Nahaufnahme eines Kurzzeitkennzeichens mit gelber Markierung am rechten Rand
Probefahrt, Steuerbefreiung & Co.

Kennzeichen Übersicht: Diese Sonder­schilder gibt es

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Kfz-Zulassung mit Nutzungs­beschränkung
  • In Deutschland können Sie Fahrzeuge mit verschiedenen Sonderkennzeichen zulassen. Damit dürfen Sie das Kfz nur für einen gewissen Zeitraum oder für bestimmte Zwecke im Straßenverkehr bewegen.
  • Ein Kurzzeitkennzeichen er­möglicht Probe- und Überführungs­fahrten innerhalb Deutschlands und der EU. Es ist höchstens fünf Tage gültig.
  • Erteilen Finanzamt oder Zoll Ihnen eine Steuerbefreiung für Ihr Kfz, können Sie es mit einem grünen Kennzeichen anmelden. Kfz-Behörden stellen es unter anderem für landwirtschaftliche Arbeitsfahrzeuge aus.
  • Überführen Sie ein Kfz ins Nicht-EU-Ausland, beantragen Sie ein Ausfuhrkennzeichen. Das international anerkannte Nummernschild ist Kfz-steuerpflichtig und gilt maximal ein Jahr.

 

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Gut zu wissen
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Auf deutschen Straßen sind nicht nur Fahrzeuge mit regulären Kfz-Kennzeichen unterwegs. Neben dem amtlichen Nummernschild gibt es folgende Sonderkennzeichen:

  • Kurzzeitkennzeichen für Überführungs- und Probefahrten innerhalb Deutschlands und der EU
  • Ausfuhrkennzeichen für Überführungsfahrten bzw. Fahrzeugexporte ins Nicht-EU-Ausland
  • Grünes Kennzeichen für von der Kfz-Steuer befreite Fahrzeuge
  • Oldtimer­kennzeichen (H-Kennzeichen) für historische Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmalig zum Straßenverkehr zugelassen wurden
  • Rotes Oldtimer­kennzeichen („07er-Nummer“) für Kurzzeitzulassung von Oldtimern, um etwa zu einer Rallye zu fahren
  • Rotes Kennzeichen („Händlerkennzeichen“) für Kfz-Händler, die das Nummernschild unterschiedlichen Fahrzeugen für Prüfungs-, Überführung- und Probefahrten zuteilen können
  • Saisonkennzeichen für Fahrzeuge, die Sie zwei bis maximal elf Monate im Jahr auf öffentlichen Straßen bewegen
  • Versicherungskennzeichen für (E-)Roller, Mofas und andere Kleinkrafträder mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und unter 50 Kubikzentimeter Hubraum
  • Wechselkennzeichen: für zwei Fahrzeuge der gleichen Klasse (z.B. zwei Pkw), an denen Sie das Nummernschild abwechselnd anbringen können

Übrigens gilt auch für Sonderkennzeichen in Deutschland: Ohne gültiges Nummernschild dürfen Sie das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen bewegen. Andernfalls riskieren Sie 70 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

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Private Überführungsfahrten
Das Kurzzeitkennzeichen ist ein nationales Nummernschild und gilt höchstens fünf Tage. Sie beantragen es für Überführungsfahrten innerhalb Deutschlands und Europas. Also zum Beispiel, wenn Sie einer Privatperson in Frankfurt einen Pkw abkaufen und den Wagen zu Ihrem Wohnort in Hamburg transportieren. Daneben ermöglicht das Sonderkennzeichen Probefahrten mit abgemeldeten oder stillgelegten Kfz. Alle anderen Fahrten sind verboten.
Kurzzeitkennzeichen mit gelber Markierung und Ablaufdatum am rechten Rand

Kurzzeitkennzeichen sind am gelben Feld an der rechten Seite sofort zu erkennen. Von oben nach unten gelesen ergeben die drei Zahlenpaare das Ablaufdatum des Nummernschildes. Im Beispiel oben ist das der 28. November 2020. Ab 29.11. wäre es verboten, das mit dem Überführungskennzeichen angemeldete Fahrzeug im Straßenverkehr zu bewegen.

