Kulanz ist.

In jedem Fall können Sie sich wieder in Ihre alte Schadenfreiheitsklasse einstufen lassen, die sie vor ihrem Firmenwagen hatten – sofern ihr Versicherungsverhältnis nicht länger als sieben Jahre (bei der Allianz zehn) unterbrochen wurde.

Illustration Gut zu wissen
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Häufige Fragen
  • Wozu gibt es Schadenfreiheitsklassen in der KFZ-Versicherung?

    Für Versicherungen sind Schadenfreiheitsklassen ein wichtiger Faktor zum Berechnen der Autoversicherungsprämie. SF-Klassen spiegeln das Unfallrisiko des Versicherten wieder. Fahranfängern fehlt Fahrpraxis. Deshalb ist deren Wahrscheinlichkeit einen Schaden zu verursachen höher, als bei einem Lenker mit mehrjähriger Straßenverkehrserfahrung. 

    Darum starten Fahrneulinge in der Regel in der höchsten SF-Klasse 0. Je länger Autolenker keinen Schaden verursachen und nicht von ihrer Versicherung Gebrauch machen, desto höher ist ihre Schadenfreiheitsklasse. Dadurch steigt der Schadenfreiheitsrabatt (SFR), der Beitrag sinkt

  • Was ist der Unterschied zwischen Rabattretter und Rabattschutz?

    Wenn Sie nach vielen unfallfreien Jahren die höchste Schadenfreiheits­klasse erreicht haben und dann doch mal einen Unfall verursachen, wird durch die Rückstufung die Schadenfreiheitsklasse zwar niedriger. Aber der Beitragssatz bleibt gleich. Diese Regelung wird im Volksmund "Rabattretter" genannt.

    Der RabattSchutz dagegen ist eine kostenpflichtige Zusatzleistung vieler Versicherer auf den Grundbeitrag. Mit diesem Schutz verbleibt der Vertrag im Folgejahr trotz Schadenfall in der gleichen SF-Klasse.

  • Sind die Schadenfreiheitsrabatte bei allen Versicherern gleich?

    Nein, die prozentualen Beitragssätze für die einzelnen Schadenfreiheitsklassen sind nicht einheitlich. Jede Versicherung legt für sich fest, wie viel Rabatt sie Ihnen gibt und ob sich Ihr Beitragssatz jedes Jahr, alle zwei Jahre oder alle drei Jahre verringert. Dass Sie nach jedem unfallfreien Jahr eine Schadenfreiheitsklasse höher eingestuft werden, ist jedoch bei allen gleich.
  • Wie werden die im Ausland erworbenen Schadenfreiheitsklassen (SF-Rabatt) übertragen?

    Wer im europäischen Ausland gelebt oder gearbeitet und dort eine Kfz-Versicherung abgeschlossen hat, kann die erworbene Schadenfreiheitsklasse in einen deutschen Versicherungsvertrag übertragen. Voraussetzungen:

    • Ein Nachweis über das Ende der ausländischen Vorversicherung. Diese Bescheinigung benötigt der deutsche Versicherer im Original und übersetzt ins Deutsche bzw. Englische. Enthalten sein sollten Ihr Name, Versicherungsdauer und gemeldete Schäden.
    • Die Beendigung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
    • Sie sind als Versicherter der Fahrzeughalter, oder alternativ Ihr eingetragener Lebens-/Ehepartner oder Ihr Kind mit Steuervergünstigung (nach §3a KraftStG).
    • Es darf keine deutsche Vorversicherung vorliegen.

    Erfüllen Sie diese Kriterien, übernimmt der deutsche Versicherer den Schadenfreiheits­rabatt der ausländischen Versicherung. Die Berechnungsgrundlage kann allerdings abweichen.

    Bei der Allianz gilt:

    Es muss die Schadenverlaufsbestätigung des ausländischen Vorversicherers mit folgenden Angaben in deutscher oder englischer Sprache vorliegen:

    • Art des bisher versicherten Fahrzeugs
    • Name des Versicherers
    • Ausstellungsdatum
    • Name, Adresse und Geburtsdatum des Versicherungsnehmers
    • Versicherungsbeginn und -ende
    • Anzahl der schadenfreien Jahre im Kalenderjahr des Vertragsendes
    • Anzahl und Zeitpunkt der Schäden während der letzten fünf Jahre oder ggf. kürzeren Vertragslaufzeit. Wickelte Ihre Vollkaskoversicherung in dieser Zeit einen Schaden ab, müssen Sie genaue Angaben über Hergang und Schadensumme machen.