Mit schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund sind auf dem Nummernschild außerdem Unterscheidungszeichen (etwa „B“ für Berlin) und Erkennungsnummer geprägt. Diese Zahlenkombination beginnt bei Kurzzeitkennzeichen stets mit den Ziffern „04“ oder „03“. Zwischen Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer befindet sich ein blauer Zulassungsstempel.

Kurzzeit­kennzeichen: Ohne TÜV und Versicherung keine Zulassung

Egal ob Motorrad, Anhänger oder Pkw: Ein Kurzzeitkennzeichen erhalten Sie nur für verkehrstaugliche Fahrzeuge. Können Sie keine gültige Hauptuntersuchung  nachweisen, dürfen Sie mit dem Kfz lediglich zur nächstgelegenen Prüfstelle innerhalb des Zulassungsbezirks oder in einem angrenzenden Bezirk fahren. Stellt der Technische Überwachungsverein (TÜV) oder eine andere Prüfstelle bei der HU Mängel fest, sind Fahrten zur Reparatur innerhalb des Zulassungsbezirks oder in angrenzende Bezirke gestattet.

Voraussetzung zum Beantragen eines Kurzzeitkennzeichens ist zudem eine bestehende Kfz-Haftpflicht. Als Versicherungsnachweis reicht der Zulassungsstelle die eVB-Nummer. Diese erhalten Sie von Ihrem Kfz-Versicherer bzw. dem Anbieter, bei der Sie das neue Fahrzeug versichern wollen. Schließen Sie später beim selben Versicherer eine reguläre Police für das Kfz ab, erlassen viele Gesellschaften Ihnen die Gebühren für den Kurzzeitschutz. 

Grundsätzlich können Sie für Kurzzeitkennzeichen auch Vollkasko oder Teilkasko abschließen. Überführen Sie beispielsweise einen Neuwagen über eine längere Strecke, ist eine Kfz-Versicherung mit Vollkasko sinnvoll.

Kurzzeit­kennzeichen beantragen: Diese Unterlagen sind notwendig

Das Überführungskennzeichen können Sie entweder bei der Zulassungsstelle an Ihrem Wohnort anfordern oder bei der Behörde des Bezirks, in dem das Kfz derzeit zugelassen ist. Erforderlich sind folgende Dokumente:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit amtlicher Meldebescheinigung 
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • Nachweis über gültige Hauptuntersuchung (HU)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Bei Unternehmen und Vereinen: Gewerbeanmeldung und Handels- oder Vereinsregisterauszug
  • Bei abgemeldeten Kfz: Nachweis über Stilllegung
  • Bei Neufahrzeugen: Certificate of Conformity (CoC-Papiere)

Kurzzeit­kennzeichen Kosten: Rechnen Sie mit mindestens 50 Euro

Bei der Kfz-Behörde zahlen Sie etwa zehn Euro Verwaltungsgebühren. Hinzu kommen zehn bis 15 Euro für die Kennzeichenschilder. Wollen Sie mit dem Kurzzeitkennzeichen Umweltzonen deutscher Großstädte befahren, kostet Sie das zusätzlich 50 Euro. Der fünftägige Kfz-Versicherungsschutz schlägt je nach Anbieter mit 30 bis 70 Euro zu Buche. Insgesamt sollten Sie für das Kurzzeitkennzeichen einen Preis von 50 bis 150 Euro einkalkulieren.

Gut zu wissen
Gut zu Wissen Illustration: Männliche Person hält ein Megaphon vor sich und zeigt auf quadratische Schilder mit Sternchen hinter sich

Seit 2007 besteht innerhalb der Europäischen Union eine Anerkennungspflicht für das deutsche Kurzzeitkennzeichen. In EU-Mitgliedsstaaten wie Österreich haben Sie mit dem gelben Sonderkennzeichen in der Regel keine Schwierigkeiten. Auch einige Nicht-EU-Länder wie die Schweiz tolerieren deutsche Kurzzeitkennzeichen. Allerdings besteht keine Gewähr, dass Sie damit problemlos einreisen können.

Umso wichtiger bei Fahrzeugexporten ins Ausland ist, sich vorab über die Bestimmungen des jeweiligen Landes zu informieren. Führen Sie bei Probe- und Überführungsfahrten außerhalb Deutschlands außerdem stets die Grüne Karte mit. Bei einem Unfall weisen Sie mit dem Dokument nach, dass für Ihr Fahrzeug im jeweiligen EU-Land Versicherungsschutz besteht.