    Anerkannt werden Vorversicherer eines EU-Mitgliedslandes und von folgenden Nicht-EU-Staaten: Andorra, Bosnien-Herzegowina, Island, Japan, Kanada, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Russland, San Marino, Schweiz, Serbien, Vatikanstadt, USA.

  • Wie lange muss ich in einem Jahr versichert sein, damit die SF-Klasse sinkt?

    Grundlage ist das Kalenderjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember. Die Versicherungsdauer muss mindestens sechs Monate betragen. Wenn in diesem Zeitraum obendrein Schadenfreiheit besteht, gibt's zur Belohnung vom Versiche­rer zum Jahresanfang die bessere SF-Klasse. Wer sich bis zum 1. Juli eines Jahres versichert, profitiert von der besseren Schadenfreiheits­klasse. Wer allerdings bis 1. August wartet, darf sich erst ein Jahr später über günstigere Tarife freuen – vorausgesetzt Ihr Schadenverlauf weist weiter eine weiße Weste auf.
  • Welche Besonderheiten gelten beim Wechsel der Autoversicherung?

    Sofern bereits eine Kfz-Versicherung für Ihr Fahrzeug bei einem anderen Versicherer besteht, berücksichtigen einige Versicherungs­unternehmen bei der Ermittlung Ihres Versicherungs­beitrags auch die Zeit, die Sie bereits schadenfrei gefahren sind. Maßgebend ist die Schadenfreiheitsklasse. Bei Antragstellung geben Sie Ihre SF-Klasse an, die zum Zeitpunkt des neuen Versicherungs­beginns gilt.

    Beantragen Sie die Umstellung beispielsweise zum 28.12.2020, müssen Sie Ihre Schadenfreiheits­klasse von 2020 angeben. Eine Sondereinstufung bei einem anderen Versicherer, zum Beispiel für eine Zweitwagen­versicherung, wird in der Regel nicht übernommen.

  • Wo finde ich die Rückstufungstabelle?

    Im Falle eines Schadens in der Kfz-Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung erfolgt die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse immer, wenn das nächste Versicherungsjahr beginnt. Die Rückstufung richtet sich jeweils nach den zu diesem Zeitpunkt gültigen Versicherungs­bedingungen. Diese erhalten Sie mit Ihrem Vertrag.
  • Leistet die Kfz-Versicherung auch bei Schäden, die unter Alkoholeinfluss entstanden sind?

    Ja, die Kfz-Versicherung kommt für Schäden von unter Alkoholeinfluss verursachten Unfällen auf. In welchem Umfang sie leistet, hängt vom Alkoholpegel des Fahrers ab. Anfangs übernimmt der Versicherer den Komplettschaden. Danach prüft er den Unfallhergang und bittet den alkoholisierten Unfallverursacher zur Kasse.

    Bei einem Wert zwischen 0,5 und 1,1 Promille darf die Versicherungsgesellschaft den Erstattungsbetrag um die Hälfte kürzen. Bei höherem Alkoholgehalt im Blut muss sie keinen Cent zahlen und fordert bereits geleistete Summen komplett zurück. In der Versicherungspolice stehen die genauen Bedingungen in der sogenannten Trunkenheitsklausel.

  • Gibt es auch bei Anhängern eine Schadenfreiheitsklasse?

    Nein, bei einer Anhängerversicherung bieten Versicherungsgesellschaften keine Schadenfreiheitsklassen an. Dementsprechend gewähren Versicherer auch keine Schadenfreiheitsrabatte für schadenfreies Fahren mit Anhänger.
  • Entstehen beim Übertragen der Schadenfreiheitsklasse Nachteile?

    Der Versicherte, der seine SF-Klasse überträgt, verliert seinen Schadenfreiheitsrabatt. Es lässt sich unter Umständen auch nicht die komplette Ermäßigung weitergeben. Haben Sie beispielsweise SF-Klasse 15 und möchten diese Ihrem Kind übertragen, das erst seit fünf Jahren den Führerschein besitzt, können Sie nur fünf Jahre übertragen. Ihre restlichen zehn unfallfreien Jahre gelten nicht und gehen verloren.
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