Wichtig: Mit dem Kurzzeitkennzeichen vom Ausland nach Deutschland zu reisen, ist verboten. Wer beispielsweise mit dem gelben Nummernschild im Gepäck nach Polen reist, es dort an einen Pkw anbringt und das Auto anschließend nach Deutschland überführt, riskiert eine hohe Strafe.

Gut zu Wissen Illustration: Männliche Person hält ein Megaphon vor sich und zeigt auf quadratische Schilder mit Sternchen hinter sich
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Arbeitsmaschinen & Co.
Das grüne Kennzeichen ist wie ein reguläres Kfz-Kennzeichen aufgebaut und hat dieselben Abmessungen. Die Zahlen-Buchstaben-Kombination ist allerdings nicht in Schwarz, sondern in Grün auf den weißen Grund des Nummernschilds geprägt. Die Sonderfarbe zeigt an, dass der Halter des Fahrzeugs von der Kfz-Steuer befreit ist.
Grünes Kennzeichen mit TÜV-Plakette und Stempelplakette

Der deutsche Staat räumt Fahrzeugen eine Steuerbefreiung ein, die eine wichtige Funktion für das Allgemeinwohl und die Gesellschaft erfüllen. Das ist in § 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) geregelt. Finanzamt oder Zoll erteilen Ihnen eine entsprechende Bestätigung nur, wenn Ihr Kfz bestimmte Kriterien erfüllt.

Grünes Kennzeichen ist Kfz vorbehalten, die Sie zweckgebunden nutzen

Ob Ihr Fahrzeug eine Steuerbefreiung und damit ein grünes Nummernschild erhält, entscheiden Zoll oder Finanzamt – nicht die Kfz-Zulassungsbehörde. Der Fahrzeugtyp spielt keine Rolle: Ein grünes Kennzeichen für Lkw, Traktor oder selbstfahrende Arbeitsmaschinen können Sie genauso beantragen wie für Anhänger oder Wohnwagen.

Diese Fahrzeuge und Anhänger dürfen grüne Kfz-Kennzeichen verwenden

  • Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Anhänger und Sonderfahrzeuge
  • Stapler und Arbeitsmaschinen mit über 20 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit
  • Winterdienst- und Straßenreinigungsfahrzeuge
  • Schaustellerfahrzeuge (Zugmaschinen, Packwagen, Wohnwagen)
  • Anhänger für den Transport von Sportgeräten oder Tieren zu Sportzwecken
  • Fahrzeuge für Hilfsgütertransporte anerkannter Körperschaften und Vereine
  • Fahrzeuge für Kranken- und Behindertentransport
  • Rettungsfahrzeuge sowie Kfz von Feuerwehr, Luft- und Katastrophenschutz
  • Fahrzeuge zum Transport von Großbehältern, Wechselaufbauten und Anhängern im kombinierten Verkehr (z.B. Lkw)

Grünes Kennzeichen schränkt die Fahrzeug­nutzung ein

Finanzamt oder Zoll stellen Ihnen eine Bestätigung über die Steuerbefreiung aus. Darin ist vermerkt, für welche Zwecke Sie das Kfz einsetzen dürfen. Bei einer Polizeikontrolle sind Sie verpflichtet, diesen Nutzungszweck nachzuweisen. Wer in seinem Pferdeanhänger  mit grünem Kennzeichen etwa Umzugskisten statt Sportpferde transportiert, begeht Steuerhinterziehung.

Möchten Sie den Anhänger nicht nur zum Pferdetransport nutzen, melden Sie ihn regulär mit einem schwarzen Kfz-Kennzeichen an. Dann zahlen Sie allerdings die reguläre Kfz-Steuer.

Wichtige Unterlagen: So beantragen Sie ein grünes Kennzeichen

Um bei der Kfz-Zulassungsstelle ein grünes Kennzeichen für Ihr Fahrzeug zu erhalten, benötigen Sie folgende Dokumente:

  • Bestätigung von Zoll oder Finanzamt über Steuerbefreiung
  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Gültiger Nachweis der Hauptuntersuchung (HU)
  • ggf. alte Kennzeichenschilder (falls keine Neuzulassung)
  • ggf. Vollmacht und Personalausweis der Person, in deren Auftrag Sie handeln

Sie wollen ein grünes Nummernschild für das Fahrzeug eines Vereins, Unternehmens oder einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) anfordern? Dann sind zusätzlich folgende Unterlagen erforderlich:

  • Für Verein: Auszug aus dem Vereinsregister, Personalausweis/Reisepass und Vollmacht des benannten Vertreters/der benannten Vertreter
  • Für Unternehmen: Gewerbeanmeldung bzw. Auszug aus dem Handelsregister, ggf. Vollmacht und Personalausweis/Reisepass des Geschäftsführers oder Prokuristen
  • Für GbR: Gesellschaftsvertrag, Vollmacht und Erklärung, auf wen das Kfz zugelassen wird (mit Unterschrift aller Gesellschafter), außerdem: Personalausweis/Reisepass des Gesellschafters, auf den das Fahrzeug zugelassen wird

Kfz-Zulassung mit grünem Kennzeichen kostet bis zu 160 Euro

Welche Gebühren bei der Kfz-Behörde anfallen, hängt von Zulassungsbezirk und Verwaltungsaufwand ab. Für eine Neuzulassung sollten Sie mit mindestens 26 Euro Verwaltungskosten rechnen. Für neue Kennzeichenschilder zahlen Sie 30 bis 50 Euro, für die Reservierung eines Wunschkennzeichens 10,20 Euro

Ist eine Hauptuntersuchung (HU) erforderlich, bevor Sie das Kfz anmelden, kommen etwa 70 Euro hinzu. Insgesamt belaufen sich die Zulassungskosten auf bis zu 160 Euro.

Grünes Kennzeichen Ausland: Fahrten innerhalb der EU sind gestattet

Wer mit grünem Nummernschild in einem EU-Land wie Frankreich unterwegs ist, hat in der Regel keine Probleme. Vorausgesetzt, Sie nutzen Ihr Fahrzeug auch außerhalb Deutschlands nur für den von Finanzamt oder Zoll genehmigten Zweck.

Um sicherzugehen, dass Sie bei längeren Aufenthalten im Ausland oder bei einem Autounfall  mit dem grünen Kennzeichen abgesichert sind, sollten Sie vorab Rücksprache mit Ihrer Kfz-Versicherung halten.

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Fahrzeugexport ins Ausland
Das Ausfuhrkennzeichen, auch Export-, Transit- oder Zollkennzeichen genannt, ist ein international anerkanntes Nummernschild. Es kommt zum Einsatz, wenn Sie ein Kraftfahrzeug dauerhaft ins nicht europäische Ausland exportieren. Vor der Überführung beantragen Sie das Ausfuhrkennzeichen bei Kfz-Zulassungsstelle oder Straßenverkehrsamt an Ihrem Wohn- oder Geschäftssitz.
Ausfuhrkennzeichen mit roter Markierung und Ablaufdatum am rechten Rand

Ausfuhrkennzeichen erkennen Sie auf den ersten Blick an der roten Markierung am rechten Rand. Die drei Zahlenpaare im roten Feld ergeben von oben nach unten gelesen das Ablaufdatum des Nummernschildes – im Beispiel oben der 10. Oktober 2020. Ab 11.10. dürfen Sie das Fahrzeug nicht mehr auf deutschen Straßen bewegen, da Zulassung und Versicherungsschutz erlöschen.

Im Vergleich zu regulären Kfz Kennzeichen besitzen Zollkennzeichen weder die blaue Euromarkierung noch Unterscheidungsbuchstaben oder Prüfplakette. Von links nach rechts aufgedruckt sind das Unterscheidungszeichen (etwa „M“ für München), eine rote Zulassungsplakette sowie die Erkennungsnummer. Am Ende der Zahlenkombination steht ein Buchstabe, den die Kfz-Behörde fortlaufend vergibt (im obigen Beispiel: „X“).

Ausfuhrkennzeichen Versicherung: Kfz-Haftpflicht ist ein Muss für Exportfahrzeuge

Im Geltungszeitraum des Zollkennzeichens ist eine spezielle Kfz-Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug Pflicht. Dieser Schutz schließt Schadenfälle im Ausland ein. Die Versicherung können Sie für mindestens 15 Tage bis maximal ein Jahr abschließen – zum Beispiel bei einem Schildermacher in der Nähe der Kfz-Zulassungsstelle. Das Versicherungsunternehmen schickt Ihnen anschließend per Post eine gelbe Versicherungskarte („Doppelkarte“) sowie die Internationale Grüne Versicherungskarte („Grüne Karte“) zu. Eine eVB-Nummer für Zollkennzeichen gibt es nicht

Wichtig: Die Kfz-Behörde stellt das Ausfuhrkennzeichen für den Zeitraum aus, für den Sie die Versicherung abgeschlossen haben. Es gilt also höchstens ein Jahr.

Ausfuhr­kennzeichen beantragen: Diese Unterlagen benötigen Sie

Grundsätzlich gilt: Wer das Auto ins Ausland überführt, fordert das Zollkennzeichen an. Das können Sie als Privatperson genauso wie ein Händler, der regelmäßig Fahrzeuge in Nicht-EU-Länder exportiert. Sobald Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung für das Exportfahrzeug abgeschlossen haben, können Sie das Überführungskennzeichen bei der Zulassungsstelle anfordern. Einige Kfz-Behörden bieten diesen Service online an.

Um ein Zollkennzeichen zu beantragen, sind folgende Dokumente notwendig:

  • Gelbe Versicherungsbestätigung (Doppelkarte)
  • Reisepass oder Personalausweis mit amtlicher Meldebestätigung
  • Zulassungsbestätigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbestätigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Nachweis über Haupt- und Abgasuntersuchung (mindestens gültig bis nach Ende des gewünschten Zulassungszeitraums)
  • SEPA-Einzugsermächtigung für Kfz-Steuer
  • Bei abgemeldeten Kfz: Nachweis der Stilllegung
  • Bei bereits zugelassenen Kfz: Kennzeichenschilder

Die Kfz-Behörde entwertet die bisherige Zulassungsbescheinigung Teil I und stellt Ihnen einen neuen, befristeten Fahrzeugschein aus. Darüber hinaus erhalten Sie die schriftliche Erlaubnis, die Ausfuhrkennzeichen prägen zu lassen. Gegen eine Gebühr von rund zehn Euro fertigt die Kfz-Behörde einen Internationalen Zulassungsschein an. Dieses Dokument ist sinnvoll, wenn Sie das Fahrzeug in Nicht-EU-Staaten ausführen.

Möchten Sie einen Gebrauchtwagen mit Ausfuhrkennzeichen zulassen, fahren Sie ihn bei der Zulassungsstelle vor. Dort identifiziert ein Sachverständiger das Kfz. Bereiten Sie als Händler ein Neufahrzeug für die Überführung ins nicht europäische Ausland vor, verzichtet die Kfz-Behörde in der Regel auf eine persönliche Inspektion.

Für Fahrzeuge mit Ausfuhr­kennzeichen zahlen Sie Kfz-Steuer

Wer ein Zollkennzeichen beantragt, entrichtet für den Zulassungszeitraum vorab die reguläre Kraftfahrzeugsteuer. Benötigen Sie das Überführungskennzeichen zum Beispiel für 20 Tage, zahlen Sie die Kfz-Steuer für den vollen Kalendermonat. Damit die Zollverwaltung den entsprechenden Betrag von Ihrem Bankkonto abbuchen kann, legen Sie bei der Kfz-Zulassungsstelle eine Einzugsermächtigung vor. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt von Fahrzeugtyp und Geltungszeitraum des Ausfuhrkennzeichens ab.

Gut zu Wissen Illustration: Frau zeigt auf Info-i
Gut zu wissen
Gut zu Wissen Illustration: Frau zeigt auf Info-i
Neben 30 bis 60 Euro Zulassungsgebühren zahlen Sie rund 30 Euro für die Kennzeichenschilder. Hinzu kommt die Versicherungsprämie: Schließen Sie für einen Pkw für 15 Tage eine Kfz-Haftpflicht ab, zahlen Sie etwa 70 Euro. Für Motorräder und Anhänger sind 30 bis 40 Euro fällig. Je länger der Versicherungszeitraum, desto höher die Beiträge: Eine Ausfuhrkennzeichen-Versicherung kostet bis zu 2.000 Euro. Der Schutz gilt ein Jahr lang.
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